Verbundenheit: das Gefühl der Zusammengehörigkeit
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Heute war bereits Donnerstag, dass hieß: Tryouts. Ich konnte kaum schlafen, als ich um 5 Uhr morgens aufwachte, fühlte es sich an als hätte ich nur für fünf Minuten geschlafen.
Ich wälzte mich noch gut eine Stunde in meinem Bett hin und her, bis ich beschloss aufzustehen. Ich zog mich schnell an und ging die Treppen herunter in die Küche und was mich dort erwartete ließ mein Herz höher schlagen.
Auf dem Küchentresen in der Mitte der Küche waren neben Rührei, Bacon, Würstchen, Früchten, Müsli und Bagels natürlich auch Pancakes aufgereiht. Mit offenem Mund bestaunte ich das ganze Essen.
„Na, Überraschung gelungen?" hörte ich Luke hinter mir sagen und ich drehte mich zu ihm, mit einem riesigen Lächeln, um.
Luke hatte ein riesiges Grinsen auf seinen Lippen. „Du spinnst doch, du bist bestimmt schon ewig wach!" meinte ich und umarmte ihn.
„Du musst doch gut gestärkt in den Tag kommen" sagte er und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Also, auf was wartest du!" er drückte mir einen Teller in die Hand und unser Ess-Marathon begann.
Ein einhalb Stunden später hörte ich die Hupe von Ben. Ich war so vollgefressen, dass sich meine Motivation sich überhaupt aus dem Haus rauszubewegen gegen Null ging. Dennoch rappelte ich mich auf.
„Vielen Dank, es war mega lecker" sagte ich und umarmte ihn noch einmal. „Gib dein bestes beim Tryout. Ich weiß, du schaffst das".
„Guten Morgen" sang ich, als ich bei Ben in das Auto stieg. „Morgen" meinte er und hob seinen Blick von seinem Handy, „Wieso bist du so gut gelaunt?".
„Ich hatte ein wunderbares Frühstücksbuffet, Luke hat sich eine riesen Mühe gegeben" grinste ich ihn an, „Und du gibst mir nicht mal Bescheid? Wir hätten es uns teilen können" schmollte er.
„Du treibst heute ja auch keinen Sport" antwortete ich mit einem Grinsen, gespielt verletzt legte er seine Hand auf seine Brust, „So viel bin ich dir also wert" jammerte er und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen.
Bens Handy klingelte, er warf einen kurzen Blick darauf, seufzte dann, anschließend schob er sein Handy in die Hosentasche und fuhr los. „Wer schreibt dir denn?" fragte ich neugierig. „Lee, er terrorisiert mich schon den ganzen Morgen. Ich soll dir ausrichten, dass Lee dir viel Glück nachher wünscht und dass du dein Handy ausmachen sollst, notfalls habe ich die Befugnis dir dein Handy wegzunehmen" erklärte er mir.
Lee war bereits gestern zurück nach New York geflogen, schließlich musste er auch irgendwann mal arbeiten gehen. Er hatte mir gestern bereits viel Glück gewünscht, aber es war schon fast klar, dass er damit auch noch Ben Nerven musste.
„Ich hab den Eindruck Lee wird allmählich ein wenig paranoid. Soll das Jason von seiner manipulativen Masche abhalten? Wenn er mich in dieser Hinsicht wirklich manipulieren würde, hätte er trotzdem noch tausende Möglichkeiten. Und wenn wir mal ehrlich sind, weiß er doch genau, dass das Tryout schon schwierig genug sein kann" überlegte ich laut.
Ben fuhr auf den Parkplatz, „Ja, das kann schon sein" er zuckte mit seinen Schultern. Wir stiegen aus und gingen in die Schule. Der Tag verging recht schnell und dann gingen Ben, Liam und ich runter ins Stadion.
„Ich warte oben auf der Tribüne auf euch" er biss einmal von seinem Muffin ab, „bis ihr fertig seid, um euch zu beglückwünschen" vollendeter er seinen Satz mit vollem Mund. „Wenn du schon mit vollem Mund reden musst, kannst du uns wenigstens etwas von deinem Schokomuffin abgeben" er verdrehte seine Augen und gab mir widerwillig seinen Muffin.
Ich biss einmal ab und gab ihm wieder seinen Muffin zurück, „Hättest mir ja auch bisschen mehr übrig lassen können" motzte er und ich verdrehte meine Augen.
Liam ging in die Jungsumkleide, während ich weiter in die Mädchenumkleide ging. Ich zog mich um und lief dann raus auf das Feld.
Na ja, und dann stand ich also ernsthaft hier. Liam und ich hatten uns bereits warm gelaufen und stellten uns neben die anderen Teilnehmer des Tryouts.
