Kapitel 18

243 13 169
                                        

Die Zeit schien stillzustehen, wenn ich an sie dachte

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

Die Zeit schien stillzustehen, wenn ich an sie dachte. In meinen Träumen war sie präsent, und selbst in der Anstalt sah ich ihr Gesicht überall. Sie war für mich der Mittelpunkt meines Lebens, der Grund, warum ich jeden Tag aufstand. Doch trotz meiner tiefen Gefühle wusste ich, dass ich auch ohne sie leben konnte. Schon in meiner Jugend hatte ich mir geschworen, mich niemals emotional abhängig zu machen. Es war keine Frage des mangelnden Vertrauens, sondern der Überzeugung, dass jeder auf eigenen Beinen stehen sollte.

„Ich habe unsere Zeit wirklich sehr geschätzt," sagte sie, ihre Stimme klang bedrückt, als ob sie sich innerlich quälte. Ich ahnte, dass sie etwas Schweres auf dem Herzen hatte. Ihr Schmerz war für mich keine Last, sondern eine Feder, die leicht auf meiner Seele lag. „Du bist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist," fügte sie hinzu, und ihre Augen, die sonst vor Leben strahlten, wirkten jetzt trüb und traurig.

Ich mochte Gespräche, in denen man die Zeit vergaß, in denen man sich so tief verlor, dass man nicht mehr wusste, wie man zu einem Thema gekommen war. Es gab viele, mit denen man reden konnte, doch nur wenige, mit denen man echte, bedeutungsvolle Gespräche führen konnte. Mit ihr war es immer anders gewesen. Bei ihr konnte ich so sein, wie ich wirklich war.

„Seni seviyorum," sagte ich schließlich, meine Stimme sanft und voller Ehrlichkeit. Für mich war es mehr als ein Einfaches „Ich liebe dich." Sie hatte mir gezeigt, was wahre Liebe bedeutete, und jedes Mal, wenn ich in ihre Augen sah, spürte ich dieses warme, unbeschreibliche Gefühl. Ich konnte sehen, wie ihre Lippen zitterten, als sie meine Worte hörte. Sie sah aus, als wolle sie etwas sagen, doch sie schwieg.

„Wie sehr?" fragte sie schließlich, ihr Blick war neugierig, aber auch unsicher.

„Ich kann nicht sagen, dass ich dich auf die eine oder andere Art liebe," begann ich, „aber ich zeige es dir in allem, was ich tue. Wenn dir kalt ist, werde ich dir meine Jacke geben. Wenn du traurig bist, bleibe ich an deiner Seite, bis du dich besser fühlst. Wenn du weinst, werde ich deine Tränen trocknen, und wenn du lachst, werde ich mit dir lachen." Während ich sprach, griff ich nach ihrer Hand, doch sie zog sie langsam zurück, als ob meine Berührung schmerzte.

Ich bemerkte, dass sie anders war als sonst. Ihre Körperhaltung war zurückhaltender, ihre Augen suchten den Boden, statt mich direkt anzusehen. Ihre Schultern waren angespannt, und es schien, als kämpfe sie innerlich mit sich selbst.

„Wir sind durch so viel gemeinsam gegangen," sagte ich, „ich kann dir nicht versprechen, all deine Wunden zu heilen, aber ich verspreche dir, dass ich nie der Grund für neuen Schmerz sein werde. Ich werde dich beschützen, damit dir nichts Böses widerfährt." Doch sie wirkte abwesend, als ob meine Worte sie nicht erreichten.

„Ich höre dir zu wie ein Freund, ich liebe dich wie ein Bruder. Ich werde immer an deiner Seite sein, selbst wenn du schweigst," sagte ich weiter, in der Hoffnung, sie zu erreichen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, und sie versuchte, sie wegzuwischen, bevor sie über ihre Wangen liefen. Es war schwer, ihre Tränen zu sehen, ohne selbst von einer Welle der Traurigkeit erfasst zu werden.

𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt