Schlafen ging nicht. Es ging einfach nicht.
Ich grummelte in mein Kissen.
Ich nahm mein Handy in die Hand und entsperrte es. Ich hatte einige Nachrichten bekommen.
Unter anderem zum Beispiel von Liam.
‚Ich weiß nicht genau, was vorgefallen ist, aber egal, was es ist, ihr kriegt das wieder hin. Ihr seid füreinander geschaffen. Niall hat gesagt, wie er sich aufgeführt hat, und Sam, das hast du nicht verdient. Nur weil Harry mein Bandkollege und einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben ist, heißt das noch lange nicht, dass ich alles gut finde, was er tut. Ich möchte nur, dass du das weißt. Wir sind alle immer für dich da. Ich hoffe, du kannst jetzt einigermaßen schlafen und bist morgen fit! xx'
Ich schniefte.
Wie süß konnte man sein. Und wie loyal und tolerant und perfekt als ein guter Freund.
Eleanor hatte mir auch geschrieben.
‚Sammy, ich bin gerade bei Louis und habe es mitgekriegt... Es tut mir so schrecklich Leid, bitte sag Bescheid, wenn ich etwas für dich tun kann! Und wenn ich dich nur umarme und ganz festhalte! Ich fühle so mit dir! :( Ich hoffe, wir sehen uns morgen irgendwie! <3'
Sie waren alle echt lieb und ich wusste es zu schätzen, dass sie für mich da waren. Besonders bei Niall und Liam wusste ich es zu schätzen, weil sie mir wirklich nichts schuldig waren – eher im Gegenteil, sie könnten eher zu Harry halten, da sie alle ein eingefleischtes Team waren.
Sie waren so lieb – aber um ehrlich zu sein, nützte mir das herzlich wenig, wenn man es mal so betrachtete...
Ich musste es akzeptieren. Er wollte nicht mehr. Wenn doch, dann wäre er ja jetzt irgendwann im Laufe des Abends erreichbar gewesen, oder? Dann hätte er meine Anrufe angenommen, dann hätte er mit mir geredet, dann hätte er sich nicht geweigert, jemals wieder Kontakt mit mir aufzunehmen.
Aber er hatte es nicht getan.
Er wollte nichts mehr mit mir zu tun haben.
Ich musste es einsehen.
Irgendwann konnte ich nicht mal mehr meine Augen aufmachen, so sehr war ich körperlich erschöpft. Wie es mir seelisch ging, brauchte ich wohl nicht zu erwähnen.
Aber mein Kopf. Mein Kopf war das Problem. Er wollte einfach nicht die Klappe halten. Er überflutete mich mit Erinnerungen. Nicht mit den großen, entscheidenden Punkten in meinem Leben, die passiert waren und es von Grund auf geändert hatten.
Nein, es waren kleine Dinge, die ich kaum bemerkt hatte. Wenn Harry mir durchs Haar strich, wie er immer mit einer meiner Locken spielte, wie er mit den Händen über meinen Rücken fuhr, wie er mich um die Taille packte und rücklings aufs Bett warf, wie sein Blick mich immer gemustert und seine Augen dabei gestrahlt hatten.
Wie er mir lauter Dinge sagte, die wunderschön waren. Er hatte mein Leben verbessert, er hatte mein Leben zu einem schöneren gemacht.
Hör auf!! Denk nicht dran! Du machst alles noch schlimmer!
Ich kniff die Augen fest zusammen und versuchte, an einfach nichts zu denken. Ich ließ mich fallen und schwebte in einer düsteren Leere. Niemand war dort. Kein Mensch, keine Gefühle, keine Erinnerungen. Dort war es angenehm.
Endlich schlief ich ein.
Endlich.
Aber nicht lange.
„Sam."
Eine Stimme riss mich aus dem Schlaf und ich richtete mich ein wenig benommen auf. Mit aller Kraft öffnete ich meine Augen. Im nächsten Moment war ich hellwach.
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Heartdance
Fanfikce~ ღ Das 3. Buch der Hearts-Trilogie. ღ ~ Er war es, der meinem Leben wieder einen Sinn gegeben hatte. Er hatte mir gezeigt, dass es sich lohnte, dass man für etwas kämpfte. Für etwas kämpfte, das einen beinahe umbrachte, aber es war es wert. Er war...