Aufgereiht neben Zwei-Meter-Typen und 100-Kilo-Gewichten. „Wir haben 4 Prüfungen vorbereitet..." begann der Coach. Ich hasse Jason dafür, dass er mich nochmal hier stehen lässt und noch mehr hasse ich ihn dafür, dass er einen Meter hinter dem Coach steht und dieses nervige, selbstgefällige Grinsen auf den Lippen trägt.
„...wir fangen mit dem 40-yard dash an, nach Alphabetischer Reihenfolge." Also 40-yards so schnell es geht. Mit Sullivan ist man denkbar spät dran, deshalb entschied ich mich, anders als die anderen, meine Muskeln mit leichtem Joggen warm zu bekommen und warm zu halten.
Liam war in nur wenigen Sekunden die 40-yards gerannt und Jasons Blick nach zu urteilen, gefiel ihm das ebenso wenig, als mich zu sehen.
„Sullivan, Lilian" rief der Coach und augenblicklich stand ich an der Linie. Ein kurzer Blick an die Ziellinie, zeigte Jay, der genervt zu mir runter schaute. Er dachte, ich würde es nicht schaffen. Dem werde ich es zeigen.
Die Pfeife des Coachs erklang und ich sprintete los, so schnell es ging. Und kaum habe ich mich versehen laufe ich hinter der Ziellinie aus. Jay notiert etwas auf seinen Block, während ich mich zu den anderen Teilnehmern stellte.
„Hey Lily" hörte ich eine leise Stimme von der Tribüne. Ich drehte mich um und sah Kyle, Noah und Tyler. Die drei besten Freunde von Jay und alle drei, Teil des Football Teams. Ich lief schnell zu ihnen rüber.
„Was macht ihr denn hier?" lachte ich, als ich vor ihnen stand. Mit den dreien verstand ich mich echt gut, die einzige Sache war, dass sie sich so gut mit Jay verstanden.
„Wir müssen doch unsere Lieblings Footballkameradin anfeuern" grinste Noah. „Das ist doch einfach mies von Jay, dass er dich noch einmal hier teilnehmen lässt" meinte jetzt Kyle. „Er möchte mich nur aus dem Team kicken. Aber dem werde ich es zeigen" Die drei grinsten mich zufrieden an. „Das ist unsere Lily" sagte Tyler, „Aber das sollte für dich auch kein Problem sein".
„Wie teilen euch jetzt in Gruppen ein:" verkündete Jason, „Linemen gehen einmal zu Ross" meinte Jason, „Und die Defense Spieler und Special Teamer gehen bitte einmal rüber zu Tim" er zeigte zu Tim, der als Linebacker im Footballteam spielte. Bisschen mehr als die Hälfte ging zu Tim, dabei auch Liam. „Gibt es irgendjemanden der sich als Quarterback meldet?" fragte Jason und hob die Augenbrauen.
Es hatte sich schon ewig niemand für die Position des Quarterbacks bei den Tryouts gemeldet – ganz zur Freude von Jason. Und auch heute meldete sich niemand. Jason lächelte zufrieden. „Die Running backs gehen zu Kyle und jetzt müssten hier nur noch die Wide Receiver stehen" sein Blick blieb bei mir hängen.
„Wir werden jetzt ein paar Bälle fangen, ich nenne die Routen und ihr gebt euer bestes den Ball zu fangen" meinte er. Ich drehte mich um, um noch drei Jungs zu sehen. Wir stellten uns auf und Jason holte zwei Bälle.
Jason rief uns Routen zu, die wir dann rannten, um anschließend den Ball zu fangen. Das Fangen der Bälle war absolut kein Problem, aber Jason warf mit der Zeit den Ball immer schneller, sodass man stetig konzentriert bleiben musste.
Aber nach einer halben Stunde war es geschafft. Alle Teilnehmer des Tryouts standen gesammelt auf dem Feld. Der Coach hatte die ganze Zeit uns beobachtet und bereits die Auswahl an Spielern herausgesucht, die es in die Mannschaft schaffen.
„Wir haben uns entschieden, dieses Jahr wählen wir Miles Walsh," wir applaudierten, als der erste zu dem Coach ging, „Dylan Butler," ein weiterer Junge lief zu dem Coach hinüber. Normalerweise entschieden sie sich für vier Spieler, und vor allem weil letztes Jahr nur ein Spieler auf das College ging.
„Brandon Hamilton" der dritte Junge lief hinüber und langsam stieg doch die Panik, dass ich es nicht sein würde, deren Namen er nennt.
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Auf dem Feld
Teen Fiction„Ich hasse dich!" brülle ich ihn an. Meine Hände waren zu Fäusten geballt und durch meinen ganzen Körper schoss das Adrenalin. Ich funkelte ihn ärgerlich an „Ich hasse dich so sehr! Halt dich einfach aus meinem Leben raus!" „Was ist wenn ich das nic...
