Defne's pov:
Das erste, was ich spürte, war Wärme. Ein angenehmes, behagliches Gefühl, das sich über meinen Körper zog wie eine sanfte Welle. Mein Kopf ruhte auf etwas Festem, Warmem – Kenans Brust, langsam auf- und absteigend mit seinem ruhigen Atem.
Ich blinzelte in das schummrige Licht des frühen Morgens. Die Vorhänge waren nicht ganz geschlossen, und die ersten Sonnenstrahlen zeichneten sanfte Muster auf die weißen Laken. Es war still im Zimmer, bis auf das leise Summen der Klimaanlage und das beruhigende Geräusch seines Atems.
Sein Arm lag schwer um meine Taille, als wäre es ihm selbst im Schlaf unmöglich, mich loszulassen. Ich drehte den Kopf leicht, und in diesem Moment spürte ich, wie sich sein Griff verstärkte.
„Gehst du irgendwohin?" kam seine heisere Stimme, noch rau vom Schlaf.
Ich lächelte in mich hinein. „Ich dachte, du schläfst noch."
„Nicht, wenn du dich bewegst." Seine Hand glitt langsam über meinen Rücken, seine Finger fuhren sanft an meiner Wirbelsäule entlang. Ein angenehmer Schauer lief mir über die Haut.
Ich hob den Kopf, nur um festzustellen, dass er mich bereits ansah. Seine dunklen Augen waren noch schwer vom Schlaf, aber sein Blick war wach – und auf mich fixiert.
„Wie lange beobachtest du mich schon?" fragte ich neckend.
Ein müdes Lächeln huschte über seine Lippen. „Lange genug, um zu wissen, dass du im Schlaf manchmal leise murmelst."
Mein Gesicht wurde heiß. „Tu ich nicht!"
„Doch." Seine Hand wanderte von meinem Rücken zu meiner Wange, seine Finger strichen sanft über meine Haut. „Und es ist ziemlich süß."
Ich verdrehte die Augen, konnte mir das Lächeln aber nicht verkneifen. „Wenigstens habe ich nicht geschnarcht."
„Das hätte ich dir gesagt."
„Und ich hätte dich rausgeworfen."
Er lachte leise, sein Daumen strich über meine Unterlippe, als würde er prüfen, ob ich wirklich real war. „Klingt, als wäre es das Risiko wert gewesen."
Mein Herz schlug schneller. Wie konnte ein Mann so unverschämt charmant sein, noch bevor er sich überhaupt aus dem Bett bewegt hatte?
„Wir sollten langsam aufstehen," murmelte ich, mehr zu mir selbst als zu ihm.
„Noch nicht."
Seine Arme zogen mich näher, sodass ich nun halb auf ihm lag. Mein Gesicht war nur wenige Zentimeter von seinem entfernt, und sein Blick war plötzlich intensiver.
„Kenan..."
„Mh?" Seine Lippen streiften meine Wange, dann meine Kieferlinie entlang, langsam, als hätte er alle Zeit der Welt.
Ich atmete scharf ein, als er tiefer rutschte, seine Lippen federleicht über meine Schulter gleiten ließ.
„Wir sollten frühstücken gehen..." versuchte ich es erneut, doch meine Stimme klang nicht besonders überzeugend.
„Ich hab Hunger auf was anderes."
Ich konnte spüren, wie er grinste, während seine Hand über meine Hüfte wanderte.
„Du bist unmöglich," murmelte ich, aber mein Körper verriet mich, als ich mich noch näher an ihn drängte.
„Mhm." Seine Lippen fanden wieder meine, diesmal drängender, fordernder.
Was war schon ein Frühstück gegen diesen Mann, der mich ansah, als wäre ich die einzige Konstante in seiner Welt?
Sein besitzergreifender Blick hielt meinen und forderte mich fast dazu auf ihn zu stoppen.
Als seine Finger sich über meine Oberschenkel zu meinem Tanga wanderten fühlte ich wie mein Herz einen Schlag übersprang.
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Ungeplantes Spiel
RomansaNach einer schwierigen Vergangenheit in Deutschland wagt Defne einen Neuanfang in Turin, wo sie kurzfristig als Managerin für den aufbrausenden, türkischen Fußballstar Kenan Yildiz einspringt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Während...
