„Nichts jetzt. Das war's. Finito."
„Quatsch! Das war's nicht!", protestierte sie.
„Doch, Dani, das war's. Ich renne ihm nicht weiter hinterher, wenn er mir klar macht, dass es für ihn keinen Sinn mehr hat. Ich habe ihn gestern gesucht, er war nicht auffindbar. Niemand hat ihn gesehen, er war nicht erreichbar, gar nichts. Er hat sich bei niemandem gemeldet. Und heute ist er separat hierher gefahren. Er war nicht mit im Van. Paul hat uns abgeholt und die anderen vier saßen im Auto. Nur er nicht", erklärte ich ihr, aber weiter kam ich nicht, denn Tiffany, Francis und Irina kamen zu uns. Sie umarmten mich alle herzlich und begrüßten mich.
„Wie geht's dir? Alle Muskeln intakt? Bist du bereit, den Auftritt deines Lebens hinzulegen?", sagte Tiffany theatralisch und äffte somit Justin nach, der uns das die ganze Zeit eingetrichtert hatte, worüber Tiff sich schon seit Ewigkeiten amüsierte.
Sie breitete die Arme aus und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Sie brachte mich zum Lachen.
„Klar, Tiffy-Fiffy, bin ich bereit! Aber bist du es? Meinst du, du kannst die Aufgabe auf dich nehmen, so gut zu tanzen wie noch nie in deinem Leben?", sagte ich frech und legte ihr einen Arm um die Taille. Sie umarmte mich und drückte ihre Wange gegen meine.
„Ich bin froh, dass du den Weg zu uns gefunden hast, Sammy", sagte sie mit warmer Stimme, „ich hätte mir keinen besseren Neuling wünschen können." Sie ließ mich los und sah mich an. „Es ist nicht einfach, immer gut mit den Leuten klarzukommen, die neu zu AMCK kommen. Oftmals geraten wir ganz schön mit denen aneinander. Man kommt dann schon miteinander klar – muss ja sein, man ist ja irgendwie Kollegen – , aber es gibt sehr, sehr viele, die man einfach nicht mag."
Dani und Francis nickten, während Irina die Augen verdrehte.
„Es gibt einfach nur schrecklich eingebildete Tänzer", fuhr Irina fort, „ich weiß schon, warum Ray und Lucy uns sieben hier zu Justin verfrachtet haben. Wir kommen bestens miteinander klar und sind nicht anstrengend. Muss man so sagen."
Sie zuckte mit den Schultern und grinste mich an.
„Du wirst in den nächsten Wochen von uns mal in die Kunst des ‚wen mag ich und wen nicht'-Verhaltens eingeführt", lachte Tiffany jetzt.
„Ich kann's kaum abwarten", gab ich schmunzelnd zurück.
Leider wurde unser Gespräch an dieser Stelle unterbrochen, denn Justin kam herein. Wir begrüßten ihn alle (mich drückte er besonders lange, juhu...) und dann wärmten wir uns gemeinsam auf – eigentlich waren Justin und ich die einzigen, die sich bisher noch nicht aufgewärmt hatten.
Die Proben verliefen so gut, dass wir nach der Hälfte der Zeit nicht mehr wussten, was wir noch machen sollten.
„Ist ja langweilig, wenn ich gar nichts mehr sagen muss", lachte Lucy, aber ihre Augen strahlten stolz dabei. Sie sah auf ihre Uhr.
„In anderthalb Stunden müsst ihr in die Maske, Mädels. So lange könnt ihr noch machen, was ihr wollt. Ich muss jetzt noch ein paar geschäftliche Dinge erledigen gehen, aber in 85 Minuten bin ich wieder hier!"
Sie verschwand, bevor jemand noch etwas erwidern konnte.
Wir ließen uns auf den Matratzen nieder, auf denen wir gestern geschlafen hatten. – ...gestern??! Es kam mir so vor, als wäre es bestimmt schon eine Woche her. Wahnsinn, es passierte gerade zu viel in meinem Leben...
„Willst du drüber reden? Sollen wir woanders hingehen?", raunte Dani mir so leise zu, sodass niemand etwas mitbekam.
Ich schüttelte den Kopf.
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Heartdance
Fiksi Penggemar~ ღ Das 3. Buch der Hearts-Trilogie. ღ ~ Er war es, der meinem Leben wieder einen Sinn gegeben hatte. Er hatte mir gezeigt, dass es sich lohnte, dass man für etwas kämpfte. Für etwas kämpfte, das einen beinahe umbrachte, aber es war es wert. Er war...
