„Aw, Kookie ist ein wahrer Freund, oder?" Meine Stimme wurde vollkommen ernst: „Kookie ist die einzige Familie die ich noch habe... das heißt wenn Kookie mir verzeihen kann." „Das wird er sicher." „Hoffentlich." RM lenkte wieder vom Thema ab: „Und was war mit Yoongi? Fand er schließlich einen Job?" Ich schüttelte den Kopf: „Nein, und die Lage wurde immer schlimmer, ich hielt es einfach nicht mehr aus, aber ich konnte es einfach nicht, ich konnte ihn nicht verlassen. Er ging mir nicht aus den Kopf, als ich ihn zum ersten Mal im Laden sah. Verschwand nicht aus meinen Gedanken, selbst nachdem er mich anschrie und von sich stieß und schließlich nistete er sich unwiderruflich in meinen Herzen ein, machte mich kaputt." „Du hörst dich wütend an." „Ich war auch wütend, wenn dich erst die Verletztheit und dann die Verzweiflung nicht weiter bring, dann wird man wütend..."
02.11.
Mein Herz raste, so wie immer, wenn Yoongi in meiner Nähe ist. Doch heute ist es anders, diesmal raste es aus Angst. Mit zitternden Händen kramte ich den Schlüssel heraus und öffnete die Tür zur Wohnung, wie üblich saß mein Freund mit einer Decke vor dem Fernseher. Vom Geräusch aufgeschreckt, drehte er sich zu mir um: „Wo warst du?" Kein Hallo, Jiminie, keine Küsse, keine warmen Blicke. Eine Kälte durchfuhr mich unangenehmer als die Winterluft draußen. „I-Ich war nur s-spazieren", meine stotternde Stimme verriet die Lüge hinter meinen Worten. Ich wusste es und er wusste es auch, dennoch stellte er mich nicht zur Rede. Es war ihm egal. Yoongi nickte und drehte sich erneut zum Bildschirm.
Er waren nicht die harten Worte oder die Finanzen, die mir Angst einjagten. Es war seine Gleichgültigkeit. Die Leere in seinen Blicken, seinen Worten, seinen Gesten. Sie machte mir eine Scheiß Angst. Es fühlte sich an, als hätte ich ihn bereits verloren. Bei ihm zu bleiben machte mich kaputt, ich kann einfach nicht mehr, ich hasste diese Wohnung, dieses Bett, diese Kälte. Ich hasste mich. Genau wie Yugyeom, machte ich Yoongi kaputt und haute dann ab. Wieso kann er mich nicht verlassen und glücklich sein? Oder wollte ich nicht nur einfach wieder glücklich sein. Verdammt, es war, als wäre ich in diesem Alptraum der Monotonie gefangen.
Mechanisch setzte ich mich auf das Sofa und sah zu ihm. „Wie war dein Tag?", fragte er, als würde er die Wörter wie ein Computer wiederholen.
„Gut, deiner?"
Plötzlich sprang er auf und pfefferte einen Umschlag auf den Tisch und ging in die Küche. Ich brauchte den Umschlag nicht aufzuheben, ihn nicht öffnen, weder lesen. Ich wusste, was es war. Eine weitere Absage. Letztendlich war es jedes Mal das Selbe. Ein Seufzten entfuhr mir und erschöpft fuhr ich mir durch die Haare, danach folgte ich ihm, mit den Brief in der Hand, in die Küche.
Ohne das Gesicht zu verziehen kippte sich der Minthaarige den Alkohol herunter. „Sag nichts, okay", murmelte er und füllte sich gleich noch ein Glas nach. „Was soll ich denn sagen?"
Er feixte: „Fuck, denkst du ich bemerke deine beschissen- enttäuschten Blicke nicht? Steck sie dir doch einfach in den Arsch."
Vor ein paar Wochen hätten mich diese Worte noch getroffen, aber inzwischen war ich sie gewohnt. „Da steckt meistens schon dein Schwanz drin, Darling."
Mit dem Brief in der Hand ging ich zur Spüle und warf ihn rein und schnappte mir den Alkohol.
„Was wird das denn?", fragte Yoongi, ohne jegliche Emotionen.
Ich war es so leid, die Angst, die Einsamkeit und vor allem seine Gleichgültigkeit. Achtlos hinsichtlich der Menge tränkte ich den Brief mit der Spirituose und nahm kurzerhand ein Streichholz von der Theke, anschließend zündete ich das Ganze an. Innerhalb von Sekunden loderten Flammen auf, welche ich fasziniert anstarrte. Atemberaubend. Ich wendete mich Yoongi zu, geschockt fixierte er den brennenden Brief. „Was hast du getan...?", zum ersten Mal war seine Stimme nicht leer, sondern beinahe ängstlich. Sogleich raste ein berauschendes Gefühl durch meine Venen und ich grinste.
Schlagartig löste sich der Ältere aus der Erstarrung und drehe den Wasserhahn auf: „Scheiße...Scheiße...Scheiße...." Das Feuer verging und ich lachte. Mit weit aufgerissenen Augen drehte er sich wieder zu mir, nachdem er die Flammen gelöscht hatte. „Steck dir deine geschockten Blicke doch einfach in den Arsch", wiederholte ich seine Worte und kicherte.
Wie eine Wildkatze die sich seiner Beute näherte, kam er langsam auf mich zu, bis er schließlich vor mir stehen blieb und seinen Kopf schräg legte. „Wieso hast du das getan, huh?"
„Um die Mauern in dir nieder zu brennen und bisschen mehr als Verachtung, Wut und Leere in deinen Augen zu sehen."
Er kam mir noch näher, stütze sich mich mit der einen Hand an der Theke hinter mir ab und mit der anderen fuhr er mir in die Haare und krallte sich dort fest. Seine dunklen Augen fixierten mich lüstern. „Dann fick mich, Baby."
Ohne zu zögern verband ich unsere Lippen mit einander und zog ihn mit beiden Händen an der Hüfte näher an mich. Er keuchte und ich schob ihm meine Zunge in den Mund und ließ sie mit seiner um die Dominanz kämpfen. Nachdem wir beiden keine Luft mehr bekamen, lösten wir uns einen Augenblick. Jedoch nahm ich schon gleich darauf seinen Mund in Beschlag und knabberte leicht an seiner Unterlippe. Yoongi stöhnte leise und zog mich in Richtung Schlafzimmer, wo ich ihn unsanft auf das Bett stieß und schließlich über ihn kletterte.
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Mit einem Tuch säuberte ich uns nachdem wir beide gekommen waren, Yoongi zwischen uns und ich in ihm. „Ich liebe dich", murmelte der Junge neben mir, wohl eher zum Kissen als zu mir. Lächelnd erwiderte ich seine Worte und legte mich neben ihm unter die Bettdecke. Während er sofort einschlief, starrte ich unbewegt zur Decke. Ich fühlte gar nichts.
Irgendwie war es angenehm und bedrückend zu gleich. Nur rum zu liegen machte mich fertig und vorsichtig, um Yoongi nicht zu wecken, schlich ich mich in die Küche. Nachdem ich mir ein Glas Wasser aufgefüllt hatte, sah ich dieses an und dachte über die letzte halbe Stunde nach.
Ich hatte ihn gefickt, so wie er es wollte. Nicht geliebt. Meine Hand verkrampfte sich um das Glas und ich sah zur Spüle rüber.
Alles was nur noch übrig war, war Asche.
Ich schluchzte. Wann war ich nur so tief gesunken? Ich löste mich von dem Glas und sank kraftlos zu Boden, wo ich mich an die Anrichte lehnte. Unaufhörlich liefen mir die Tränen über die Wangen.
Und nur mit einer Boxer bekleidet, angezogenen Knien, zerbrach ich einer Küche, geschüttet von Schluchzern.
Noch nie wollte ich so sehr, dass es endete.
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Ein schweres Kapitel am Morgen. Bei all dem Stress habe ich gestern vergessen zu updaten, also sorry an die Person, die gestern kein Kapitel bekommen hat.
Langsam baut sich das Drama auf. Ich hoffe es hat euch gefallen, falls ihr Vorschläge habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare....oder so xD
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag, bis nächste Woche (dann auch pünktlich)
~❤️✌️
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Loving him. /Yoonmin
FanfictionIn unserer Liebesgeschichte wusste ich nicht, ob ich fliege oder falle. Ob Yoongi der Wind unter meinen Flügeln war, oder die Schwere , welche mich in die Leere zog. Aber eigentlich war es mir egal, denn ich war glücklich. -𝓤𝓹𝓭𝓪𝓽𝓮𝓼: 𝓜𝓸𝓷�...
