»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Die letzten Tage hatte ich mich wieder auf das Sofa zurückgezogen, auch wenn das Bett in Alpers Zimmer verlockend aussah. Es fühlte sich einfach falsch an, weiterhin neben ihm zu schlafen, solange wir die Dinge zwischen uns nicht ausgesprochen hatten. Die Nähe, die sich aufgebaut hatte, war wie eine Schnur, das sich langsam um uns beide gewickelt hatte, aber ohne einen Namen für das, was wir waren, war es schwer, sich darauf einzulassen.
Die Nacht auf dem Sofa war kalt und einsam gewesen. Obwohl ich mich in die Decke gewickelt hatte, fühlte sich die Leere kalt an. Ich wusste, dass Alper im nächsten Raum schlief, wahrscheinlich auch mit Gedanken, die ihn wach hielten. Doch keiner von uns hatte den Mut gefunden, das auszusprechen, was zwischen uns schwebte.
Heute war ein besonderer Tag. Wir waren zu einem Brunch mit Alpers Freunden eingeladen, und obwohl ich nervös war, freute ich mich auch darauf. Es würde eine Gelegenheit sein, ihn in seinem Umfeld zu sehen, vielleicht ein wenig mehr über ihn und seine Vergangenheit zu erfahren. Doch bevor wir gehen konnten, wartete ich darauf, dass Alper aufwachte.
Ich saß in der Küche, eine Tasse Kaffee in den Händen, und starrte auf die Wanduhr. Die Minuten schienen sich endlos zu dehnen, während ich auf das Geräusch seiner Schritte wartete. Ich fragte mich, ob er es auch als schwer empfand, wie ich. Ob er sich ebenfalls in diesem Zustand der Ungewissheit und des Wartens befand.
Plötzlich hörte ich ein Geräusch aus dem Flur. Alper war aufgewacht. Mein Herz machte einen Sprung, und ich stand auf, um ihm entgegenzugehen.
Ich fand Alper im Bad, als er sich gerade die Zähne putzte. Er stand vor dem Spiegel, sein Blick konzentriert, während er die Zahnbürste in seinem Mund bewegte. Als er mich bemerkte, blickte er kurz in meine Richtung, dann wieder zurück in den Spiegel, ohne sein Tempo zu unterbrechen.
„Guten Morgen," sagte ich fröhlich und lehnte mich gegen den Türrahmen, bevor ich mich schließlich auf die Waschmaschine setzte, die parallel zu dem Waschbecken stand. Ich konnte sein Spiegelbild beobachten, und obwohl er sich auf das Zähneputzen konzentrierte, bemerkte ich das kleine Lächeln, das sich in seinen Mundwinkeln abzeichnete.
„Morgen," murmelte er mit vollem Mund und hob eine Augenbraue, als er mich im Spiegel ansah. Seine Bewegungen waren langsam und absichtlich, als würde er darauf warten, dass ich etwas sagte. Doch anstatt ein Gespräch zu beginnen, beobachtete ich ihn still.
„Du weißt schon, dass du mich beim Zähneputzen nervös machst, oder?" sagte er schließlich, nachdem er den Mund ausgespült hatte. Seine Stimme hatte diesen neckischen Unterton, den er immer dann benutzte, wenn er mich aus der Reserve locken wollte.
„Nervös?" Ich grinste ihn an und verschränkte die Arme vor der Brust. „Warum das denn?"
Er drehte sich zu mir um, lehnte sich gegen das Waschbecken und musterte mich mit funkelnden Augen. „Weil du da so still sitzt und mich beobachtest, als würdest du auf etwas warten. Das ist unheimlich."