In unserer Liebesgeschichte wusste ich nicht, ob ich fliege oder falle.
Ob Yoongi der Wind unter meinen Flügeln war, oder die Schwere , welche mich in die Leere zog.
Aber eigentlich war es mir egal, denn ich war glücklich.
-𝓤𝓹𝓭𝓪𝓽𝓮𝓼: 𝓜𝓸𝓷�...
„Du dachtest du könntest damit umgehen?" „Ja, ich hatte die Ruhe vor dem Sturm nicht erkannt und dann, als der Sturm kam ihn unterschätzt." „Und jetzt nochmal verständlich", gab RM grinsend von sich. „Es war ein Schneeballsystem aus Problemen, ein Problem stieß das andere an und brachte, das nächste Problem ins Rollen. YoongisSelbstzweifelzerfraßen ihnen förmlich, während er keinen Job finden konnte. Ich versuchte ihn zu beruhigen, es zu überspielen, ohne zu merken, wie sehr ich mir eigentlich selbst damit schadete...."
25.10.
Ich hörte die Tür Krachen und schreckte zusammen. Ein Instinkt in mir schrie sich zu verstecken, was für eine dämliche Idee. Das ist doch bloß Yoongi, mein Freund, der mich liebte. Ich setzte ein Lächeln auf und drehte mich um: „Und wie lief's, Süßer?"
Wütend knallte er seine Tasche auf den Boden und schmiss sich, ohne die Jacke auszuziehen, auf das Sofa. „Es lief Scheiße, was denkst du denn?" Ich gab mir alle Mühe nicht verletzt zu sein, er hatte bloß einen schlechten Tag, aber das war okay. „Was haben sie denn gesagt?", fragte ich vorsichtig.
„Nichts! Nichts haben sie gesagt, das übliche halt, dass sie sich noch mal melden würden, Arschlecken. Ich weiß doch ganz genau, dass sich kein Schwein bei mir melden wird." Anstatt mir meine Enttäuschung ansehen zu lassen, musste ich ihn unterstützen: „Bloß nicht die Hoffnung aufgeben, Yoongi, das wird schon, schau, immerhin wirst du zu persönlichen Gesprächen eingeladen."
Ein bitteres Lachen entfuhr ihm und er warf mir einen zynischen Blick zu: „Ja! Zu sechs inzwischen! Und keiner hat sich danach bei mir gemeldet. Auf den Papier bin ich perfekt und im echten Leben einfach nur scheiße! Die Leute sind nicht blind, keiner wird mich einstellen."
„Ach, du bist bloß ein wenig aus der Übung, lächle beim nächsten Mal einfach ein wenig mehr und sei charmant, ganz leicht", ich versuchte es mit einen aufmunternden Lächeln.
„Wenn es so leicht ist, warum suchst du dir nicht mal einen festen Job, huh? Anstatt hier rum zuklugscheißern."
Das ging zu weit. Sein gehässiges Gesicht fiel in sich zusammen, als er meinen Ausdruck sah: „ Oh mein... Baby, das tut mir leid, so war das nicht gemeint, ich bin bloß so gestresst."
Ich sah zu Boden und blinzelte gegen die Tränen an: „Alles gut." Am Rand vernahm ich wie er aufstand, die Jacke aufhängte und sich schließlich neben mich fallen ließ. Sein kaltes paar Lippen küsste mich in den Nacken und ich hob meinen Kopf. Er hatte sich in den letzten Wochen verändert. Inzwischen waren seine Augenringe so dunkel wie der Ansatz, welcher aus seinem Haar spross.
Es war, als würde sich sein Körper der Dunkelheit in seinem Inneren anpassen. Seine Lieder verborgen die Leere in seinen Augen, als er diese schloss und sich zu mir vorbeugte und anschließend seine Lippen auf meine presste. Ich erwiderte, obwohl mir eigentlich gar nicht danach zumute war. Schmerzvoll krallte er sich in meine Haare und drückte mich in die Couch. Seine Zunge schob sich von beinahe verzweifelt in meinen Mund. Ich griff an seine Seiten, um das plötzliche Gewicht, welches auf mir lastete zu stützen. Yoongi fiel anscheinend nicht auf, wie er mich erdrückte.
