Liana:
Wie Jason auf mich zu kam, lächelnd und mit nassem Oberteil, durch das man seinen gutgeformtem Körper sehen konnte, war schon irgendwie sexy. Moment, was redete ich da? Jason war mein Stiefbruder!
Du stehst auf ihn!
Nein tue ich nicht.
Doch!
Hatte ich dir nicht letztens erst gesagt, dass du verschwinden sollst.
Klar, aber ich hör nicht auf dich.
Solltest du aber und jetzt hau ab.
Schon gut, schon gut. Bin ja schon weg!
Endlich!
Plötzlich kitzelte mich Jason. Ich schrie erst auf und lachte dann. Irgendwann konnte ich nur noch schnappend atmen und rief "Mom... hilf... mir..." Als ich zu ihr aufsah, erkannte ich, dass sie und Alex sich ebenfalls totlachten. Das war jetzt aber echt nicht fair. "Ja... son... bit...te!", schnappte ich nach Luft. Er ließ mich endlich wieder los. "Danke", meinte ich immer noch schwer atmend. Als wir zurück waren, ging ich erstmal duschen. Bevor ich die Tür schließen konnte, wurde sie wieder geöffnet. Jason wollte mich rausschieben, um scheinbar selber duschen zu gehen. Ich zwickt ihm in die Seite und er quikte auf, was sehr lustig klang. Lachend konnte ich ihn ein Stück raus schieben. "Ich war Erste und du musst das jetzt akzeptieren.", ich behandelte ihn wie ein kleines Kind und der spielte mit. "Aber ich will nicht.", meinte er trotzig und als der 'kleine' Jason noch mit dem Fuß aufstampfte, konnte ich mich vor lachen nicht mehr halten. Ich nutzte es, dass er ebenfalls lachte und schloss die Tür. "Hey das ist jetzt aber auch nicht fair!", beschwerte sich Jason durch die Tür. "Tja, dein Problem.", antwortete ich lachend.
Nachdem ich geduscht und mich angezogen hatte, ging ich in mein Zimmer und hörte Musik. Ich ließ den Sonntag ruhig ausklingen und deckte dann für Mom den Tisch. Beim Essen redeten wir über den heutigen Tag und lachten zusammen. In diesem Moment war meine Familie perfekt!
Am nächsten Morgen:
Mein Wecker weckte mich früh und ich stöhnte auf. Montag! "LIANA, JASON AUFSTEHEN!", rief Mom hoch. Ich zog mich an und ging dann ins Bad. Danach schaute ich bei Jason vorbei. Er war noch nicht wach! Ich ging in die Küche, schnappte mir einen Kühlpack und schlich mich dann zurück in Jason's Zimmer. Vorsichtig hob ich die Decke an und sah, das er nur eine Boxershorts trug. Er sah verdammt scharf aus und ich stockte kurz. Mein Plan! Rief ich mich zurück in die Wirklichkeit. Ich nahm den Kühlpack und legte ihn auf Jason's Waschbrettbauch. Dann ließ ich die Decke fallen und rannte raus. In dem Moment als der Kühlpack Jason's Haut berührte, zuckte er zusammen und zwei Sekunden später schrie er auf. Ich sah aus dem Augenwinkel noch, wie er aufrecht im Bett saß und den Pack entfernte. Ich rannte runter und stoppte vor der Küchentür. Langsam ging ich rein und wurde gleich gefragt "War das nicht Jason, der geschrien hat? Was war los?" "Keine Ahnung! ", antwortete ich mir einem Engelslächeln. "Achso" Unglaublich, aber Alex kaufte mir das wirklich ab. "Was sollte das?", forderte Jason plötzlich. Ich wirbelte herum, weil ich ihn nicht erwartet hätte. Er sah leicht angepisst aus. "Was?", wollte ich wissen. "Das", antwortete er und schob mir den Kühlpack in den Nacken. Ich schrie auf und versuchte ihn herauszuholen, aber das funktionierte nicht. Irgendwie schaffte ich es dann doch und Jason sah mich grinsend an. Als ich ihn anfunkelte, konnte er sich nicht mehr halten und lachte lauthals los. "Keine Sorge, ich verzeihe dir.", brachte er irgendwann hervor und wir begannen zu frühstücken. Heute sollte ein Mädelsabend für mich und meine Mom stattfinden, weshalb wir noch so viel redeten, dass ich fast zu spät war.
In der Klasse angekommen, begrüßte ich Hel, Cole und Sean und erzählte dann von gestern. Hel fand das alles so süß und ich verdrehte meine Augen. Ja, Jason verhielt sich nicht mehr wie ein Arsch, aber er War trotzdem noch mein Bruder. In der Mittagspause lachten dann alle, als ich von heute Morgen erzählte. Es bildeten sich kleine Gespräche und ich unterhielt mich mit Mary.
Nach der Schule fuhr ich nach Hause und rief, als ich angekommen war, durch das ganze Haus "MOM? ALEX? JASON? JEMAND DA?", keine Antwort, ich war also alleine. Gerade als ich reingehen wollte, wurde ich von hinten gepackt und jemand flüsterte mir ins Ohr "Jetzt bin ich da." Jason! Obwohl ich wusste, dass er es war, bekam ich eine Gänsehaut. "Lass das!", beschwerte ich mich und dreht mich zu ihm um. Er lächelte sein typisches Badboy-Grinsen und ich ging rein, ohne ihn weiter zu beachten. Als ich einen Joghurt gegessen hatte, wollte ich fernsehen und setzte mich auf die Couch. Plötzlich klingelte ein Handy neben mir und ich zuckte zusammen. Es war Jason's. "JASON, DEIN HANDY!", rief ich und als er nicht kam, entschied ich ranzugehen. Es könnte ja wichtig sein! "Hallo", als ich die Stimme erkannte, ließ ich das Handy auf die Couch fallen und erstarrte...
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Hey Leute,
na was glaubt ihr? Wer ist am Handy? Schreibts in die Kommis.
Eure Leonie36
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Mr. Gray nextdoor
JugendliteraturLiana's Mutter hat sich wieder verliebt. Als ihr Freund Alex und sein Sohn Jason bei ihnen einziehen, kracht es am Anfang häufig. Nach einer Weile werden sie jedoch wie Geschwister. Doch ist da noch mehr? Liana versucht eine Antwort zu finden. 24.12...
