nr.30

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Princ lag neben mir und schlief tief und fest ganz im Gegensatz zu mir, mein Kopf und vorallem meine Gedanken hielten einfach nicht die Klappe.

Das ganze Schloss war voller Stille nur ab und an hörte man die Soldaten im Flur welche kurz ein Geräusch von sich gaben aber ansonsten war es still nur das leichte schnarchen von Ilay hörte ich durch die Zimmerwand und auch ab und ein gemurmel von Skyla.

Noch immer verstand ich nicht was die letzten genau 3 Tage passiert war, es was als wäre ich in einem Traum welcher gleichzeitig meine persönliche Hölle wurde.

Ich drehte den Kopf wieder von Princ weg und sah hinaus und damit hinter in die Stadt, selbst jetzt war sie hellbeleuchtet und ich hörte trotz der Scheiben die Autos oder auch die Menschen wenn ich mich konzentrierte.

Mein Blick ging zu meiner Uhr welche auf dem Nachtschränckchen lag

5:40

Super an Schlaf brauche ich jetzt wirklich nicht mehr auch nur denken, denn um 6 würde der Trubel im Palast anfangen damit würde ich sofort wach werden.

Man könnte meinen ich lag die ganze zeit auf der lauer aber wer nimmt es mir übel, im Schloss von Ajo kam es oft vor das Mädchen die fröhlich einschliefen nie wieder wach wurden.

Seufzend schlug ich die Decke um und stand auf, das Zimmer in dem ich schlief war wunderschön.
Die Wände waren schneeweis mit blauen Flocken und auch ein paar Blumenranken welche um meim Bett herum hingen die irgendwie aus der Decke wuchsen, hatten wunderschöne blaue Blüten.

Vorsichtih berührte ich eins der Blätter und sofort spürte ich das gesammte Leben in diesem kleinen Blatt. Wir Elfen waren stark mit der Natur verbunden und allein diese kleine Berührung ließ mich lächeln.

Schon viel zu lange hatte ich keine Möglichkeit mehr gehabt mich wirklich mit der Natur verbunden zu fühlen.

Ich nahm meinen Finger von der blütte weg und sah hinaus, irgendwie hatte ich Lust etwas zu machen. Es war mir die letzten Tage ohne hin schon schwer gefallen nichts tun zu können oder nicht mal mit anzupacken aber genau das wollte ich jetzt ändern.

Schnell zog ich einen grauen dünnenpullover aus dem Schrank raus und eine stinknormale Jeans, natürlich Socken und Unterwäsche aber das is ja wohl klar.

Irgendwie machte mich der Gedanke glücklich endlich was tun zu können und nicht dauernd mich bedienen zu lassen, auch wenn ich sagen musste es war wirklich ein Luxus aber für mich auf Dauer war das nichts.

Ich zog mir das große T-shirt aus und sah mich im Spiegel an, ich war zwar immer noch blass trotzdem sah ich einen leichten rosa schimmer auf meinen Wangen. Auch meine Lippen waren viel röter und auch mein Körper hatte etwas mehr abbekommen, ich hatte zwar schon immer kurven aber nun kamen sie noch mehr zu Geltung.

Ich gestehe ich fühle mich wirklich wohl in meinem Körper und das hatte ich schon ewig nicht mehr, schnell zog ich mich um nahm die Zahnbürste in die Hand und fing neben bei an mir die Haare zu kämmen und mir einen einfachen Dutt zu machen.

Als das auch erledigt war spüllte ich mir den Mund aus und nahm mir die Schminke welche mir Skyla und Hanna da gelassen hatten. Ich hatte schnell gelernt von den beiden so das es nicht als zulang dauerte und alles perfekt saß.

Noch einmal sah ich in den Spiegel und lächelte mir selbst zu, trotz dem Chaos in meinem Kopf.

Schnell verließ ich das Bad und schnappte mir die schwarzen boots, Princ wurde wohl wach als ich mich auf den Sessel setzte und die Schuhe anzog.

"Guten Morgen " lächelte ich und strich ihm kurz über den Kopf bevor ich auf die Uhr sah.

6:20

Perfekt jetzt müsste es in der Küche schon los gehen  " na willst du mit mir ?" Princ streckte sich einmal komplett bevor er aus dem Bett sprang und mir aus dem Zimmer folgte.

"Prinzessin " erst sah der Soldat mich komisch an nickte mir dann aber freundlich zu " Guten Morgen " lächelte ich dem Soldaten zu und lief die Gang entlang.

Immer wieder hörte ich ein Guten Morgen welches ich fröhlich erwiderte und meinen Weg fort zu Küche ging, am großem Speisesaal vorbei wo um 8:00 die Königsfamilie sitzen würde und zusammen Frühstücken würde so wie jeden Morgen.

Als ich an der Küche ankam hob ich meine Hand und klopfte an der Tür sofort verstummte der Lärm und ich hörte getuschel bevor die Tür sich öffnete, eine Ältere Dame sah mich überrascht an.

"Guten Morgen Prinzessin " sie wollte knicksen wovon ich sie aber lächelnd abhielt " oh bitte nein sie müssen das nicht tun " sie lächelte mir überfordert zu und spielte an ihrer Schürze, man war es wohl nicht gewohnt das so früh jemand her kam.

"Was können wir für Sie tun?" Fragte sie vorsichtig, ein Lächeln legte sich auf meine Lippen " ich wollte fragen ob ich ihnen vielleicht etwas helfen könnte ?" Pure Überraschung stand ihr im Gesicht geschrieben aber auch allen anderen und schon fühlte ich mich unwohl " also ich ehm wenn das nicht geht dann -" eine Hand legte sich auf meine Schulter.

Ich drehte meinen Kopf und schon strahlte mich Mamila an " ich glaube du kannst mir heute helfen " sie ging an mir vorbei, begrüste alle und bekam von allen ein fröhliches hallo zurück.

Die ältere Dame lachte und bekam meine Aufmerksamkeit " kommen sie Prinzessin wir würden uns sehr über Hilfe freuen " schüchtern lächelte ich und trat in die Küche rein.

Sofort wurde mir gezeigt was ich machen könnte, nach und nach fing ich an mich fröhlich mit allen zu unterhalten und oft mals lachten wir alle auch laut.

Es war schön diese Fröhlichkeit und das Lachen aller selbst so früh am Morgen war etwas außergewöhnliches, noch nie hatte ich so etwas gesehen oder gespürt.

Princ hatte von einer der Frauen etwas zu Essen bekommen und hatte sich auf ein paar Decken am Boden gelegt, trotzdem beobachtete er die Umgebung und die Menschen um mich rum genau.

Er beschützte mich

"Mila ?" Mamila winkte mich zu sich, lächelnd gab ich an eine der anderen ab und ging zu ihr, sie hatte einen Teig vor sich und knetete ihn " du machst das Brot selbst?" Sie nickte " jeden Morgen stehen ich früher auf " grinste sie und ging zu Seite " probiert mal "

Ich zog die Ärmel hoch und fing an die selben Bewegungen wie sie zu machen, bis zu einem gewissen Punkt wo sie mich stoppte und mir eine Form hin stellte wo ich den Teig rein tat.

Diese nahm sie und stellte sie in einen der großen Öfen, ich strich mich vorsichtig eine Strähne aus dem Gesicht und plötzlich fing Mamila an zu lachen. Lachend kam sie auf mich zu, vorsichtig strich sie mir etwas von der Wange weg.

Sie sah mich einfach nur an genauso ich sie, ihre Arme legten sich um mich und genauso ich meine um sie.

"Ich bin so froh das du hier bist " murmelte sie leise in meine Schulter " ich auch " flüsterte ich zurück und drückte sie fest.

The OneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt