Während ich den nassen Stoff der Badehose leicht nach oben zog, spürte ich schon richtig wie Makotos Blick auf mir brannte, was mich nur noch unruhiger werden ließ.Als man die Wunde oder nein besser gesagt den dunklen, großen blauen Fleck sehen konnte, beließ ich es dabei und sah nur ganz langsam hoch in Makotos grüne Augen, die sich bei diesem Anblick erschrocken weiteten.
Langsam ging der braunhaarige in die Hocke und begutachtete die Stelle genauer.
,,Rei..warum hast du denn bitte nichts gesagt? Du hättest dich beim schwimmen doch nicht damit rumquälen müssen.."Ich sah bedrückt zur Seite und starrte die Wand an. Wie gerne würde ich ihm jetzt die Wahrheit sagen..
,,I-ich hab mich einfach nicht getraut..ich kann sowieso noch nicht wirklich gut schwimmen und fühle mich sowieso so als wäre ich euch nur ein Klotz am Bein.."Mit jedem Wort hatte ich mehr das Gefühl das meine Stimme versagen und ich in Tränen ausbrechen würde..aber ich schaffte es einigermaßen mich zusammen zu reißen.
,,Mensch Rei..du bist uns doch kein Klotz am Bein! Wir sind Freunde, deswegen brauchst du auch gar keine Angst zu haben wenn du Schmerzen hast..schau doch wozu sowas führt..",sagte er und legte mir die Hand auf das gesunde Knie.
,,Warst du bei einem Arzt damit?",fragte er und ich schüttelte vielleicht ein bisschen zu hektisch den Kopf.
,,N-nein, das wird schon gut gehen..",sagte ich woraufhin Makoto nur besorgt seufzte.
,,Wie du meinst..aber wenn es schlimmer wird mach das bitte, denk an deine Gesundheit."Ich erwiderte lediglich ein stummes nicken und merktd wie ich langsam anfing zu zittern.
Typisch wenn man von etwas wärmeren Pool in die kalten Umkleiden geht.,,Das Training ist fast rum..zieh dich schon mal an okay? Wir räumen noch schnell alles auf und gehen dann.",sagte Makoto noch lächelnd bevor er mich alleine ließ.
Ich wartete bis die Tür der Umkleide ins Schloss fiel, stand anschließend auf und lehnte die Stirn depremiert gegen die kalten Fließen an der Wand
Warum verdient jemand wie ich bloß so tolle Freunde?Ich wusste es nicht und ich glaube kaum, das es eine logische Theorie in Sachen Freundschaft gibt, die ich aiswendig lernen kann.
Stumm löste ich mich von der Wand und fast ebenso stumm zog ich mich schließlich um.Kaum waren die anderen in der Umkleide unterhielten wir uns bereits wieder lebhaft, selbst Haru sagte ein paar Worte, was für ihn wirklich viel ist.
~~~
,,Hey Rei, wir gehen schon wieder zusammen nachhause oder? Gestern hattest du ja was zu tun..es war voll langweilig in der Bahn.",sagte er lächelnd und kratzte sich verlegen am Hinterkopf, was verdammt niedlich aussah.
,,Natürlich kleiner.",sagte ich lächelnd und strich ihm stumm durchs Haar.
Sofort wurden die Augen des jüngeren groß und ein leichter Rosa-Schimmer bildete sich auf seinen Wangen.Ich lächelte und winkte Makoto und Haru noch zum Abschied zu, als meiner und Nagisas Zug in den modernen Bahnhof einfuhr und wir kurz darauf einstiegen.
Mit jeder Station die wir fuhren, spürte ich wie sich mein Magen zusammen zog. Ich wollte wirklich nicht nachhause...und auf meinen Stiefvater treffen..
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I just want to be free...
FanfictionRei Ryugazaki ist 17 Jahre alt. Trainierter Sportler und fleißiger Schüler. Doch zuhause sieht die Welt anders aus. Schläge und Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Dann sind da noch seine Freunde, besonders Nagisa, die davon nichts wissen dürfen...