Kapitel 23

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Marina

Wir ergatterten uns einen Platz am Fenster in einem kleinen Pub nahe meiner Wohnung und starrten auf die vorbeieilenden Menschen.

„Die haben es tatsächlich geschafft das ich mich wie ein 15 jähriger Freak fühle der es nicht auf das Konzert seines Lieblingssängers geschafft hat!" spottete torry. Skeptisch zog ich eine Augenbraue nach oben und sah sie an.

„Wusste nicht das Dean dein Lieblingssänger ist." Nun war es Torry welche die Augen verdrehte.

„Du weißt wie das gemeint war!"

„Weiß ich das?" stur starrten wir in unsere Drinks und versuchten den missratenen Abend einfach hinter uns zu bekommen.

„Na Ladys, wer hat euch denn die Laune verdorben?" Ein junger Mann löste sich von einer Gruppe an der Bar und hatte sich auf einen der leeren Stühle neben Torry gesetzt. Ich hatte weder Lust noch genug Nerven um mit einem angetrunkenen Typen über meine Gefühle zu reden, also sah ich aus dem Fenster und beobachtete die dünnen Regenfäden welche sich vereinzelt vom Himmel abseilten.

„Ist sie irgendwie schlecht drauf?" er lehnte sich auf den Tisch so dass er Torry mit der Schulter anstupsen konnte.

„Ihr Freund hat sie versetzt." gestand sie und sofort wurde sie mit einem stechenden Blick bestraft.

„Wie wäre es wenn wir es gleich auf eine Leuchtreklame schreiben damit es auch der letzte Depp weis?" fauchte ich sie an.

„Ich hol uns mal neue Drinks." Tonlos stand sie von ihrem Hocker auf und bewegte sich in Richtung Bahr und ich spürte das schlechte Gewissen sie so angefaucht zu haben in meinen Schläfen pochen. Doch mich allein mit dem fremden Mann sitzen zu lassen war wohl bereits ihre Strafe an mich.

„Und was geht sonst?" er sah mich an doch ich hob nur die Schultern und stützte den Kopf in den Händen ab.

„Was halt so geht wenn man versetzt wird."

„Betrinken?" er zog eine Augenbraue nach oben. Verlegen blickte ich ihn an und nickte schüchtern. Der Typ stand auf ging zur Bar mit einem letzten abschätzenden Blick sah er noch einmal zu mir ehe er sich wieder der Bar widmete. Ich rührte in den Eiswürfelresten meines Drinks und wartete dass Torry bald kommen und wir einfach irgend wo anders hin gehen könnten, als der Stuhl neben mir knarzend zur Seite geschoben und ein frisches kühles Glas Gin Tonic vor mir abgestellt wurde.

„Ich helfe gerne anderen Menschen." Der Typ von gerade eben welchen ich dachte verjagt zu haben gesellte sich zu mir und stieß mit meinem Glas an. Zum ersten Mal seit der Abfuhr von Dean lächelte ich und war dankbar.

„Da war wohl jemand schneller!" Torry setzte sich auf ihren Platz zurück und stellte die beiden frischen Drinks vor uns ab.

„Ich glaube deine Freundin verträgt den dritten Drink auch noch!" Meinte der Fremde an unserem Tisch. Schulterzuckend zog ich auch dieses Glas auf meine Seite des Tisches und beeilte mich beim leeren des vorherigen Glases.

„Wenn Dean wüsste das mich hier ein fremder Mann abfüllt würde er sich hoffentlich in den Arsch beißen!" Das reden viel mir mit jedem Schluck schwerer und der bittere Geschmack des Tonic Wassers verging Ebenfalls.

„Ich bin kein fremder Mann, ich bin Bradley!" Der Fremde Mann, Bradley, hielt uns die Hand hin und anstatt diese wie von ihm offensichtlich erwartet zu schütteln, schlug ich, wie Jungs das meistens untereinander machten, ein.

„Cooper du rettest uns den Abend!" Nuschelte ich, da ich bereits bei der Hälfte des dritten Drinks angekommen war. Verdutzt richteten sich zwei Augenpaare auf mich und Torry schüttelte amüsiert den Kopf.

First trip to LondonGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt