Nachdem Hel und Cole dem Plan zugestimmt hatten, gingen sie und unsere Eltern kamen nach Hause. Alex ging sofort wieder, doch Mom fiel mir erstmal um den Hals. Ich hatte sie vermisst. "Wo ist Jason?", wollte sie wissen. "Keine Ahnung, irgendwo weg." In dem Moment ging die Tür auf und Jason kam rein. Wenn man vom Teufel spricht. "Hallo Jason", sagte Mom und zog ihn ebenfalls in eine kleine Umarmung. Dann sah sie zu ihm und dann zu mir. "Wollen wir zusammen einen Film gucken?" Sie würde sofort bemerken, dass etwas nicht stimmt. "Ich wollte früh ins Bett gehen, weil ich heute Nacht nicht so gut geschlafen habe.", das war nicht mal gelogen! "Ach Schatz, bitte. Ich bin doch gerade erst zurück." Sie sah mich mit traurigen Augen an und ich konnte nicht anders als zuzustimmen. Sie war gerade erst wieder da und ich sollte sie nicht wegen Jason vernachlässigen. Also saßen wir drei kurze Zeit später auf dem Sofa und guckten einen Film. Mom setzte sich neben mich anstatt zwischen uns, sodass ich leider neben Jason saß. Ich ignorierte ihn, doch als ich mal die Chips wollte, musste ich ihn ansprechen. "Jason, gib mal die Chips her." Meine Mutter sah mich komisch von der Seite an, doch ich ignoriere es.
Nach dem Film ging Jason hoch, doch als ich ihm folgen wollte, hielt mich Mom zurück. "Lia, was ist zwischen dir und Jason los?", wollte sie fordernd wissen. Mist! "Sorry Mom, aber das ist eine Sache zwischen ihm und mir. Wenn es sich etwas gelegt hat, werde ich es dir erzählen, okay?" Ich sah sie abwartend an. "Ist gut Schatz, aber du weißt, dass du immer zu mir kommen kannst." Ich nickte und umarmte sie. "Ich muss dir noch etwas sagen. Alex und ich, wir müssen leider für drei Monate in die USA. Wenn wir nicht hingehen, verlieren wir beide unseren Job und so einen guten werde wir so schnell nicht wiederfinden.", erklärte sie mir ängstlich. Ich nahm sie fester in den Arm und fragte wann sie losmüsse. "In einer Woche.", gestand sie und ich wurde traurig. Ich beschloss die Woche mit ihr zu genießen und mich nicht mehr um Jason zu kümmern.
Mittlerweile lag ich im Bett und konnte wieder einmal nicht schlafen. Mein Leben war im Moment nicht so rosig und ich dachte lang nach. Schließlich entschied ich mich, mir in den Ferien eine Auszeit zu nehmen. Ich musste nur noch um Erlaubnis bitten und schon war ich weg. Der Gedanke Jason zweieinhalb Wochen nicht zu sehen, versetzte mir einen gewaltigen Stich in der Brust. Obwohl er so ein Arsch war, liebte ich ihn und wollte am liebsten jeden Tag mit ihm verbringen. Ich begann wieder zu weinen und schlief mit dem Gedanken an ihn ein.
Die nächsten Tage verliefen ereignislos. Mom war mit meinem Plan von der Auszeit einverstanden und wir hatten so viel Zeit wie möglich miteinander verbracht. Heute stand der Racheplan an. Ich war irgendwie aufgeregt, denn was wir vorhatten war echt gemein. Andererseits hatte er mich auch kaputtgemacht. Also warum sollte ich mich nicht rächen? Ich traf mich schon etwas früher mir Hel und Cole und wir beschlossen die Mittagspause zu nutzen. Wenn alle in der Cafeteria waren, würde es am Besten klappen.
Wir diskutierten noch den ganzen Vormittag, wie genau wir es anstellten und verbesserten unseren Plan noch etwas. Ich war irgendwie aufgeregt.
Als es dann klingelte, packten wir schnell zusammen und gingen in die Cafeteria. Als erstes nahm ich mir eine Cola, da Jason sich auch immer eine Cola nahm. Dann gab ich Alex 'Spende' rein und schüttelte ein wenig. Jason kam gerade rein und ich gab das Signal, das es losgehen konnte. Als Jason gerade zu seinem Platz gehen wollte, rempelte ihn Cole 'ausversehen' an und seine Cola fiel vom Tablett. Dann tauschte Hel sie mit unserer Spezialcola aus und ich steckte eine Packung in seine Tasche, die beim abstellen herunterfallen sollte. Cole entschuldigte sich und gab Jason die präparierte Cola. Der schüttelte nur den Kopf und ging weiter. Dann stellte er seine Tasche ab und setzte sich. Wie erwartet fiel die Packung aus seiner Tasche und landete in einer perfekten Position. Zufall! Als Hel und Cole zu mir kamen, klatschten wir uns heimlich ab und ich schaute mich um. Es schien keine etwas mitbekommen zu haben.
Kurze Zeit später:
Als Jason irgendwie nervös wurde, stand ich langsam auf. Gerade als ich an ihm vorbeilief, sprang er auf und ich bückte mich. Unschuldig hob ich die Packung auf und Jason rannte, mit Jacke vor den Unterleib gehalten aus der Cafeteria. "DU HAST DEIN VIAGRA VERGESSEN!", rief ich ihm hinterher und es wurde mucksmäuschenstill. Ich legte die Packung, die ich mir heute Morgen noch schnell bei Alex genommen hatte, auf den Tisch und ging zurück zu den anderen. Sobald ich losging, wurde überall getuschelt. So laut war es bisher noch nie. Hel und Cole zwinkerten mir zu und ich setzte mich. "War das echt Viagra? Vielleicht ist Jason ja deshalb rausgerannt.", meinte Sean an mich gewandt. "Könnte sein und ja, es war wirklich Viagra.", antwortete ich unschuldig. Mein Plan war perfekt aufgegangen. Ich hatte Jason vor der kompletten Schule plamiert und komischerweise nicht mal ein schlechtes Gewissen und das machte mir irgendwie Angst. Genauso hatte ich jetzt Angst vor Jason's Reaktion, wenn ich nach Hause kam. Aber ich musste mit den Konsequenzen leben!
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Hey Leute,
wollte mich @Oliwia_Firlej für ihre Ideen bedanken. Danke!
Hoffe dieses Kapitel gefällt euch. Haben fast die 500 Reads geknackt! Yeah!!! Danke, danke, danke, danke, danke, danke!
Viel Spaß beim lesen.
Eure Leonie36
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Mr. Gray nextdoor
Teen FictionLiana's Mutter hat sich wieder verliebt. Als ihr Freund Alex und sein Sohn Jason bei ihnen einziehen, kracht es am Anfang häufig. Nach einer Weile werden sie jedoch wie Geschwister. Doch ist da noch mehr? Liana versucht eine Antwort zu finden. 24.12...
