Wieder zu Hause half ich Mom beim Essen machen. Jason und Alex saßen währenddesssen am Küchentisch und Jason erzählte von seiner Surfstunde. Er hatte scheinbar sehr viel Spaß und das freute mich. Beim Essen erzählten Mom und Alex von der bevorstehenden Geschäftsreise und Jason teilte mir mit, dass er den Film 'Shining' auf DVD gekauft hatte und wir ihn heute nicht gucken mussten. Den Anfang hätten wir sowieso schon verpasst. Ich machte mir mit Mom einen Mädelsabend und ging dann relativ früh schlafen. Wir schauten einen Liebesfilm und redeten über dies und das. Sie war glücklich mit Alex und das freute mich sehr. Sie hatte es verdient!
Am nächsten Morgen:
Heute war Mittwoch. Mom und Alex würden heute Abend losfahren und packten deshalb schon. Ich frühstückte schnell und fuhr dann auch schon zur Schule.
In der Mittagspause fragte mich Jason, ob wir den Film heute sehen wollten und ich bejahte. Er traf sich heute mit Tyler und den Jungs um Schwimmbad und ich würde den Tag mit Mom verbringen, bevor sie wegfuhr. Abends würden wir dann den Film schauen.
Mom und ich redeten, fuhren in die Stadt und kauften noch den Rest für die Reise. Wir gingen noch im See schwimmen und hatten viel Spaß. Gegen 17Uhr fuhren sie dann los und ich machte für Jason und mich Lasagne. Ich liebte meine selbstgemachte Lasagne und Jason schien sie auch sehr zu mögen. Während wir aßen erzählte er mir von seinem Tag mit den Jungs.
Gegen Abend guckten Jason und ich dann 'Shining'. Ich versteckte mich den halben Film hinter ihm und schrie ein paar Mal. Er war mega gruselig, doch ich musste immer wieder hingucken. Als der Film endlich zu Ende war, machte ich mich fertig. Ich putzte mir extra lange die Zähne, denn ich wollte nicht in mein Zimmer. Egal wie kindisch das klang, ich hatte Angst vor möglichen Geistern. Als ich aus dem Bad kam, rannte ich in etwas rein und schrie sofort wie am Spieß. "Lia, ich bins." Ich hörte auf zu schreien und Jason nahm mich in den Arm. "Was ist denn los." "Nichts, ich habe mich nur erschreckt." Er schaute zu mir runter. "War der Film vielleicht doch zu heftig für dich?", meinte er dann. "Quatsch" Diesen Triumph wollte ich ihm nicht gönnen. Deshalb ging ich selbstsicher in mein Zimmer und legte mich in mein Bett. Ich deckte mich komplett zu, damit Jason nicht sah wie ich zitterte, falls er nochmal vorbeikam. Plötzlich hörte ich ein Geräusch und zuckte zusammen. Dann noch eins. "Jason?", rief ich vorsichtig. Keine Antwort! "JASON?!", rief ich nun etwas lauter. Wieder keine Antwort. Ich sprang auf und lief in sein Zimmer. Leer! Oh mein Gott, was sollte ich denn jetzt tun? Ich wurde von hinten gepackt und schrie auf wie am Spieß. Ich trat aus und kam irgendwie frei. Dann rannte ich nach unten und schnappte mir ein Nudelholz, da ich nichts besseres fand. Ich hielt es vor mich und ging langsam zur Tür. Plötzlich kam mir Jason mit erhobenen Händen auf mich zu und ich stoppte. "Lia, was ist hier los? Warum machst du sowas? Ich war noch im Bad und dann ist mir was runter gefallen. Ich habe gehört wie du gerufen hast und wollte zu dir gehen, dann habe ich dich aber in meinem Zimmer gesehen und wollte dich fragen was los ist, da hast du mich plötzlich getreten. Jetzt stehst du hier mit einem Nudelholz in der Hand und völlig verängstigt. Also, was ist los?" Es war ein Missverständnis! Ich atmete tief durch und erklärte Jason alles. Er nahm mich in den Arm. "Scheinbar war der Film doch etwas zu gruselig.", stellte er dann nach einer Weile fest. "Nein!", ich stritt es weiter ab. "Ist schon gut. Wie wäre es wenn ich heute bei dir übernachte?" War das sein Ernst? Wie süß! Doch ich müsste meine Angst eingestehen. "Ist schon gut, das brauchst du nicht." "Keine Widerrede. Ich schlafe heute Nacht bei dir.", stellte er entschlossen fest. Wir gingen hoch in mein Zimmer und ich legte mich in mein Bett. Dann sah ich ihn fragend an "Wo willst du schlafen?" "Mach mal ein Stück Platz." Er wollte in meinem Bett schlafen. Vorsichtig rückte ich ein Stück und er legte sich neben mich. "Gute Nacht" "Nacht" Ich drehte mich nach links, sodass ich von ihm wegschaute, weil ich immer so schlief. Ich war schon fast weggedöst, als ich einen Arm um mich herum spührte. Ich wollte nicht, dass Jason und ich wie ein Pärchen schliefen, aber seine Wärme war so angenehm und ich war viel zu müde, um mich zu beschweren. Also schlief ich ruhig und mit einem Lächeln auf den Lippen in seinen Armen ein.
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Mr. Gray nextdoor
Ficção AdolescenteLiana's Mutter hat sich wieder verliebt. Als ihr Freund Alex und sein Sohn Jason bei ihnen einziehen, kracht es am Anfang häufig. Nach einer Weile werden sie jedoch wie Geschwister. Doch ist da noch mehr? Liana versucht eine Antwort zu finden. 24.12...
