Jason:
Ich kam vollkommen besoffen nach Hause. Ich hatte bestimmt zehn Whiskys getrunken und freute mich wirklich nicht auf den Kater morgen. Aber man muss halt mit den Folgen seiner Taten leben.
Ich machte mich fertig und ging an Lia's Zimmer vorbei. Sie wimmerte leise und ich ging in ihr Zimmer. Ich setzte gerade zu einer Entschuldigung an, als ich sah, dass sie schlief. Lia weinte im Schlaf? Die Schuldgefühle holten mich etwas aus meinem Rausch und mir liefen ebenfalls ein paar Tränen über die Wangen. Ich deckte sie nochmal richtig zu und gab ihr einen Kuss auf dem Mund. Sie zuckte kurz und ihre Tränen ließen etwas nach. Ich ging in mein Zimmer und schlief schnell ein.
Am nächsten Morgen:
Ich wachte mit brummendem Schädel auf. Langsam bereute ich gestern so viel getrunken zu haben, aber ich war so entspannt wie lange nicht mehr. Ich stand auf und schlurfte ins Bad, um eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Abgschlossen! Ich ging hoch ins Bad unserer Eltern, nahm mir da eine Tablette und ging duschen. Dann schlich ich runter in die Küche. Dort saß Lia schon. Sie hatte sich ein Marmeladenbrot gemacht. Ich setzte mich zu ihr und nahm mir erstmal ein Wasser. Als ich das Glas auf den Tisch stellte, zuckte ich zusammen. Sie schaute kurz auf, widmete sich dann aber wieder ihrem Brot. Ich setzte mich zu ihr und machte mir ebenfalls ein Brot, aber mit Nutella. Dann nahm ich mir mein Handy und schaute in meine Nachrichten. Ich hatte von einer gewissen 'Nadja' eine Nachricht. Stirnrunzelnd öffnete ich sie und mir wurde klar, dass ich sie gestern kennengelernt haben musste. Nur konnte ich mich nicht an sie erinnern. Sie wollte wissen, ob wir uns heute treffen wollten und ob ich ihr Angebot doch noch annahm. Ich schrieb ihr, dass ich mich leider nicht an sie erinnern konnte und brach den Kontakt somit ab. Ich schrieb noch in unsere Gruppe, wie es den anderen ging und bekam überraschenderweise gutgelaunte Antworten wie 'Super, dir Bro?' Ich fragte mich wieviel sie getrunken hatten und konnte mich schon wieder nicht erinnern. Lia stand auf und ging. Sie hatte also beschlossen mich zu ignorieren. Ich konnte es ihr nicht verübeln, denn meine Reaktion wäre wahrscheinlich ähnlich. Ich ging ins Wohnzimmer und setzte mich auf die Couch. Mein Kopfschmerzen ließen langsam nach. Dann nahm ich mir wieder mein Handy vor. Lia hatte mich schon oft Suchti genannt und ich vermutete sie hatte Recht, aber es war mir egal.
Ich hatte eine Nachricht von Dad. Sie würden morgen abend zurück sein. Ich hatte keine Ahnung was Lia vorhatte, aber unsere Eltern würden merken, dass zwischen uns etwas nicht stimmt. Ich hatte ehrlichgesagt keinen Bock, dass Dad von meiner 'Wette' erfuhr, denn das würde sicherlich Folgen haben. Ich antwortete ihm kurz, dass alles okay sei und ich mich freuen würde und beschloss dann in die Stadt zu gehen. Ich fragte Tyler, ob er Zeit hatte und er bejahte. Wir verabredeten uns in einer Viertelstunde an der Bushaltestelle in der Stadt. Ich machte mich fertig und ging dann los.
Liana:
Ich schrieb Hel und Cole, dass alles okay sei und hörte dann Musik. Der bisherige Samstag verlief ruhig und ich war froh drüber. Jason klebte das ganze Frühstück über an seinem Handy, was meine Vermutung mit der Sucht bestätigte. Immerhin hatte er so keine Gelegenheit sich bei mir zu entschuldigen. Ich sah es positiv. Bisher hatte ich es noch nicht bereut wieder hier zu sein und nicht bei Hel. Ich hatte keinen Bock mehr auf Musik und nahm mir ein Buch, doch nach ein paar Kapiteln wurde ich schläfrig. Ich beschloss kurz die Augen zu schließen, da ich letzte Nacht wieder nicht richtig geschlafen hatte. Immerhin hatte ich tagsüber noch nicht einmal geweint. Zwar waren da immer noch der Kloß im Hals und das stechen in der Brust, aber die waren auch da, wenn ich weinte, also hatte ich nichts verpasst.
Ich döst etwas weg und wachte dann anderthalb Stunden später wieder auf. Mist! Ich musste noch essen machen. Ich rannte runter und fragte mich wo Jason war. Egal! Ich machte schnell HotDogs und rief dann widerwillig "JASON, ES GIBT ESSEN" durchs Haus. Keine Antwort. Er war so ein Idiot! Ich schrieb ihm in der Hoffnung er würde das mitbekommen.
"WENN DU NICHT SOFORT ZUM ESSEN KOMMST, TRETE ICH DIR IN DEINEN SCHEIß ARSCH. DU HAST KEIN RECHT MICH ZU IGNORIEREN!"
Ich wartete auf eine Antwort und die kam auch ein paar Minuten später.
"Bin mit Tyler unterwegs, sorry dass ich nicht Bescheid gesagt habe.
Jason"
Ich aß alleine und musste sagen es war irgendwie komisch. Die ganze Situation zwischen Jason und mir war komisch.
Damn fiel mir etwas ein: Was war mir Mom und Alex? Was sollte ich ihnen erzählen? Sie würden doch sofort merken, dass etwas nicht stimmt und die Wahrheit konnte ich ihnen definitiv nicht erzählen! Was sollte ich jetzt also machen?
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Leute, wir haben die 400 Reads geknackt! Habe es erst vorhin gemerkt.
Danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke.
Eure Leonie36
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Mr. Gray nextdoor
Ficção AdolescenteLiana's Mutter hat sich wieder verliebt. Als ihr Freund Alex und sein Sohn Jason bei ihnen einziehen, kracht es am Anfang häufig. Nach einer Weile werden sie jedoch wie Geschwister. Doch ist da noch mehr? Liana versucht eine Antwort zu finden. 24.12...
