Pläne

419 27 2
                                        

"Was hast Du dir dabei gedacht, Bruder?", fragte Aro mich. Er saß auf seinen Thron in der Mitte.
"Was kann ich dafür, wenn die Spitze des Eiffelturms auf mich landet?!", entgegnete ich ihm wütend. "Es wäre genau DAS nicht passiert, wenn wir es so gemacht hätten, wie ich es wollte...". "Es nützt nichts...", unterbrach Marcus mich. "Es ist wie es ist. Es kann durch Worte nicht verändert werden".
Nach einer ganzen Weile, wo der Stille war, sprach ich mit ruhiger Stimme: "Was machen wir jetzt?" "Das ist die richtige Einstellung", erfreute sich Aro. "Erst warten wir ab. Sie werden vermuten, dass wir wieder angreifen...
Lassen wir die Lage sich etwas beruhigen bevor wir wieder handeln". Ich nickte und ließ mich auf meinen Thron fallen. "Und was machen wir in der Zwischenzeit?", harkte ich nach. "Was wir immer tun, Bruder", sagte Aro. "Wir bereiten alles vor und warten auf den geeigneten Augenblick...".

********************************

"Hahaha!", sprudelte es aus Emmett heraus. Auch Jasper und Mike stimmten mit einen lauten Lachen mit ein. "Da!". Emmett zeigte auf die Stelle, wo Caius lag. "Sein Gesicht... Haha... Warum bin ich nicht auch da geblieben?" "Das fragen wir uns auch die ganze Zeit", riefen Jasper und Mike.

Wir saßen alle im Wohnzimmer und schauten uns die Aufnahme an, die Alice und ich aufgenommen hatten.

"Ich wusste gar nicht, dass Caius noch blöder reingucken kann, als er es sonst tut...", blubberte es aus Mike. "Wie hätte er geglotzt, wenn ich noch vor ihm gestanden und ihn ausgelacht hätte...?" "Er hätte blöd aus der Wäsche geguckt... Oder in diesen Fall... Unter der Spitze des Eiffelturms", sagte Emmett ehe er wieder einen Lachflash verfiel. "Jungs", versuchte Esme sie wieder zu beruhigen. "Seid nicht so gemein. Er kann nichts dafür, dass das passiert ist...". Doch Mike unterbrach sie. "Doch, er kann was dafür... Er hätte sich nicht mit mir anlegen sollen, dann wäre sowas nicht passiert". Ich schüttelte nur den Kopf.
Alice stupste mich von der Seite an und hauchte: "Lass uns in mein Zimmer gehen". Ich nickte und verschwand mit Alice unbemerkt in ihren Zimmer. "Für das die Drei nicht auf diese Idee gekommen sind", flüsterte sie. "Dann wäre es noch viel schlimmer ausgegangen". "Ich weiß", hauchte ich ihr zu. "Sie hätten wahrscheinlich noch Caius in Brand gesetzt oder sowas ähnliches. Wie wäre es, wenn wir in der Stadt bummeln gehen und dabei Pläne schmieden?" "Prima Idee", stimmte sie mir zu. "Ich gehe kurz Rosalie und Bella Bescheid sagen. Vielleicht kommt sie auch mit". "Vielleicht?!", entgegnete ich. "Sie wird auf jeden Fall mitkommen". Dann verschwand Alice. Nach einer Minute tauchte sie mit Rosalie an ihrer Seite wieder auf. "Dann kann es losgehen", verkündete Alice. Wir Vier sprangen aus den geöffneten Fenster, setzten uns in Alice Wagen und fuhren los.

"Was habt ihr beziehungsweise die Jungs gemacht, während wir abwesend waren?", fragte ich, als wir uns auf eine Bank setzten.
Wir waren schon etwa vier Stunden hier shoppen und jede hatte mindestens sechs Tüten voll mit Klamotten, Accessoires und vielem mehr.
"Die Jungs hatten sich weiter über Caius lustig gemacht, während wir nur den Kopf schütteln konnten", antwortete Rosalie. "Manchmal frage ich mich, wie man so dämlich sein kann!? Obwohl... Emmett ist dabei voll...". "Das wollen wir nicht hören!", unterbrach ich sie. Erst warf sie mir einen finsteren Blick zu ehe wir Vier anfingen laut zu lachen.
Die Passanten, die an uns vorbei gingen, sahen uns entweder entsetzt oder verwirrt an.
"Lass uns nach Hause fahren", schlug ich vor. Die Beiden schauten mich desinteressiert an, während Bella meiner Meinung war. "Ihr könnt dann eure neuen Klamotten anziehen und die Anderen direkt mit einkleiden", sagte Bella. Dies überzeugte sie. Das sah man an ihren Gesichtern. Ihre Augen waren am Strahlen. "Dann komm!", riefen die Beiden, nahmen mich und Bella an den Armen und zerrten uns zum Auto.

Zu Hause angekommen, bekamen wir einen Schock. Carlisle und Esme waren nicht mehr da. Wir rannten ins Haus. "Wo sind Carlisle und Esme?!", brüllten wir durch ganze Haus, nachdem wir unseren Einkauf an die Wand gestellt hatten. "Hört auf so einen Lärm zu machen", beschwerte sich Emmett, der gerade am Treppengeländer erschienen war. "Sie sind gemeinsam auf eine Geschäftsreise gegangen". "Sie sind WAS?!" "Könnt ihr euch wieder beruhigen?", fragte Jasper, der neben Emmett aufgetaucht war. "Sonst sorge ich dafür, dass ihr euch entspannt". Wir schauten sie böse an. Sie zuckten, als unser Blick auf ihnen lagen. "Es gibt keinen Grund zur Sorge", versicherte uns Edward, der jetzt an Bellas Seite stand. "Wir haben etwas für euch vorbereitet". "Und was ist...?", Edward unterbrach mich. "Isabelle und Christina sind schon im Bett, genauso wie Juliette. Und Renesmee genießt es gerade von Jacob verwöhnt zu werden". Er ließ seinen Blick in die Runde schweifen ehe dieser bei mir haften blieb. "Und für Dich haben wir noch eine tolle Überraschung", verriet er. Ich schaute ihn misstrauisch an. "Wenn Du mir nicht glaubst, dann frag Alice". Ich schaute zu Alice. Auf ihren Gesicht erschien ein breites Grinsen. "Es wird dir gefallen", versicherte sie mir. "Was...", doch Edward unterbrach mich. "Nein. Du musst es schon selber herausfinden". Da ich keine vernünftige Antwort bekam, sagte ich ergeben: "Dann führt mich dorthin, bitte". "Geht doch", hörte ich von Emmett bevor Jasper ihn auf den Arm haute. "Aua!"
Edward schüttelte nur den Kopf. Dann nahm er mich an der Hand und führte mich etwas weiter entfernt vom Haus zu einer kleinen Hütte.
"Hier drin ist deine Überraschung", sagte er und übergab mir einen Schlüssel. "Als erstes erwarten Dich eine Massage. Was danach folgt, ist euch überlassen". Dann drehte er sich um und verschwand.
Ich schaute ein letztes Mal in die Richtung, wo er verschwunden war, bevor ich wieder zur Hütte blickte.
Sie sah fast so aus, wie die Hütte von Bella und Edward. Die Ausnahme war das Blumenbeet vor der Tür. Dort waren sehr viele verschiedene Blumen gepflanzt worden.
Ich schritt zur Tür, öffnete sie, trat ein und schloss die Tür. Ich sah mich um. Der Raum war hell erleuchtet von den Kerzen, die im Raum verteilt waren.
Im Schatten konnte ich eine rote Couch und vier dazu passende Sessel ausfindig machen. Es befanden sich auch andere Möbel im Raum, die aus dunklem Holz gefertigt waren. Vor mir auf den Boden war ein Weg aus roten Rosenblättern. Dort lag ein rosa Zettel mit einer Notiz drauf.
Ich bückte mich, nahm den Zettel und las ihn mir durch.

~Folge dem Weg aus Rosenblättern. Dieser wird Dich zu deinem Ziel führen. C.~

Ich schaute skeptisch auf den Zettel. 'Dieser wird Dich zu deinem Ziel führen'. Da bin ich mal gespannt.
Ich folgte dem Weg. Dieser führte zu einem Schlafzimmer.
Dieser Raum war auch nur mit Kerzen erleuchtet. Auch hier befanden sich Möbel aus dunklem Holz. Auf dem Bett war eine weitere Notiz.
Ich ging zum Bett und nahm diese.

~Entkleide Dich und lass Dich fallen. Ich verspreche Dir, Du wirst es nicht bereuen. C.~

Ich schaute mich im Raum um. Es war niemand zu sehen. Dann blickte ich wieder auf den Zettel.
Wer war 'C.'?
Ich legte den Zettel auf die Seite. Und stellte mich mit dem Gesicht zum Bett. "Es kann schon nichts schlimmes passieren", flüsterte ich. Dann entkleidete ich mich und legte mich auf das Bett, sodass ich auf den Bauch lag. Nach ein paar Minuten spürte ich, wie eine weitere Person das Zimmer betrat, auf das Bett kam und sich auf meinen Po setzte. Er legte seine Hände an meine Schultern und massierte mich. Ich entspannte mich. Das schien auch er mitzukriegen und wanderte mit seinen Händen an meiner Wirbelsäule immer weiter nach unten. Als er an meinem Becken angekommen war, drehte ich mich um. Eigentlich wollte ich ihn von mir runterschubsen, doch ich konnte es nicht, als ich in sein Gesicht sah. "Christoph?", flüsterte ich. Er nickte. Ich nahm sein Gesicht in meine Hände und küsste ihn leidenschaftlich. "Ich dachte...", versuchte ich zu sagen, als wir uns gegenseitig in die Augen sahen. "Ich sei tot", ergänzte er. "Ja, das war ich. Trotzdem bin ich jetzt hier in deinen Armen". Wir lächelten uns gegenseitig an. "Juliette", sagte ich. Christoph nickte und legte seinen Zeigefinger auf meine Lippen, als ich etwas sagen wollte. Er näherte sich und flüsterte mir ins Ohr: "Diese Nacht soll nur uns Beiden gehören". Er begann mich am Hals zu liebkosen.
Edward und Alice hatten Recht. Mir gefiel es. Auch Christoph sollte Recht behalten, denn diese Nacht würde ich niemals bereuen.

Und in dieser Nacht bekam ich nicht nur meinen geliebten Christoph zurück, sondern auch Wärme und Leidenschaft, die ich vor langer Zeit verloren hatte...

Mein Leben und IchGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt