Was hatte er mit mir gemacht? Sein Blick hatte mich förmlich gezwungen die Wahrheit zu sagen. Moment ... Ich hatte Jason, meinem Stiefbruder und einem Arschloch, gerade gestanden, dass ich ihn liebte?! Oh man! Er starrte mich an und ich wappnete mich schon für das Schlimmste, doch er ging. Er ging einfach weg und ließ mich stehen?! Ich erstarrte und blieb einfach stehen.
Ich weiß nicht wie lange ich da stand, aber irgendwann kam Jason runter. "Lia?!" Ich antwortete nicht. Ich war immer noch wie erstarrt. "Sorry, dass ich eben einfach gegangen bin, aber ich war überrumpelt. Ich weiß, dass du mich jetzt wahrscheinlich hassen wirst, aber der Kuss war nur eine Wette. Tyler hat mit mir gewettet, dass ich es nicht schaffe, das du meinen Kuss erwiderst und ich habe mich darauf eingelassen. Es tut mir leid. Ich konnte ja nicht wissen, dass du dich in mich verliebst und ich wollte das nicht. Ich wollte dich nie verletzen!" Er stockte. Er hatte mich nur wegen dieser Wette geküsst? Das war zu viel. "DU BIST SO EIN ARSCH! ICH HABE DIR VERTRAUT, ICH HABE DIR VON JARED ERZÄHLT UND WIE SEHR ER MICH VERLETZT HAT. DU HAST MICH GETRÖSTET UND ES VERSTANDEN. DU HAST EURE FREUNDSCHAFT BEENDET, ODER ETWA DOCH NICHT? DU HAST IHN UND DAS WAS ER GETAN HAT GEHASST! JETZT ZIEHST DU FAST DASSELBE WIE ER AB?! ICH DACHTE DU WÄRST BESSER! JA, ICH LIEBE DICH VERDAMMT. ABER DAS IST WAHRSCHEINLICH DER GRÖßTE FEHLER MEINES LEBENS. ICH DACHTE DU WÄRST NETT UND ANDERS, ABER DU BIST GENAUSO SCHLIMM WIE TYLER UND DIE ANDEREN. MOMENT... NEIN! DU BIST SCHLIMMER!!! LASS LICH AB JETZT EINFACH IN RUHE. UND JETZT GEH!", ich schrie meine ganze Wut raus. Jason kam auf mich zu und schien noch etwas sagen zu wollen. "GEH EINFACH UND LASS MICH IN RUHE!", schrie ich ihn mit letzter Kraft an. Dann sackte ich zusammen und fiel auf den Boden. Wieder kam Jason, diesmal zögernd, auf mich zu. "Geh!", wimmerte ich nur. Zu mehr hatte ich keine Kraft. Er sah verletzt aus, ging aber trotzdem. Ich kauerte mich zusammen und ließ meinen Tränen freien Lauf.
Kurze Zeit später:
Ich hörte wie die Eingangstür aufging, doch es interessierte mich herzlich wenig. Dann wurde ich von zwei Armen umschlungen. Jetzt hob ich den Kopf und erkannte Hel. Was auch immer sie hier machte, interessierte mich gerade nicht. Hauptsache sie war da! Ich schluchzte wieder und sie umarmte mich fester.
Nach einer Weile wurden meine Tränen weniger. Ich schaute zu Hel und krächzte ein "Danke" Sie umarmte mich als Antwort fester. Wir saßen mittlerweile auf der Couch und ihr Shirt war komplett durchnässt. "Ehrlich gesagt hat Jason mich angerufen. Er hat sich Sorgen gemacht und du hast ihn nicht an dich rangelassen. Da ich weiß wo euer Zweitschlüssel ist, bin ich auch ohne zu klingeln reingekommen. Was ist eigentlich passiert?" Ich erzählte ihr unter weiteren Tränen die Kurzfassung und ihre Augen weiteten sich. "Was für ein Arsch!", meinte sie am Schluss. Das war zwar noch untertrieben, aber sie verstand mich. "Ich habe eine Idee. Du packst deine wichtigsten Sachen ein und ich hole dich in einer Viertelstunde ab. Ach, und sorg dafür, dass du Jason nicht über den Weg läufst." Es war als würde sie mir einen Rettungsring zuwerfen. Ich nickte und sie umarmte mich nochmal, bevor sie ging.
Ich schlich hoch ins Bad. Dann nahm ich mir das Nötigste und schlich in mein Zimmer. Ich schloss ab und zog dann meine kleine Reisetasche unter dem Bett hervor. Ich schmiss alles aus dem Bad rein, ging an meinen Schrank und holte frische Klamotten für morgen raus. Dann packte ich noch meinen Schlafanzug und mein Ladegerät ein und war auch schon fertig. Hel wollte in sechs Minuten zurück sein, also hatte ich noch etwas Zeit. Ich ging rüber ins Bad und wusch mir übers Gesicht. Schminken machte keinen Sinn, weshalb ich meine Tasche nahm und mich unten auf die Couch setzte. Wir hatten schon nach 22:00Uhr, doch das störte mich nicht. Ich hatte noch nie geschwänzt, aber morgen würde ich definitiv nicht in die Schule gehen.
Kurze Zeit später:
Es klingelte und ich ging zur Tür. Ohne weiteren Gruß ins Haus folgte ich Hel zum Auto. Wir stiegen ein und ich fragte sie, was wir jetzt vorhatten. "Das wirst du gleich erfahren."
Kurze Zeit später:
Wir waren bei ihr und stiegen aus. Ihre Mutter war übers Wochenende bei Verwandten. Als Hel die Tür aufschloss, meinte sie zu mir "Ich weiß, dass du noch nie geschwänzt hast, aber morgen sollten wir vielleicht zu Hause bleiben." "Ist schon gut." Als ich die Küche betrat, entdeckte ich Cole. "Hey ... Was ist passiert?!" "Jason ist passiert. Er hat mich nur geküsst, weil er mit Tyler gewettet hat, ob ich einen Kuss von ihm erwiderte oder nicht." Und schon wieder flossen strömeneweise Tränen über meine Wangen und ich wurde in eine Gruppenumarmung gezogen.
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Mr. Gray nextdoor
Teen FictionLiana's Mutter hat sich wieder verliebt. Als ihr Freund Alex und sein Sohn Jason bei ihnen einziehen, kracht es am Anfang häufig. Nach einer Weile werden sie jedoch wie Geschwister. Doch ist da noch mehr? Liana versucht eine Antwort zu finden. 24.12...
