Kapitel 37

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Ich erstarrte

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Ich erstarrte.

Mein Atem stockte, während sich die Worte in meinem Kopf wiederholten, als müsste mein Verstand sicherstellen, dass ich sie wirklich richtig gehört hatte.

Dann heirate mich.

Mein Blick suchte hektisch nach einem Anzeichen dafür, dass er das nicht ernst meinte. Ein nervöses Zucken in seinen Mundwinkeln, ein Anflug von Ironie in seinen Augen. Aber da war nichts.

Nur dieser ernste, eindringliche Ausdruck.

„Alper..." Mein Name kam nur als Hauch über meine Lippen.

Er lehnte sich leicht nach vorne, seine Hände ruhten locker auf dem Tisch, als wollte er jede meiner Reaktionen genau beobachten.

„Denk nach, Nisa", sagte er ruhig, doch ich hörte die unterschwellige Anspannung in seiner Stimme. „Wenn wir heiraten, kannst du die Aussage verweigern. Das ist unsere beste Chance."

Ich zwang mich, normal zu atmen, aber mein Herz raste.

„Das ist Wahnsinn", flüsterte ich und schüttelte ungläubig den Kopf.

„Vielleicht", erwiderte er und ließ ein leises Lachen hören, das nicht wirklich fröhlich klang. „Aber es würde funktionieren."

Ich strich mir unbewusst eine lose Haarsträhne hinters Ohr, eine Geste, die er nur allzu gut kannte. Sein Blick folgte meiner Bewegung, einen Moment zu lange, bevor er mich wieder ansah.

„Du denkst wirklich darüber nach", murmelte er.

Ich schluckte. „Natürlich tue ich das. Aber..." Ich rieb mir die Stirn und sah ihn dann an. „Wir können doch nicht einfach heiraten, Alper. Das ist nicht nur ein juristischer Trick, es ist..."

„...eine Lösung", unterbrach er mich sanft.

Seine Stimme war tiefer geworden, und ich hasste, dass mein Körper auf diese Nuance reagierte. Meine Haut prickelte, mein Magen zog sich zusammen.

Er beugte sich noch näher zu mir, so nah, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte.

„Sag mir, dass du eine bessere Idee hast", sagte er leise.

Ich öffnete den Mund, aber nichts kam heraus.

Er lächelte. Ein winziges, selbstbewusstes Lächeln, das ich genauso verabscheute, als auch liebte.

„Siehst du?" Seine Stimme hatte jetzt diesen Ton, den er manchmal benutzte, wenn er mich herausfordern wollte.

„Das ist Erpressung", murmelte ich und wich leicht zurück, aber er ließ mich nicht los, nicht mit seinen Augen, nicht mit der Intensität, die plötzlich zwischen uns hing.

„Nein." Sein Blick huschte über mein Gesicht, als suche er nach etwas. „Das ist Vertrauen."

Ein Kribbeln lief über meine Arme.

𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt