»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Die letzten Wochen waren wie im Flug vergangen. Heute kam ich spät aus der Kanzlei. Ich hatte einen neuen Mandanten getroffen und war nun endlich auf dem Weg nach Hause. Der Gedanke, gleich meinen Wohnungsschlüssel in der Hand zu halten und die Tür hinter mir zu schließen, gab mir ein Gefühl von Ruhe.
Doch als ich vor der Tür stand und mehrmals klingelte, blieb es still. Keine Schritte, kein Geräusch von drinnen. Meine Geduld schwand, und ein leises Gefühl der Frustration machte sich breit. Schließlich griff ich in meine Tasche, holte den Schlüssel heraus und öffnete die Tür.
Die Wohnung war ungewohnt ruhig. Zu ruhig. Ich zog meinen Mantel aus und ging mit schnellen Schritten hinein. Etwas stimmte nicht, das spürte ich sofort.
Als ich die Tür zum Schlafzimmer öffnete, blieb ich stehen. Alper lag im Bett. Er sah schwach aus, erschöpft, sein Gesicht blass. Schweiß glänzte auf seiner Stirn.
„Alper!", rief ich und lief zu ihm. Meine Stimme war voller Sorge. Ich setzte mich an die Bettkante und berührte seine Stirn. Er hatte die Augen geschlossen, seine Atmung war flach und unregelmäßig. Die Hitze seiner Haut überraschte mich.
„Du glühst ja", sagte ich leise und strich ihm eine feuchte Haarsträhne aus der Stirn. Ich beugte mich zu ihm, schüttelte ihn sanft. „Hey, wach auf."
„Nisa?", murmelte er, als er langsam die Augen öffnete und mich erkannte. Ein schwaches Lächeln huschte über sein Gesicht. „Du bist da."
„Natürlich bin ich da", sagte ich leise, während ich mich zu ihm hinunterbeugte. „Wie geht's dir?"
Er versuchte zu lächeln, aber es wirkte müde. „Ehrlich gesagt... mies. Aber immerhin hast du mich gefunden." Seine Stimme war kratzig, fast brüchig. „Ich habe schon gedacht, du kommst nie aus der Kanzlei raus."
Ich lachte leise. „Ach ja? Und du liegst hier mit Fieber und machst noch Witze?"
„Was soll ich sonst tun?", murmelte er und versuchte, sich aufzusetzen. Doch seine Arme zitterten, und er sackte sofort wieder zurück auf das Kissen.
Ich legte ihm beruhigend die Hand auf die Brust. „Bleib liegen. Du siehst nicht aus, als wärst du in der Lage, überhaupt aufzustehen."
Er seufzte. „Ich dachte, es geht von allein weg. War wohl nichts."
Ich schüttelte leicht den Kopf und zog mir die Schuhe aus, bevor ich neben ihm aufs Bett stieg. „Du musst mir sowas sagen, Alper. Ich hätte früher kommen können."
„Ich wollte dich nicht stressen", antwortete er, seine Augen halb geschlossen. „Du hast genug um die Ohren."
Ich streichelte ihm sanft über die Stirn. „Du bist wichtiger. Wenn's dir schlecht geht, sagst du Bescheid. Punkt."
Er nickte schwach. „Okay. Versprochen."
„Gut." Ich lächelte vorsichtig und sah ihn an. Seine Haut war noch immer heiß, und er wirkte völlig ausgelaugt. Ich legte vorsichtig meine Hand auf seine. „Du machst mir Sorgen."