Kapitel 27

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An der Bar nahm ich Platz und wartete darauf, dass er mir hinterherkam

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An der Bar nahm ich Platz und wartete darauf, dass er mir hinterherkam. Es wäre fatal, wenn mein Plan nicht wie erwartet aufgegangen wäre – schließlich würde er alles aus der Ferne beobachten, und ich wäre gezwungen, ein alkoholisches Getränk zu bestellen.

Während ich mit dem Ring an meinem Zeigefinger spielte, versuchte ich, die nervöse Anspannung zu vertreiben. Der Barkeeper hatte mich bereits angesprochen und gefragt, ob ich nicht auch einen Drink wolle. Ich lächelte knapp und verneinte, denn ich hielt an meinem Plan fest – keine Kompromisse, egal was kommt.

Ich lehnte mich etwas zur Seite und bemerkte aus dem Augenwinkel, wie er sich in meine Richtung bewegte. Er, Mitte dreißig, lehnte lässig an der Theke, als suchte er gezielt nach Blickkontakt. Als ich mich zu ihm drehte, erwiderte er mein Lächeln – ein charmantes Grinsen, das mehr andeutete, als es verriet. Innerlich fragte ich mich schon: Was will er wirklich?

„Entschuldigung, ist dieser Platz noch frei?"

Seine Stimme war ruhig, aber bestimmt, als er sich mir näherte. Während seine Blicke in meinen Augen ruhten, dachte ich: Er will Nähe, aber ich habe klare Grenzen. Mit einer kurzen Handbewegung gab ich ihm zu verstehen, dass er sich setzen konnte.

Er bedankte sich und nahm neben mir Platz. Ich wartete darauf, dass er das Gespräch eröffnete. Nach einem Moment räusperte er sich und sagte: „Ich habe dich von der anderen Seite des Raumes aus gesehen und konnte nicht anders, als rüberzukommen."

Dabei drehte er sich so, dass sein Oberkörper mir zugewandt war – und ich bemerkte seinen markanten, kräftigen Trizeps. Ich dachte mir: Jede Kleinigkeit zählt. „Ich heiße übrigens Levent", fügte er hinzu.

Ich wusste, wer er war, doch um nicht zu viel von mir preiszugeben, antwortete ich mit meinem Decknamen. „Nenn mich Stella." Innerlich schmunzelte ich über meinen kleinen Trick – so blieb ich auf Abstand.

„Das ist aber mutig von dir, mich so einfach anzusprechen", neckte ich ihn und spürte dabei, wie mir ein Schmunzeln über die Lippen huschte. Ich liebte es, Menschen ein wenig zu reizen; mein Humor war mein Schutzschild. Dabei dachte ich, dass Levent es nicht allzu persönlich nehmen sollte.

„Vielleicht ist es auch ein bisschen verrückt, aber ich konnte dem Drang einfach nicht widerstehen. Du siehst wirklich umwerfend aus." Seine Worte ließen mich einen Moment innehalten – aber ich tat so, als wäre ich verlegen, obwohl ich innerlich nur dachte: Schön, aber definitiv nicht mein Typ.

„Machst du das öfter, dass du fremde Frauen ansprichst?" Er lachte, und ich fragte mich insgeheim, ob er schon ein paar Drinks intus hatte.

„Nur, wenn sie so faszinierend sind wie du, Stella. Normalerweise bin ich nicht so draufgängerisch, aber manchmal muss man einfach seinem Bauchgefühl folgen."

Ich hätte ihm fast schon meine Finger um den Hals gelegt vor lauter Ironie – so kitschig klang das. Aber ich behielt innerlich meinen kühlen Kopf.

„Das ist aber charmant von dir. Warum bist du eigentlich hier?" Ich fragte, obwohl ich die Antwort schon längst kannte. Ohne groß nachzudenken prahlte er:

𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt