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„Aber damit war noch nicht alles geklärt, oder?"

Ich schluckte die Bitterkeit herunter: „Nein...nichts war geklärt, ich...RM....ich weiß wirklich nicht..." Mir blieb die Luft weg und ich biss mir auf die Unterlippe. Eine schreckliche Kälte erfüllte mich und es war als sei ich immer noch in den Erinnerungen gefangen, als könnte ich dem, was damals passiert war nicht entkommen.

Am Rand bekam ich mit, wie RM mir behutsam über den Rücken strich. Seine Worte hörten sich an, als würde er von dem Ende eines langen Tunnels zu mir sprechen: „Hey...Hey! Jimin, atmen... hier nimm meine Hand und drücke sie so fest wie du kannst." Automatisch folgte ich seinem Befehl und drückte die große Hand. Der Druck war der Anhaltspunkt zurück zur Realität. Ich war nicht mehr dort. Ich war hier, bei RM. Langsam bekam ich wieder ordentlich Luft und konnte mich auf das Gesicht meines Freundes fokussieren. Besorgnis prägte seine Züge: „Geht's wieder?"

Ich nickte und holte erneut tief Luft: „I-Ich weiß n-nicht was ich falsch g-gemacht habe. Wieso er mich...so b-behandelt hat."

„Ich bin mir sicher, dass du absolut nichts falsch gemacht hast. Seine Fehler sind nicht dein Verdienst, Jimin...Magst du mir erzählen was damals vorgefallen ist?"

                        !!!!!!!!! Triggerwarning: sexueller Übergriff !!!!!!!!!!

25.11.

Jungkook zu sehen war schön, irgendwie bessert er immer meine Laune, bei ihm fühlte ich mich wie in einer warmen Blase, abgeschieden von der Realität. Die Momente, wenn ich nur Jimin war und er nur Kookie. Bloß beste Freunde, die zusammen rumalberten.

Doch jetzt platzte die Blase.

Yoongi zerstach sie.

„Ist alles in Ordnung?", fragte ich ihn unauffällig wiederholt. Er seufzte genervt.

„Ja! Es ist alles in Okay, kannst du bitte aufhören zu nerven?"

Er war mal wieder gereizt, vielleicht von der neuen Arbeit, oder wohlmöglich von etwas anderem. Aber ich habe mir vorgenommen in nächster Zeit besser auf ihn und seine Gefühle einzugehen, anstatt sie dauernd zu ignorieren.

„Wirklich? Du weißt, dass du mit mir reden kannst."

Sein Kiefer verspannte sich und seine Augen wurden kalt: „Glaubst du wirklich ich sei so schwach? Der arme, zerbrechliche Yoongi, der sich jede verdammte Woche in deinen Armen ausheulen muss? Wenn ich irgendwie „verstimmt" wirke ist das nicht, weil ich mich ritzen will, sondern weil du mich nervst!" Ich kniff die Augen zusammen und versuchte den Schmerz in meiner Brust zu verdrängen, den seine Worte hervorgerufen haben. Er meinte es nicht so.

„Willst du, dass ich gehe?" 

„Scheiße, mach doch was du willst", er wandte sich ab und erklärte somit das Gespräch für beendet.

Das kann nicht alles gewesen sein, irgendetwas war zwischen, worüber er nicht reden wollte. Doch wie sollte ich es je wissen, wenn er die Karten nicht offen auf den Tisch legte.

Ich würde nicht gehen, er brauchte mich und er liebte mich.

Versöhnlich rückte ich näher zu ihn ans Sofa und legte ihm meine Hand auf das Bein.

Als sei es ein widerliches Insekt stieß er sie davon. Der minthaarige stand auf und wollte sich Richtung Sessel bewegen, als er stehen blieb.

Ruckartig drehte er sich um und sah auf mich herab, dabei hatte er diesen Blick. Kalt und grausam. Ich hasste es, innerlich wappnete ich mich schon gegen seine nächsten Worte.

Loving him. /YoonminWo Geschichten leben. Entdecke jetzt