26~Strandbesuch

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Jason:

Ich wachte auf und wusste sofort wo ich war. Ich schaute zu Lia, die mit einem Lächeln auf den Lippen schlief. Sie hatte gestern Angst gehabt, doch sie wollte es sich nicht eingestehen. Ich war froh zu wissen, dass es ihr jetzt gut ging. Ich legte meinen Arm auf meinen Oberschenkel und zuckte zurück, als mich ein Schmerz durchfuhr. Ich hob die Decke etwas an und sah einen Blauenfleck auf meinem Oberschenkel. Er musste von Lia sein, was hieß sie trat echt fest zu. Irgendwie war ich stolz auf sie. Ich schaute auf die Uhr und sah, dass wir noch Zeit hatten. Der Wecker würde erst in einer Viertelstunde klingeln. Ich beobachtete Lia weiter und die Viertelstunde war schnell rum.

Ich schaltete ihren Wecker sofort aus, doch sie war trotzdem wach. "Morgen" Sie gähnte und schreckte sich dann. Irgendwie sah sie heiß aus. Moment wo kam dieser Gedanke jetzt wieder her? Wir standen auf und ging ins Bad. Danach zog ich mich in meinem Zimmer um. Ich antwortete noch schnell auf eine Nachricht und ging dann runter. Unten angekommen stockte ich. Lia hatte schon Frühstück gemacht? "Tja, wir haben zwei Bäder und ich brauche nicht so lange, um mich anzuziehen.", erklärte sie mir mit einem Zwinkern. "Ha ha ha!", entgegnete ich ihr sarkastisch. Wir frühstückten und fuhren dann zusammen zur Schule.

Lia verabschiedete sich und ging direkt zu ihren Freunden. Ich begrüßte meine Jungs und wir redeten noch. Irgendwann schaue ich im Lias Richtung, weil irgendwer gerade laut quietschte. Sie stand mit Cole und Helene etwas abseits und hüpfte mit Helene auf und ab, während Cole nur lächelnd dastand. Dann umarmte Lia ihn und sie gingen rein. Wir rauchten noch unsere Zigaretten zu ende und gingen dann auch rein.

In der Mittagspause beschlossen Lia und ich heute an den Strand zu gehen. Ich wollte noch eine Surfstunde nehmen und entweder davor, oder danach, wollten wir schwimmen gehen. Da ich donnerstags länger Schule hatte als sie, würde Lia uns schon mal einen Picknickkorb machen. Mal schauen was sie so einpackte.

Als ich nach Hause kam, packte ich meine Sachen und ging dann zu Lia, die im Wohnzimmer schon auf mich warete. "Können wir los?", wollte sie wissen, als sie mich sah. Sie trug ein Sommerkleid und darunter ihren Bikini. "Ja, klar." Sie sah wie immer umwerfend aus. Moment... was dachte ich da schon wieder? Kopfschüttelnd folgte ich Lia, die mich jetzt fragend ansah. "Egal, vergiss es." Ich wollte ihr das nicht erklären. Wir nahmen ihr Auto und ich überließ das Surfboard einladen ihr.

Kurze Zeit später:
Während Lia das Board auslud, ging ich schon in die Surfhütte und fragte nach einem Termin. "In drei Stunden hätten wir einen frei. Soll ich ihn für Sie buchen?", wollte die Dame am Tresen wissen. "Natürlich, danke." "Gern Geschehen. Tschüss." Ich verabschiedete mich ebenfalls und ging dann zurück zu Lia. Sie hatte bereits einen Platz gefunden und bereitete gerade ihr Handtuch aus. Mein Surfboard hatte sie hinter ihrem Handtuch in den Sand gesteckt. Ich trat zu ihr und nahm mein Handtuch aus meiner Tasche. Dann legte ich es neben Lias, auf dem sie mittlerweile schon lag. Ich legte mich neben sie und erzählte ihr von meinem Termin. Wir entschieden zuerst schwimmen zu gehen und dann das Picknick zu essen. Ich zog mir mein Oberteil aus und ging dann Richtung Wasser. Ich drehte mich noch einmal um und sah, wie Lia ihr Kleid auszog. Sie kam auf mich zu, zog mich dann aber zurück zu unseren Taschen. Sie holte zwei Schnorchelsets aus ihrer Tasche und drückte mir eins in die Hand. "Was soll das?", wollte ich von ihr wissen. "Komm einfach mit.", mit diesen Worten ging sie weg vom Wasser. Okay?! Ich folgte ihr, obwohl ich keine Ahnung hatte, was ihr Plan war. Lia lief um die schwimmende Terrasse herum und ging ein Stück dahinter ins Wasser. Sie zeigte mir ihr zu folgen und ich ging ebenfalls ins Wasser. Wir zogen uns die Schwimmbrillen an und Lia schwamm etwas raus. Dann tauschte sie ab und ich sah nur noch ihren Schnorcheln aus dem Wasser ragen. Sie schwamm nun um eine Stelle herum und ich kam zu ihr. Unter Wasser war eine Art kleines Korallenriff, ein paar Pflanzen und einige Fische. Es war wunderschön. Man konnte denken es wäre eine eigene Welt, in der alles heil wäre, alles funktionieren würde und es nichts schlechtes gäbe. Ich tauchte auf und sah Lia an. Sie war ebenfalls erde aufgetaucht. "Wow, es ist wunderschön. Wann hast du es entdeckt?", wollte ich wissen. "Vor ein paar Wochen. Du bist der erste und einzige, dem ich es bisher gezeigt habe." Ich war zutiefst berührt. Womit hatte ich so einen wunderbaren Menschen in meinem Leben nur verdient?

Mr. Gray nextdoorWo Geschichten leben. Entdecke jetzt