53~Ich liebe dich!

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Liana:

Ich saß an meinem Lieblingsplatz am See und dachte nach. Warum dachte Jason so etwas von mir? Wenn er mich wirklich liebte, sollte er dann nicht eine höhere Meinung von mir haben und mich nicht beim ersten Missverständnis als 'Schlampe' bezeichnen? Ich hatte vorhin eine halbe Stunde mit Hel und Cole telefoniert und sie meinten er sei eifersüchtig. Vielleicht hatten sie ja recht. Aber das alles nur aus Eifersucht?

Ich wurde von einem Räuspern hinter mir unterbrochen. Ich drehte mich um und sah Jason. "Was willst du?", fragte ich genervt. Konnte er mich nicht einfach in Ruhe lassen? "Können wir bitte reden?", fragte er mit einem unerwartet sanftem Ton. "Von mir aus." Er setzte sich neben mich und sah ebenfalls aufs Wasser. Es sagte keiner etwas und wir saßen einfach schweigend nebeneinander.

Irgendwann wurde es unangenehm. "Wolltest du nicht reden?", wollte ich nun fordernd wissen. "Äh... ja, klar. Es tut mir leid Lia, es tut mir so unglaublich leid, dass ich dich als 'Schlampe' bezeichnet habe. Es hat einfach so ausgesehen, als ob ihr was miteinander hättet und ehrlich gesagt war ich unglaublich eifersüchtig. Jake hat mir vorhin, als wir kurz telefoniert haben, noch gesagt, dass Tyler schon mal mit dir ins Bett wollte. Es hat denn alles so ausgesehen, als würdet ihr euch nach der Schule zum vögeln treffen und ich habe nicht nachgedacht. Es soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber ich kann mir das alles höchstens wegen der Eifersucht erklären. Als ich euch gesehen habe, hätte ich Tyler am liebsten den Kopf abgerissen. Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Es tut mir so unendlich leid und..." Jason redete wie am laufenden Band. "Jason! Es ist okay. Ich habe es verstanden und ich verzeihe dir.", unterbrach ich ihn. Er schaute mich etwas verwirrt an und ich konnte nicht anders, als ihm durch die Haare zu wuscheln. Er sah so süß aus, doch ich wollte ihn nicht küssen. "Hey, was soll das?", beschwerte er sich und ich musste leicht lächeln. "Sorry, aber du sagst gerade so süß aus.", jetzt lächelte ich breit und er erwiderte mein Lächeln. "Willst du dich zu Hause umziehen?", fragte er mich und ich nickte. "Aber nur, wenn wir dann zurückkommen." "Okay"

Er half mir auf, zog dann seine Jacke aus und reichte sie mir. Erst jetzt bemerkte ich, dass mir kalt war. Ich hatte nur ein dünnes Shirt und eine Stoff Shorts an und saß seit ein paar Stunden nur in Hausschuhen hier. Draußen war es zwar nicht kalt, aber warm war es auch nicht. Wir liefen nach Hause und setzen uns auf die Couch. "Du wartest hier und ich zieh mich um. Dann gehen wir zurück."

Ich hatte mich wärmer angezogen und saß nun wieder mit Jason am See. "Warum muss eigentlich immer etwas zwischen stehen?", fragte er schon fast verzweifelt. "Wie meinst du das?", wollte ich verwirrt wissen. "Als wir uns geküsst hatten, und ich dir gesagt habe, dass es nur eine Wette war, habe ich gelogen. Ich hatte Angst, dass ich dich verletzen könnte. Ich bin nicht der Beziehungstyp und außerdem hatte ich Angst vor den Reaktionen. Ich war so ein Idiot! Danach warst du so verändert und als du wieder zurück warst, hast du mir nicht geglaubt, dass ich dich liebe.", gestand mir Jason. "Ich habe dir geglaubt, dass du mich liebst, aber ich war noch nicht weit genug, um dir zu vertrauen. Insgeheim habe ich es aber immer getan, glaube ich. Ich liebe dich auch.", sagte ich zu ihm. Er schaute mir tief in die Augen und küsste mich dann.

Unsere Lippen passten perfekt aufeinander und bewegten sich im Einklang. Mein Herz begann schneller zu schlagen und in mir wurde es warm. Er war die Liebe meines Lebens und ich würde ihn nie mehr hergeben! Wir küssten uns bestimmt ein paar Minuten lang und als wir uns lösten, mussten wir erst mal wieder zu Atem kommen.

"Ich liebe dich!"

"Und ich liebe dich!"

Er zog mich an sich und hielt mich ganz fest. Wir schauten übers Wasser und gerade ging die Sonne unter. "Ist es nicht wunderschön?", wollte ich von ihm wissen. "Genauso schön wie du." "Und du" Wir schauten wieder nach vorne und ich kuschelt mich noch enger an ihn.

"Liana Joung, willst du mit mir zusammen sein?", flüsterte mir Jason nach einer Weile ins Ohr. Ich bekam eine Gänsehaut, drehte mich zu ihm und küsste ihn dann. "Ja, will ich.", flüsterte ich zurück und er küsste mich wieder.

Mr. Gray nextdoorWo Geschichten leben. Entdecke jetzt