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Im Scheinwerferlicht

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  Wir waren recht früh an der Konzerthalle, hinter uns ein Haufen junger Mädchen, mit Bandshirts. Ich mit Basecap hoffte, nicht erkannt zu werden. Auf das peinliche Schild verzichtete ich, denn das hier war nicht das versprochene Konzert, sondern die letzte Möglichkeit zu retten, was längst dem Untergang geweiht war. Die Türen öffneten sich und neben uns stürmten so viele Mädchen nach vorne, dass wir kurz auflachten. Ich erinnerte mich an die Robbie Williams Konzerte, die wir besuchten. Da war es Ebony auch immer wichtig ganz weit vorne zu stehen. Sie hatte sich ein Setup angesehen und stellte mich an die für sie passende Stelle.

  »Lass die Cap auf so lang Olivia dran ist«, flüsterte sie mir zu. Ehe es auf die Vorband zuging, ließ der Techniker Musik laufen und sie passte zu den Playlists, die Kylan sonst so hörte. Ich summte einige der Songs mit, während manche Mädchen um uns herum eher krischen.

  »Und ich dachte Rockmusik ist eher was für harte Kerle?« Ich zog eine Augenbraue nach oben.

  »Nicht nur, wie du siehst.«

  Mein Telefon vibrierte. Ein Videoanruf.

  »Verdammt.«

  »Du kannst da nicht dran gehen.« Ebony nahm es mir ab, drückte Kylan weg und schrieb, dass ich in einem Meeting sei und nicht reden könne. An einem Samstagmorgen? Das kaufte er ihr nicht ab. Ich wollte gar nicht wissen, was in seinem Kopf los war, nach den letzten Tagen.

  Es klingelte ihr Telefon. »Ich geh mal kurz raus. Bleib hier stehen, ich komm gleich wieder.«

  »Nein.«

  »Ich bekomm das hin.« Und schon war sie verschwunden. Es füllte sich um mich herum. Ebony schien wie verschollen, aber Elisa schrieb mir, dass sie da war. Ich drehte mich in die Richtung, die sie beschrieb, und winkte ihr. Wäre sie heute an Chads Seite, sie hätte meine Australien-Freundin sein können.

  »Mia?«

  Ich zuckte erschrocken zusammen, als ich den großen Mann neben mir sah.

  »Ja.« Hoffentlich war er nicht von der Mafia und all diese bescheuerten Geschichten waren doch real. Ich verkniff es mir zu fragen, als ich das Wort Security auf seiner Brust las.

  »Carter, schön dich zu treffen.« er nahm meine Hand und jetzt wusste ich, ich bekam ärger. Ich hatte eine ganz offizielle Karte gekauft. »Du kommst nachher hinter, zeigst das hier vor.« Er drückte mir etwas in die Hand und ich sah hinunter. Es war ein Staff-Ausweis?

  »Wieso?« Wusste Kylan, dass ich hier war? Waren wir aufgeflogen?

  »Frag lieber deine Freundin, wir sehen uns später und pass gut drauf auf.« Er wendete sich ab und ich wusste, welche Aufmerksamkeit er auf sich gezogen hatte. Ich ließ den Ausweis unauffällig in meiner Hosentasche versinken.

  »Wow, kannst du Lucky Dilemma später treffen?«, sprach mich ein Mädchen neben mir an.

  »Nein, es gab nur ein Problem mit meinem Rucksack.«

  Sie sah mich skeptisch an, drehte sich zu ihrer Freundin und flüsterte etwas.

  »Nein!«, hörte ich diese rufen.

  »Alles okay bei euch?«, fragte ich vorsichtig, denn sie starrten mich an.

  »Du bist Mia Hayes.« es klang bei ihnen eher so, als sei ich Harry Styles, was eindeutig gruselig war. Denn ich war nicht Harry Styles oder sonst jemand Wichtiges. Ich war einfach nur Mia.

  »Schrei bitte nicht so.« Es ergab wieder einmal Sinn, das eine Basecap und eine Kapuze nicht reichten, um sich zu verstecken. »Es weiß keiner das ich hier bin und ich würde es gerne dabei belassen.«

behind the curtainGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt