#53 - Schraub' deinen Stolz runter und tu's.

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‚Through the doors and passed the guards

Just like she already owned it

I said can you give it back to me

She said never in your wildest dreams.'

Wieso war mir eigentlich bisher noch nicht aufgefallen, wie sehr der Anfang eigentlich auf ...mich passte?

Also auf uns.

Ich bin einfach so hineinspaziert, an all dem Schutz und so vorbei (nein, keine Probleme mit der Security, man glaubt es kaum) und habe mir sein Herz geklaut, als hätte es schon sein ganzes Leben lang mir gehört.

Der einzige Unterschied zwischen dem Song und der Realität war: Er hatte nie gefragt, ob er es wiederhaben könnte.

Aber da stimmte dann der Song wieder: niemals in seinen wildesten Träumen hätte ich es ihm wieder ausgehändigt, selbst wenn er gefragt hätte.

Es gehörte mir und sonst niemandem.

Mein Herz würde er immer haben.

Jetzt mussten wir uns nur noch irgendwie zusammenraufen, damit das wieder was wurde. Hah, leichter gesagt als getan, du Vogel.

Wir joggten an der Tür vorbei, die sogar sperrangelweit offen stand, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich starrte hinein und mein Blick wurde sofort von einem Hinterkopf mit etwas zu langen, braunen Locken angezogen.

Mein Herz machte einen schmerzhaften Hüpfer – und dann waren wir auch schon an der Tür vorbei.

Das alles war nur eine halbe Sekunde gewesen, wir liefen jetzt schon wieder fast bei der nächsten Tür vorbei (Lady Gaga), aber mein Inneres wurde so durcheinander gewirbelt.

Schweigend liefen wir weiter nebeneinander her. Ich starrte vor mich auf den hellgrauen, gefliesten Boden.

Ich hörte gar nicht mehr hin, an welchen Stars wir jetzt vorbeiliefen. Es interessierte mich nicht mehr, es würde mir eh keinen Spaß mehr machen, dort hineinzulinsen und kurz mitzusingen. Mit Justin rumzublödeln. Joggend zu tanzen.

Mein Kopf war gerade ganz woanders. Super, danke, Harry, dass du mir jetzt wieder die Laune verdorben hast.

„Hast du dir die Zunge abgebissen?"

„Was?"

Verwirrt sah ich zu Justin auf, der jetzt stehen blieb, weil wir vor der Putzkammertür angekommen waren.

„Du hast keinen Ton mehr geredet. Deswegen wollte ich wissen, ob du deine Zunge verschluckt hast oder so. Aber da du mir jetzt doch geantwortet hast, kannst du wohl doch noch sprechen", erklärte er mir, drehte mir den Rücken zu und öffnete die Tür. Er verschwand nach drinnen. Ein wenig benommen folgte ich ihm.

War er jetzt etwa beleidigt?! Nur weil ich die letzten eineinhalb Minuten nicht mit ihm gesprochen hatte?

Also bitte, was war er denn für eine Diva! Wahnsinn.

Ich griff nach ein paar Handtüchern auf einem Regal, während Justin noch nach etwas zum Aufwischen suchte.

„Ich habe die Handtücher schon", lenkte ich seine Aufmerksamkeit wieder auf mich und wedelte kurz mit den Stofftüchern vor seiner Nase herum.

„Okay."

Er ging wieder hinaus, wartete mit der Hand auf der Klinke, bis ich ihm gefolgt war, und schloss dann die Tür hinter mir. Er nahm mir wortlos die Handtücher ab und joggte dann wieder los.

Ich stöhnte lautlos und verdrehte die Augen, dann folgte ich ihm und schloss zu ihm auf.

Jungs waren so anstrengend.

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