Als ich diese acht Wörter las, machte mein Herz einen riesengroßen Hüpfer. Er war echt hier? Er war hierhergekommen anstatt auf eine der krassesten Partys des Jahres, ach nein, des Jahrhunderts zu gehen??
Im nächsten Moment wurde ich aber ein wenig gebremst. Verdammt, ich war etwas krank, ich konnte Harry nicht anstecken! Es war unverantwortlich, wenn ich ihn jetzt hier reinlassen und neben mir schlafen lassen würde! Er würde krank werden und nicht auftreten können und Paul würde mich umbringen und er könnte bei den anderen Events nicht auftreten und.... ach, kacke.
Aber andererseits... ich konnte nicht anders. Ich meine, wer würde jetzt ernsthaft von mir erwarten, dass ich meinem Freund den Zutritt verweigern würde. Meinem Freund, den ich so gut wie nie sah und jedes Mal bis zum Umfallen vermisste. Ich konnte ohne ihn nicht leben, ich musste ihn jetzt hier haben.
Scheiß auf die Erkältung. Rutsch mir doch den Buckel runter.
Ich wühlte mich aus meiner dicken Bettdecke und stand auf. Ich schnappte mir mein Handy und öffnete mit der einen Hand die Zimmertür, während ich mit der anderen tippte:
‚Ehmmm.. um ehrlich zu sein.. ich find's nicht so cool, dass du hier vor der Tür stehst.'
Ich war jetzt den Flur leise entlanggelaufen und ging auf die Haustür zu.
‚Naja weißt du, du solltest lieber auf die Party gehen und nicht hier zu mir kommen. Die ist wichtiger.', schrieb ich weiter und grinste vor mich hin.
Ich lugte durch den Spion in der Tür und konnte seine braune Haarpracht sehen, während er den Kopf nach unten neigte und meine zwei Nachrichten las. Ich musste mich so sehr zusammenreißen, dass ich nicht laut losprustete, denn das würde er durch die Tür ja hören. Deswegen hielt ich jetzt die Luft an und blies die Backen auf. Bald würde ich platzen, das war klar.
Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare und ich sah, wie sich eine kleine Falte zwischen seinen Augenbrauen bildete.
Er tippte ganz kurz etwas.
‚Okay,schlaf gut x'
Ich riss die Tür auf und sprang dem etwas sehr perplexen Harry in die Arme.
„Naaaww, Baby!", lachte ich und schlang die Arme um seinen Hals und die Beine um seine Hüfte.
Erst jetzt schien in seinem Oberstübchen angekommen zu sein, dass ich ihn nur veräppelt hatte und er natürlich hier reinkommen durfte, was denn sonst?
„Boah! Du kleines Biest!", schnaufte er empört in mein Ohr und sein Atem kitzelte an meinem Hals und in meinem Nacken. Eine Gänsehaut hoch fünf wanderte meinen Rücken nach unten und ließ mein Herz höher schlagen.
Endlich waren wir alleine. Ich hatte ihn endlich wieder für mich. Teilen war einfach irgendwie nicht so mein Stil. Besonders nicht auf weltweit im Fernsehen übertragenen Events, auf denen wir uns nicht mal auf einen Meter nähern durften.
„Wieso bist du hier?", fragte ich. Klar, irgendwie wusste ich die Antwort, aber ich wollte es einfach hören. Von seiner wunderbaren, etwas rauen Stimme gesprochen hören.
„Naja, ich stehe nicht so auf Partys. Schon dreimal nicht, wenn ich dort bin und genau weiß, dass ich jetzt in dieser Zeit bei dir sein könnte. Das ist für mich dann verschwendete Lebenszeit, wenn ich nicht bei dir bin."
Okay, wer würde mich jetzt als eine Pfütze vom Boden aufwischen?
„Ich soll dir übrigens von Perrie ausrichten, dass sie sauer auf dich ist, weil ihr euch heute nicht gesehen habt! Sie war wirklich ein wenig beleidigt, aber ich habe sie dann darauf hingewiesen, dass sie ja schließlich nie aus ihrer Garderobe rausgekommen ist, also hattest du keine Möglichkeit, sie zu sehen. Und sie hätte ja auch einfach zu uns in die Garderobe kommen können. Zu uns und zu ihrem Verlobten, aber das hat sie nicht getan, also sehe ich keinen Grund, wieso du Schuld sein solltest."
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Heartdance
Fanfiction~ ღ Das 3. Buch der Hearts-Trilogie. ღ ~ Er war es, der meinem Leben wieder einen Sinn gegeben hatte. Er hatte mir gezeigt, dass es sich lohnte, dass man für etwas kämpfte. Für etwas kämpfte, das einen beinahe umbrachte, aber es war es wert. Er war...