Ich hatte sowieso das Gefühl, dass ich ihm nicht auffiel. Seine Lippen wanderten weiter zu meinen Hals und saugten sich dort ein wenig zu doll fest. Ein Stöhnen entkam mir, ob es nun vor Schmerz oder vor Lust war, wusste ich selbst nicht ganz. Mit einem Mal spürte ich seine Zähne an meiner empfindlichen Haut, die ganze Situation wurde mir zu viel und bestimmend schob ich Yoongi von mir fort. Fragend sah er mich an: „Was ist denn?"
In meinen Kopf herrschte vollkommendes Chaos, das Einzige was ich wusste ist, dass ich hier raus musste: „Ähm... Mir ist bloß gerade eingefallen, dass ich Kookie versprochen habe ihn mit seinem Zeugs zu helfen?" Skeptisch hob mein Freund die Augenbraue: „Was den für Zeugs?" und setzte sich auf. „Ach du weißt schon, so haushaltszeug eben, vorher habe ich mich ja darum gekümmert." Sein Lächeln war mir eine Spur zu verächtlich: „Stimmt, ich vergesse immer wieder was für ein Baby er noch ist...aber muss das gerade jetzt sein?"
„Ehm ja...", ich sprang auf und schnappte mir schnell Jacke und Schlüssel „Wir sehen uns später!"
Nachdem ich die Tür geschlossen hatte und die Treppe runtergeflüchtet war, atmete ich tief aus und ein. Okay, Jimin, sowas kann schon mal passieren. Da ich jetzt irgendwie keine andere Wahl hatte schrieb ich Kookie an, während mich meine Füße auf vertrauten Wege trugen.
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Die Tür wurde schwungvoll vor mir geöffnet und mein ehemaliger Mitbewohner strahlte mir entgegen: „Jiminie! Mit dir hatte ich ja gar nicht gerechnet, komm rein!"
Lächelnd kam ich rein und fühlte mich gleich zu Hause: „Mhm was riecht hier den so herrlich?", fragte ich ihn und hängte mein Jacke am gleichen Hacken wie immer auf.
„Die Abwesenheit deiner Schmutzwäsche", erwiderte der Jüngere frech und ich lachte. „Nein, jetzt ehrlich." Kookie schmunzelte: „Ich war gerade dabei Kekse zu backen, als du mich angeschrieben hast." Tatsächlich ich vernahm den Geruch von Zucker und geschmolzener Butter, außerdem auch leise Musik aus der Küche. Er sah mir meine Begeisterung wohl an: „Wenn du willst, können wir das ja jetzt zusammen machen." Ich nickte eifrig und folgte ihm in die Küche und lauschte kurz der Musik.
„A chair is still a chair, even when there's no one sittin' there
But a chair is not a house and a house is not a home"
„Aww da scheint mich wohl jemand zu vermissen!", konnte ich mir dir den Kommentar lächelnd nicht verkneifen. Kookie wurde ganz rot und ging zur Bluetooth Box um das Lied zu wechseln, doch ich fasste ihn am Arm: „Nein, lass es nur an."
Einen Moment sahen wir uns an, bevor er den Blick abwandte und- kam es mir nur so vor, oder wurde er gerade tatsächlich noch roter? Dieser Junge war einfach Zucker. Zu meinem Erstaunen fühlten sich meine eigenen Wangen auch ein wenig warm an, also ließ ich seinen Arm wieder ganz schnell los und ging zur kleinen Anrichte, an der ein Kochbuch lehnte. Während ich mir das Rezept durchlaß, sang ich leise den Text mit.
„I'm not meant to live alone, turn this house into a home
When I climb the stairs and turn the key
Oh, please be there, sayin' that you're still in love with me"
Jungkooks Stimme unterbrach mich: „Du kennst das Lied?" Erstaunt drehte ich mich zu ihm um und fuhr mir peinlich berührt durch die Haare: „Ähm ja, es war mal bei Glee." Kookie fing an zu grinsen. „Hast du den Vanille Zucker schon dazugetan?", fragte ich schnell, um vom Thema abzulenken.
Kookie schüttelte den Kopf und ich übernahm diese Aufgabe, unterdessen er den Ofen vorbereitete. Und während wir so zusammen backten und immer wieder zusammen die Lieder mitsangen, fühlte es sich an, als wäre ich nie fort gewesen.
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Any Gleeks here? xD
Was haltet ihr von den Reaktion der Beiden? Lässt Yoongi seinen Frust zu sehr an Jimin aus? Oder ist Jimin einfach nur zu sensibel? Und wen könnt ihr Tendenziell besser verstehen? Würde mich interessieren.
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Eine schöne Woche (und freien Tag) euch, bis zum nächsten Mal!