»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Ich war wieder bei der Arbeit, zum ersten Mal seit Wochen. In meinem Kopf lief ein anderer Film. Die letzten Wochen.
Ich sah mich selbst, blass, fiebrig, völlig neben der Spur und dann sah ich sie. Nisa. Wie sie an meinem Bett saß, mir Stirn und Hände kühlte, mich mit leiser Stimme beruhigte.
Ich hatte nicht viel gesagt in dieser Zeit. Aber sie hatte trotzdem alles verstanden.
Ich war kein einfacher Patient.
Stolz, stur, gewohnt, die Kontrolle zu behalten. Und genau das war mir entglitten. Es war mir unangenehm gewesen, mich so verletzlich zu zeigen, vor allem vor ihr. Aber sie hatte mich weder bemitleidet noch bedrängt. Sie war einfach geblieben.
Ein leises Lächeln huschte über mein Gesicht.
Trotz allem war es einer dieser Augenblicke gewesen, in dem ich gespürt hatte, wie tief ihre Zuneigung ging. Es ging nicht um Mitleid. Es war mehr als das.
Ich atmete tief durch.
Dankbar. Nicht nur, weil sie sich um mich gekümmert hatte.
Sondern weil sie geblieben war.
Weil sie mir gezeigt hatte, dass ich nicht perfekt sein musste, um geliebt zu werden. Dass ich mich fallen lassen konnte und sie da war, um mich aufzufangen.
Ich lehnte mich gegen das Auto, verschränkte die Arme und ließ meinen Blick durch die Galerie schweifen.
Das Leben war weitergegangen, ja. Aber nicht einfach nur so.
Etwas hatte sich verändert.
In mir.
In uns.
„Entschuldigung, könnten Sie mir helfen?"
Die Stimme holte mich abrupt zurück. Ich richtete mich auf und sah einen Mann vor mir stehen, Mitte fünfzig vielleicht, gepflegt, interessierter Blick. Er deutete auf einen SUV ein paar Meter weiter.
„Ich interessiere mich für dieses Modell hier."
„Natürlich", sagte ich und zwang mich, die Gedanken an Nisa fürs Erste beiseitezuschieben. Zeit, mich auf die Arbeit zu konzentrieren.
Ich ging mit ihm zu dem Wagen, öffnete die Tür, zeigte grob das Interieur, erklärte ein paar grundlegende Dinge zur Ausstattung. Nichts Besonderes, die Art von Gespräch, die ich schon hundertmal geführt hatte. Die Routine kam von selbst, die Worte auch.
Aber während ich sprach, drifteten meine Gedanken wieder ab. Zu ihr.
Wie sie mich angesehen hatte, ruhig, geduldig, als hätte sie nie daran gezweifelt, dass ich wieder auf die Beine kommen würde. Und das Verrückte war: Ich glaube, gerade deshalb hatte ich es geschafft. Nicht, weil ich an mich geglaubt hatte. Sondern weil sie es getan hatte.