„Das wird alles so perfekt laufen und wir werden sie alle sooo vom Hocker hauen!", grinste Irina neben mir, ohne mich zu beachten, und Dani gab ein kleines „Rawr" von sich als Bestätigung für Irinas Aussage.
Keiner von ihnen hatte bisher ein Wort mit mir gesprochen. Außer Dani. Nicht einmal Tiffany hatte etwas zu mir gesagt. Ich mochte sie gerne und ich hatte immer geglaubt, sie mich auch – aber der ach so heilige Vollidiot namens Styles hatte ihre Meinung über mich mit seinen schwachsinnigen und lächerlichen Aussagen wohl ratzfatz geändert. Wie traurig die Welt doch sein konnte.
Aber egal. Das tat jetzt nichts zur Sache.
Ich konzentrierte mich nur auf mich selber, denn wir mussten jetzt auf die Bühne und ich musste die beste Performance hinlegen, die ich jemals getanzt hatte.
„Justin kommt von der anderen Seite auf die Bühne. Los, Mädels, los, los, los!", trieb uns der Bühnenmanager an, der ein Headset trug und mit den Licht- und Tonmenschen die ganze Zeit in Kontakt stand.
Ich ging als erste auf die Bühne. Es war komplett finster, aber ich kannte den Weg. Ich wusste genau, wo ich mich hinstellen musste.
Ich positionierte mich und wartete darauf, dass Justin neben mir auftauchen und seine Hände auf meine Schultern legen würde, denn das war unsere Ausgangsposition für die Choreographie.
Mein Herz klopfte wie verrückt. Kennt ihr das, wenn in Filmen so ein lauter Herzschlag an spannenden Stellen eingefügt wird? Genauso war es gerade bei mir. Alles, was ich hörte, war mein eigener Herzschlag und sonst gar nichts.
Plötzlich ging das Licht an und ich war verwirrt. Im nächsten Augenblick sah in ....was??
Was?!?
Harry stand vor mir. Direkt vor mir. Mitten auf der Bühne.
Erschrocken schrie ich auf und sprang einen Schritt nach hinten.
Er hatte ein Mikrofon in der Hand, in das er jetzt hineinsprach.
„Ich möchte, dass mir jetzt alle in dieser Halle zuhören. Sam ist eine Lügnerin. Sie ist einer der schlimmsten Menschen, die ich jemals kennen lernen musste.-"
„Sam!"
„Sie ist unausstehlich."
„Sam!!!"
„Ich habe niemals auch nur einen Funken Sympathie für sie übrig gehabt."
„Sam!!!"
Jemand riss mich in die Höhe und meine Augenlider flogen auf. Ich starrte in Nialls blaue Augen, der mich in seine Arme zog und fest umarmte. Erst jetzt merkte ich, dass ich heftig um mich trat, zappelte, ihn schlug und laut weinte. Das stellte ich alles sofort ein wie eine Aufziehpuppe, deren Energie aufgebraucht war und von einen auf den nächsten Schlag sich nicht mehr rührte. Ich fiel in mich zusammen und ließ meine Stirn auf seine Schulter sinken.
„Ich habe Angst, dich hier alleine zu lassen. Deine Träume werden immer krasser...", flüsterte er besorgt.
Er wusste ja nicht einmal, was genau ich geträumt hatte, er hatte nur meine Reaktion gesehen...
Und das würde ich ihm auch nicht erzählen, was ich geträumt hatte.
Selbst wenn ich es gewollt hätte – ich hätte es nicht gekonnt. Ich versuchte, den Traum zu ergreifen und mich zu erinnern, aber es ging nicht. Er rutschte mir durch die Finger wie Wassertropfen, die man versuchte, mit den bloßen Händen aufzufangen.
Und dann war er weg.
Ich konnte nicht mehr sagen, was genau passiert war. An den letzten Traum von vorhin konnte ich mich erinnern. Als ich geträumt hatte, dass er hier an meinem Bett saß. Aber das war nur ein Traum. Und der zweite... ich wusste es nicht mehr. Es war um das Event heute gegangen.
DU LIEST GERADE
Heartdance
Fanfiction~ ღ Das 3. Buch der Hearts-Trilogie. ღ ~ Er war es, der meinem Leben wieder einen Sinn gegeben hatte. Er hatte mir gezeigt, dass es sich lohnte, dass man für etwas kämpfte. Für etwas kämpfte, das einen beinahe umbrachte, aber es war es wert. Er war...
