„Wer war das?", fragte er und mir fiel ein Stein vom Herzen.
„Hey, Jakob! Das war nur mein bester Freund, Ethan.", erklärte ich kurz.
„Was meinst du damit, dass du es ihm gar nicht sagen durftest?", fragte er.
„Das Geburtstagsgeschenk für seine Mutter. Die hat bald Geburtstag und eigentlich sollte es eine Überraschung sein.", erklärte ich.
Hey! Das war gar nicht mal ganz gelogen, seine Mutter hat wirklich bald Geburtstag!
Jakob nickte.
„Und wie geht es dir?", fragte er, kam auf mich zu und wir klatschten uns ab.
„Ganz gut, habe noch Fieber und meine Fäden müssen gezogen werden.", berichtete ich ihm.
„Tut mir leid, dass du es nicht geschafft hast zu fliehen, was ist denn passiert?", fragte er.
„Der erste Wagen ist plötzlich stehengeblieben und die Anderen sind in ihn reingefahren.
Marc hatte aber zu viel Schwung. Um auszuweichen, hat er gedreht und wir sind vom Weg abgekommen und haben uns überschlagen. Du kannst dir ja denken, was passiert ist."
Ok, ich gebe es ja zu. Das war jetzt wirklich gelogen. Aber ich hätte ja schlecht erzählen können, was wirklich passiert ist!
„Oh! Ich kann es mir gut vorstellen!", meinte er mitfühlend.
Doch da klingelte es und Jakob verabschiedete sich wieder.
Dieselbe Geschichte erzählte ich jedem anderen auch, welche zu mir kamen.
Georg, William und ein paar Mädchen aus meiner Klasse.
Ansonsten lag ich die ganze Zeit im Bett herum und dachte nach oder wenn wirklich niemand da war, begann ich heimlich zu trainieren.
Zuerst überlegte ich wie es die letzten Male war, als ich meine Kräfte benutzt hatte.
Ich war wütend! Bevor meine Kräfte ausbrachen, war ich immer extrem wütend gewesen.
Aber das konnte ich mir ja schlecht aussuchen.
Ich wusste auch, dass es zwecklos war, zu versuchen, sich das Gefühl zu wünschen. Das hatte nicht geklappt.
'Irgendwann kommt es wie von selbst', vielen mir Rose's Worte ein.
Das half mir jedoch auch nicht weiter. Denn soweit war ich nicht.
Ich setzte mich aufrecht hin. Dann schloss ich meine Augen und streckte meine Hand aus.
Ich versuchte irgendwie das Gespür zu kriegen, die gesamte Energie in meine Hand zu leiten.
Aber es tat sich nichts.
Ich beruhigte mich damit, dass es ja schlecht beim ersten Mal klappen konnte.
Also versuchte ich es erneut.
Die Energie des Körpers, der Flamme in mir, in meine Hand leiten.
Und zu meiner eigenen Überraschung, spürte ich es.
Erstaunt öffnete ich die Augen und die Energie verzog sich wieder.
Aber dennoch war ich etwas glücklich. Und noch motivierter.
Ich meine, ich hatte es beim zweiten Versuch schon geschafft. Und die Wahrscheinlichkeit geht ins unendliche.
Erneut schloss ich meine Augen und ließ die wohlig-warme, kribbelnde Energie durch meinen Körper in Richtung Hand gleiten.
Nein, sie raste nicht, da ich es nicht übertreiben wollte.
Dennoch erreichte sie in Sekundenschnelle (obwohl ich es mehr zurückhalten wollte) meinen Arm.
Doch erneut verschwand es.
Aber das war nicht schlimm.
Ich war glücklich.
Nach weiteren Versuchen in denen die Energie kurz vor meinem Arm stoppte, legte ich eine kleine Pause ein.
Das war wirklich anstrengend und ich legte mich kurz hin und schlief ein.
***
„Herein!", sagte er. „Hallo! Habt Ihr Zeit oder störe ich?", fragte Luan. Er nickte. „Ja, ich habe gerade eine Pause. Immer so viel Arbeit.", meinte er und Luan kam rein.
„Und alles in Ordnung bei dir? Frau, Sohn?", fragte er.
„Ja, alles gut. Mein Sohn ist ja auf dem Internat und bei meiner Frau ist auch alles in Ordnung.", antwortete Luan. „Ich wollte heute bowlen gehen, kommt Ihr mit?", fragte er.
„Ich habe noch etwas Arbeit vor mir. Außerdem kann ich nicht einfach so in die Öffentlichkeit. Das weißt du doch!", sagte er.
Luan zuckte mit den Schultern.
„Dann eben nicht.
Sollten wir nicht wenigstens versuchen uns das Feuer oder vielleicht ein anderes Element zu holen? Ich habe mit Jonas noch ein Hühnchen zu rupfen.", wollte er wissen.
Er lachte.
„Ich fürchte nicht, wenn du noch gesund wieder kommen willst. Die Elemente sind sehr stark. Man sollte sie nicht unterschätzen, so wie meine Vorfahren es getan haben.", meinte er.
„Können wir nicht Eure Waffe benutzen?", fragte Luan hoffnungsvoll. „Nein! Sie wissen zwar, dass sie existiert, aber sie habe nicht die leiseste Ahnung davon wie mächtig sie ist. Jahrzehnte lang hat die Dunkelheit darauf gewartet diese Waffe herstellen zu können und mir ist es endlich gelungen.
Das ist eine Ehre für mich und ich will sie nicht versauen.
Außerdem bin ich immer noch dabei sie zu duplizieren oder glaubst du die eine Halle wird reichen. Wir warten, bis sie hierherkommen. Wir kennen die Umgebung. Wir können Fallen bauen, sie in den Hinterhalt führen und ein Kinderspiel daraus machen. Warum erst die Mühe machen und uns auf den Weg zu ihnen begeben?", fragte er.
„Na, aber wenn wir uns die Schwächeren holen, sind sie schon mal nicht so viele und wir können sie bedrohen, das wir dem Gefangenen etwas antun.", meinte Luan.
„An wen denkst du denn?", erkundigte er sich.
„Na die Luft zum Beispiel. Sie ist nicht stark und wir können sie schnell überraschen.", meinte Luan. „Sie ist eine Schwäche des Wassers und die könnten wir nutzen.", erklärte Luan.
„Durchaus sind Geschwister Schwächen. Jedoch ist die Luft nicht wehrlos. Ihr Bruder passt immer auf sie auf und ich weiß, dass sie noch ein Geheimnis hat, welches wir noch nicht gelüftet haben. Und solange wir es nicht wissen, sollten wir auch nichts tun.", erwiderte er.
„Ihr solltet es wissen!", meinte Luan und er nickte. „Was ist denn mit eurer Familie.", fragte Luan.
„Sie wissen, dass ich viel zu tun habe.", erklärte er nur.
„Dann lass ich Euch mal wieder Eurer Arbeit nachgehen!", sagte Luan und stand auf. Er nickte zustimmend, dankte ihm noch für den Besuch und dann ging Luan wieder.
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Fire
Фэнтези„Es ist vollbracht!", flüsterte er. „Mit dieser Waffe kann ich die vier Elemente endlich unter meine Gewalt bringen. Und keiner kann mich aufhalten!", rief er und lachte. ---------------------------------------------------------- Dann stöhnte ich...
