ADAM
Sie hatte die ganze Zeit neben mir gestanden und ich sah es nicht.
Ich hielt Arianas Blick noch einen Moment fest, während sie mir gegenüber am Tisch saß und aussah, als würde sie am liebsten im Boden versinken.
„Du hast nach der Tante gesucht?" fragte ich schließlich.
Ari bewegte sich kaum, nur ihre Schultern hoben sich leicht, bevor sie wieder sanken.
„Nicht direkt."
„Was heißt nicht direkt?"
„Dass ich ein bisschen herumgefragt habe."
„Ein bisschen herumgefragt", wiederholte ich und lehnte mich zurück. „Und warum hast du mir nichts davon erzählt?"
Kaum waren die Worte ausgesprochen, veränderte sich ihr Gesichtsausdruck. Das Unbehagen verschwand und machte genau diesem Blick Platz, den ich die letzten Tage oft genug von ihr bekommen hatte.
„Wieso sollte ich?"
Ich zog die Augenbrauen zusammen.
„Vielleicht weil es um Nick und Maria geht und du wusstest, dass ich versuche ihnen zu helfen?"
„Ach so."
Sie nickte langsam und legte ihr Besteck neben den Teller. „Ich dachte, ich soll noch aus deinen Problemen raushalten?"
Mein Blick verharrte auf ihr.
„Das habe ich nie gesagt."
„Nicht genau so", erwiderte sie, wobei ihre Stimme diesen Unterton bekam, bei dem ich bereits wusste, dass wir uns in die nächste Diskussion bewegten.
„Du hast nur gesagt, dass ich genug mit meinem eigenen Kram zu tun habe und mich lieber auf meinen Abschluss konzentrieren soll, während du dich um die wichtigen Dinge kümmerst."
Ich öffnete den Mund, schloss ihn aber gleich wieder.
So hatte ich es tatsächlich gesagt.
Nur klang es aus ihrem Mund wesentlich beschissener, als es gemeint war.
Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie Bianca langsam den Kopf in meine Richtung drehte.
Natürlich.
„So war das überhaupt nicht gemeint", rechtfertigte ich mich und sah wieder zu Ari.
„Und das weißt du auch."
„Woher soll ich das wissen?"
„Weil wir darüber geredet haben."
„Wir haben gestritten."
„Ja, weil du aus allem, was ich gesagt habe, etwas anderes gemacht hast."
Ihre Augen wurden größer.
„Ich habe daraus etwas anderes gemacht?"
Scheiße.
Das war offensichtlich die falsche Antwort.
„Das habe ich so nicht—"
„Doch, gerade eben."
„Ari..."
„Was denn?"
Sie verschränkte die Arme vor der Brust.
„Du hast mir doch ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass du das alleine regeln willst. Also habe ich dich in Ruhe gelassen und eben auf meine Art gemacht."
„Darum geht es doch gar nicht."
„Worum dann?"
Ich wusste es selbst nicht genau.
Vielleicht darum, dass sie sich eingemischt hatte, obwohl ich sie aus der Sache heraushalten wollte.
Vielleicht darum, dass sie etwas herausfand, während ich seit Tagen das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten.
Oder vielleicht störte mich gerade vorallem, die Tatsache, dass ich nichts davon wusste.
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My Brothers best Friend
Romance„ist dir bewusst, dass dir alle Männer hinter her gaffen? Wie heiß du aussiehst?" flüsterte er Ariana ins Ohr während er ihr die Zigarette aus der Hand nahm um selbst einen Zug davon zu nehmen. 🌶️
