Kapitel 51 - Kindergartentag

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"Dadddddy." schreit Lexy durch die ganze Wohnung. Ich mache schnell ihre pinke Lunch-Box zu und stelle sie in den Kühlschrank, bevor ich in ihr Zimmer gehe.

"Na Zeit fürs Bett mhm Lexy?"

"Nein." sagt sie trotzig und verschränkt die Arme vor der Brust.

"Na komm und morgen ist doch dein erster Kindergartentag." Ich schnappe mir ihren Schlafanzug und gehe schon einmal ins Badezimmer. Immernoch trotzig folgt sie mir.

Ich nehme ihre Zahnbürste, mache die unter fließendem Wasser nass und verteile eine kleine Menge ihres Zahnpastas darauf. Während sie sich, zugegebener Maßen, ziemlich lustlos die Zähne putzt, befülle ich ihren Becher mit Wasser.

"Gehst du auch schlafen?" fragt die mit der Zahnbürste im Mund.

"Nachher." Sie nickt und spült ihren Mund aus. Ich stelle die Zahnbürste wieder in den Becher und schnappe mir den Schlafanzug und eine frische Windel und lege beides auf die Wickelunterlage. Tagsüber ist die kleine mittlerweile fast Trocken, nur ab und zu gibt es noch einige Ausrutscher. Aber Nachts klappt das noch nicht. Auch wenn die nicht immer eine neue Windel anziehen möchte. Aber sie hat ja auch noch etwas Zeit, immerhin wird sie erst in einem Monat 3 Jahre alt.

Schnell ziehe ich ihr die Windel an und den Schlafanzug und schicke sie zu Lilly, um ihr Gute-Nacht zu sagen. Sie schaut mich zwar böse an, da sie noch nicht ins Bett möchte, aber geht dann trotzdem. 19:30 Uhr ist spät genug.

Als die Kleine gut gelaunt auf mich zu hüpft nehme ich sie in den Arm und trage sie lachend in Richtung ihres Bettes. Wieso auch immer sie jetzt gut gelaunt ist, ich mag es. Eine fröhliche Alexa ist mir immer lieber.

Sie legt sich rein, deckt sich zu während ich das Buch mit den Gute-Nacht-Geschichten hole und mich neben sie auf ihr Bett setze.

"Wir lesen Winnie Puuh weiter. Gesucht und gefunden." sage ich und klappe das Buch an der Stelle von gestern auf. Wir leden gerade jede Mögliche walt Disney Geschichte abends.

"Rabbit war sehr mit sich zufrieden. Sein Plan, den Baldzrück zu fangen und Christopher Robin zu retten, war fast vollendet. Die Freunde hatten eine Spur aus Gegenständen bis zur Grube gelegt. Alles, was sie jetzt tun konnten, war warten. „Rabbit, können wir nicht eine Mittagspause machen?", fragte Puuh. „Wir können nicht rasten, bis wir Christopher Robin gefunden haben!", antwortete Rabbit. „Versuch, an ihn und nicht an Honig zu denken." Puuh stimmte zu und versuchte, sich zu konzentrieren. Doch plötzlich geschah etwas Seltsames: Puuhs Schatten sah auf einmal wie ein Honigtopf aus!"

"Aber das geht doch gar nicht." lacht Lexy.

"Vielleicht hat er so einen Hunger auf Honig, dass er überall Honig sieht. Wir lesen mal weiter ok?" Sie nickt schnell und schon lese ich weiter.

"Jedes Mal, wenn seine Freunde sprachen, hörte er nur „Honig, Honig, Honig". Als Nächstes verschwand der Boden unter Puuhs Füßen und verwandelte sich in ein Meer aus Honig. Er schwamm, tauchte und trieb im Honigmeer. Er schlürfte, trank und gurgelte Honig. Puuh war so vollkommen glücklich, dass er ein Honiglied sang und einen Honigtanz vollführte. Das Le-."

"Du Daddy?" unterbricht sie mich auf einmal. Ich sehe zu ihr und sehe sie fragend an.

"Ich will morgen doch nicht gehen. Ich bleibe lieber bei dir und Mummy." sagt sie entschlossen.

"Alexa." seufze ich und lege das Buch auf die Seite.

"Wieso denn das jetzt? Du hast dich doch gefreut." frage ich sie sanft. Auch an den Schnuppernachmittagen, bei denen ich mit ihr da war hat sie sich super in die Gruppe intigriert und hatte Spaß mit den anderen kleinen Kindern. Es gab insgesamt 4 Schnuppermittage von je 3 Stunden. Bei dem letzten war sie sogar zwei Stunden alleine und es hat ihr nichts ausgemacht.

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