»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Ich wachte auf, langsam und schwer. Für einen Moment blieb ich einfach liegen, das Gesicht halb in das Kissen gedrückt, eingehüllt in die Wärme der Decke und den leichten Geruch nach Alpers Waschmittel.
Als ich die Augen richtig öffnete, merkte ich, dass ich nicht allein im Raum war. Alper saß auf dem Stuhl neben dem Bett. Er trug ein schlichtes T-Shirt, die Arme locker auf den Oberschenkeln, und sah in meine Richtung. Nicht ganz direkt, eher so, als würde er seine Gedanken zwischen mir und dem Fenster verlieren.
Ich richtete mich ein wenig auf. „Wie lange sitzt du da schon?"
Er lächelte nur leicht. „Nicht lang. Ich habe dich schlafen lassen."
„Du warst doch auf der Couch." Ich runzelte die Stirn.
„War ich. Bis irgendwann um fünf. Dann war mir kalt und ich dachte... hier drin ist es wärmer." Er zuckte mit den Schultern.
Ich sah ihn prüfend an. „Aha. Und warum war dir kalt?"
Er grinste. „Weil du alle Decken hast."
Ich konnte nicht anders, als zu lachen. „Okay, dann kriegst du beim nächsten Mal eine Ecke ab."
Er reichte mir die Hand, um mir aufzuhelfen. „Komm, sonst verpassen wir den besten Teil des Morgens."
Ich nahm seine Hand und ließ mich aus dem Bett ziehen. Es war merkwürdig, wie schnell sich diese kleinen, alltäglichen Momente mit ihm natürlich anfühlten.
Wir gingen gemeinsam in die Küche, wo der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und gebratenem Ei in der Luft lag. Alper hatte offensichtlich schon mit dem Frühstück begonnen. Der Tisch war mit allem, was man für ein gemütliches Frühstück brauchte mit Brot, Käse, Oliven, Marmelade und noch mehr kleine Leckereien, die er offensichtlich vorbereitet hatte, gedeckt.
„Du warst aber fleißig," bemerkte ich, während ich mich setzte und eine Tasse Kaffee vor mich hingestellt bekam.
„Manchmal muss man eben die Initiative ergreifen," antwortete er und setzte sich mir gegenüber. „Und außerdem wollte ich sichergehen, dass du heute nicht mit leerem Magen aus dem Haus gehst."
Ich nickte dankbar und nahm einen Schluck von dem heißen Kaffee. „Das ist wirklich nett von dir, Alper. Danke."
Während wir aßen, war es still und trotzdem vertraut, als würden wir schon ewig zusammenpassen. Die Aufregung der letzten Tage war plötzlich ganz weit weg. Trotzdem konnte ich an den Moment von gestern Abend nicht aufhören zu denken. Hatte er mich nicht geküsst, weil er sich seiner Gefühle nicht sicher war? Oder weil er nicht wollte, dass ich mir Hoffnungen mache? In meinem Kopf ließ mich ein einfacher Gedanke nicht los: Berühre niemals die Lippen einer Frau, wenn du keine Gefühle hast. Denn du berührst nicht nur ihre Lippen, sondern auch ihr Herz.
Plötzlich sah Alper von seinem Teller auf. Sein Blick traf meinen, und ich merkte, dass er meinen nachdenklichen Ausdruck bemerkt hatte.
„Ist alles okay?", fragte er leise, fast vorsichtig.