05.04.
„Wir sind gleich da, bist du schon aufgeregt?" Nach 4 Stunden Fahrt und zwei Staus, war meine anfängliche Aufregung ein wenig abgeflämmt. Doch nun wo, ich langsam meine alte Wohngegend wieder erkannte, schoss mir die Nervosität in sämtliche Gliedmaßen.
„Ja, schon." RM sah aufmunternd zu mir rüber: „Es wird schon alles gut, du bist damit nicht allein." Ich nickte und knetete meine Hände in meinem Schoss. Es kam mir vor, als bestünde meine Gedankenwelt aus einem langen grauen Korridor und hinter jeder Tür verbargen sich mögliche Szenarien. Eines schrecklicher und verletzender, als das Andere.
Wir bogen in meine Straße ein.
„Welches Haus?" Ich sah mich um und bekam einen Klos im Hals, wieder hier zu sein, fühlte sich nicht richtig an. „Das mit der Steinfassade und den großen Fenstern." RM pfiff anerkennend: „Man das Haus ist echt der Hammer."
Meine Lippen zierte ein gezwungenes Lächeln. Das war nicht mehr mein zu Hause, ich fühlte mich hier wie ein Eindringling.
RM hielt am Straßenrand und wir gingen auf die Tür zu. Ich zitterte und mir wurde stark übel, am liebsten würde ich umkehren und weg laufen, soweit mich meine Füße tragen würden.
Der Ältere klingelte und eine ältere Frau öffnete die Tür.
Sie lächelte freundlich: „Hallo, kann ich ihnen helfen?" Ich holte tief Luft und ein Stein fiel mir von Herzen.
Diese Frau war mir vollkommen fremd.
„Guten Tag, tut mir leid für die Störung, wir sind auf der Suche nach der Park Familie."
RM lächelte und ich sah förmlich wie die Unbekannte dahin schmolz: „Die wohnen hier leider lange nicht mehr, mein Guter. Aber ich sollte ihre aktuelle Adresse noch haben, da am Anfang die Post noch hierhin geschickt wurde. Wartet ganz kurz."
Sie verwand ins Innere des Hauses und RM auf mich herab: „Alles Gut? du siehst ziemlich blass aus." Ich nickte: „Ja, alles in Ordnung, hier zu sein ruft nur wieder Erinnerungen hoch."
Er tätschelte mir sanft die Schulter, als auch die Dame wieder im Türrahmen erschien: „Hier", sie drückte RM ein Zettel in die Hand, „Ich hoffe sie sind nicht wieder umgezogen, viel Glück." Mein Begleiter lächelte und verbeugte sich höfflich vor ihr und wünschte ihr noch einen schönen Tag.
Als wir wieder im Auto saßen und RM die neue Adresse ins Navi eingab, sah ich noch ein letztes Mal zum Haus zurück. Wieso sie wohl umgezogen waren?
Vielleicht um alle Erinnerungen an mich vollkommen auszulöschen und neu anzufangen, zusammen und glücklich ohne mich.
Zum hundertsten Mal an diesem Tag kamen mir Zweifel. Allerdings riss mich das Geräusch des starteten Motors wieder aus meinen dunklen Gedanken.
„Wir haben Glück, ihr neues Haus befindet sich nur 5 min von hier." Ich nickte, mein Mund fühlte sich zu trocken zum Sprechen an.
Je langsamer wir ranfuhren, umso schneller schlug mein Herz. Ja, sprang mir beinahe schmerzhaft aus der Brust. Ich krallte mich in meinen Sitz fest, das Auto zu verlassen kam mir nicht wie eine Option vor.
RM berührte mich an der Schulter und ich schüttelte panisch den Kopf, ich wollte nicht aussteigen, ich konnte nicht aussteigen.
„Nimm es, du siehst aus als würdest du gleich umkippen." Ich sah runter auf eine Flache mit Wasser und griff danach. Die Flüssigkeit brannte in meiner Kehle und ich hustete. „Das ist kein Wasser", brachte ich mit einem Keuchen hervor. Er sah mich grinsend an: „Nein, das war Wodka, ich dachte du bräuchtest vielleicht was stärkeres."
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Loving him. /Yoonmin
FanfictionIn unserer Liebesgeschichte wusste ich nicht, ob ich fliege oder falle. Ob Yoongi der Wind unter meinen Flügeln war, oder die Schwere , welche mich in die Leere zog. Aber eigentlich war es mir egal, denn ich war glücklich. -𝓤𝓹𝓭𝓪𝓽𝓮𝓼: 𝓜𝓸𝓷�...
