„Drei Tage wozu?", fragte RM. Mein Herz fing an zu rasen und mir wurde übel, er ist die erste Person vor der ich es aussprechen würde. Wieso fragte er auch? Konnte er sich nicht denken wie diese Geschichte weiterging? Warum ich jetzt hier saß, voller Reue. „Zum leben....", brachte ich hervor und atmete tief ein und aus, bevor ich anfing vom absoluten Tiefpunkt meines Lebens zu erzählen....
A/N: Man, habe ich Angst das hochzuladen, bitte ließt es sehr kritisch und nimmt nicht alles so hin, was in diesem Kapitel steht.
!Triggerwarnung: Suizid!
13.11.
Ich will sterben, ich will sterben, ich will sterben.
Der Satz kreiste in meinem Kopf wie ein Mantra. Ich hasse das. Ich hasse mich.
Alles war so kaputt und hoffnungslos. Das Einzige was ich wollte, war das es aufhörte.
Ich saß in diesem scheiß Glaskasten und sah wie mein Leben sich davor abspielte, ohne dass ich jegliche Kontrolle darüber hatte. Was konnte ich schon ausrichten? Yoongi litt, für Jungkook war ich kein guter Freund und mehr an Familie ist mir nicht geblieben.
Einmal wollte ich die Kontrolle über meine Entscheidungen haben. Ein einziges Mal nicht durch das Glas sehen können, sondern es zerbrechen. Es gibt nur einen Weg hier raus. In meinen Kopf formte sich eine Idee und plötzlich kam es mir so vor, als hätte ich noch nie in meinem Leben etwas so sehr gewollt.
Ich ging enthusiastisch zum Tablettenschrank und nahm mir die Packung Schlaftabletten, danach griff ich nach der teuersten Flasche Whiskey die ich besaß und stellte beides auf den Tisch. Aus meiner Küche holte ich schließlich ein edles Glas und stellte es dazu. Ich starrte die Gegenstände vor mir an.
Es hatte etwas Festliches und beinahe poetisches.
Kurzerhand machte ich die Flasche auf und füllte mir etwas ein. Anschließend trank ich davon und schloss die Augen, er war wirklich gut, leicht herb mit einer süßen Note wie von Früchten, doch gleichzeitig war auch ein nussiger Beigeschmack drin.
Meine Hände öffneten die Tabletten Packung und ich schüttete mir welche auf die Hand. Diese kleinen unscheinbaren Dinger bestimmten nun über Leben oder Tod. Ich starrte sie fasziniert an und nahm schließlich eine und schluckte sie mit dem Alkohol runter.
Ich hatte es getan. Ich habe es wirklich getan. Das war meine Entscheidung. Ein Glücksgefühl breitete sich in meiner Brust aus und ich nahm noch eine, und noch eine und noch eine. Als meine Hand schließlich leer war legte ich mich zufrieden auf das Sofa und starrte an die Decke.
Ich war glücklich. Vollkommen unbeschwert. Jede Last war mir von den Schultern gefallen und ich fühlte mich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit leicht. Gleich könnte alles vorbei sein. Der Gedanke gefiel mir.
Und wenn nicht?
Dann würde mich schon was einfallen. Ich ließ alles los. Mein Leben war jetzt nicht mehr in meinen Händen. Es war in niemandes Händen. Nicht in Yoongis, nicht in Jungkooks, nicht in meinem Chaos. Jetzt entschied einzig allein das Schicksal. Mein ganzer Körper wurde schwer und ich schloss meine Augen.
Das war gut. Ich könnte jetzt sterben. Ich könnte jetzt leben. Entweder wird das jetzt ein Anfang oder ein Ende. Ich liebte die Vorstellung. Und ein Lächeln zeichnete sich auf meinen Lippen ab, als ich das Bewusstsein verlor.
...
Licht.
Das war das Erste, was mich empfing. War ich etwa wirklich gestorben? Eine unbekannte Aufregung durchfuhr mich, doch gleichzeitig bekam ich auch leichte Panik. Ich blinzelte.
„Jimin?" wessen Stimme war das?
„Yoongi, er ist wach!"
Eine weiche Hand umfasste mich und ich versuchte meinen Kopf zu drehen, wurde dann aber mit einen stechenden Schmerz davon abgehalten.
„Gott, Jimin... ich habe mir solche Sorgen gemacht. Ich liebe dich und ich brauche dich, die Sekunde in der ich dachte ich hätte dich verloren, war die schrecklichste meines Lebens."
Eine Träne lief mir die Wange herunter. Ich war am Leben. Ich schloss die Augen und lächelte.
Ich sollte wohl Leben.
Noch eine Chance bekomme ich nicht.
Ich will leben wollen.
„Danke" flüsterte ich bevor mir die Augen wieder zufielen.
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Bei all dem kritischen Sachen, den ich hier teilweise schon hochgeladen habe, ist das wohl das schwerwiegendste. Ich will und kann Selbstmord nicht schön reden.
Das Kapitel sollte nicht so "glücklich" klingen, doch aus Jimins Perspektive macht es mehr Sinn. Er ist alleine, daher denkt er nicht mehr rational über die Folgen seines Todes nach, er denkt nur an sich selbst. Für den einen mag das Kapitel nicht besonders niederschmetternd wirken, doch ich finde es ist das traurigste Kapitel von allen.
Wie kaputt muss man in einem Moment sein, wenn es einem mit Glück erfüllt zu sterben?
Passt auf euch auf und versucht nachzudenken.
Schöne Woche!
~❤✌
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Loving him. /Yoonmin
FanficIn unserer Liebesgeschichte wusste ich nicht, ob ich fliege oder falle. Ob Yoongi der Wind unter meinen Flügeln war, oder die Schwere , welche mich in die Leere zog. Aber eigentlich war es mir egal, denn ich war glücklich. -𝓤𝓹𝓭𝓪𝓽𝓮𝓼: 𝓜𝓸𝓷�...
