Es ist bereits Abend und Chris hat mich überredet Spazieren zu gehen. Eigentlich ist es egal, was wir machen. Die Hauptsache ist, Chris ist bei mir. Er hält meine Hand fest in seiner und am liebsten würde ich diesen Moment festhalten. Die Angst schwebt mit, das könnte ganz schnell vorbei sein. Das passiert wohl mit Menschen, die zu lange auf ihren Menschen warten. Ich möchte mich gar nicht beschweren, doch nur anmerken, wie unsicher mich alles macht. Für mich scheint Chris so perfekt zu sein, dass es surreal erscheint, er möchte gerade mich als seine Partnerin. Denkt er jetzt schon an die Zukunft? Kann er sich die mit mir vorstellen?
,,Woran denkst du?", fragt Chris leise in die Stille hinein. Mein Kopf dreht sich zu ihm um, sodass ich seine Augen erblicke. Sie spiegeln den Mond wieder, als hätte er zwei Sterne in Gesicht. Zwei wunderschöne Sterne, die mich ansehen.
,,An dich, ist doch klar", antworte ich wahrheitsgemäß und sehe ihn lächeln. Daran kann ich mich nicht sattsehen. Als wir uns offiziell kennenlernten, da hat dieser Typ wie ein Stein gewirkt. An emotionalen Ausbrüchen war gar nicht zu denken.
,,Muss ich da was wissen?", stellt er weitere Fragen und nun bin ich an der Reihe. Seine Neugier bringt mich zum Lachen und dafür schaue ich auf den Boden. Gleichzeitig schüttle ich meinen Kopf, um damit seine Frage schon zu beantworten. Trotzdem sage ich es auch laut.
,,Nein, ich kann mein Glück nur kaum fassen und habe Angst, dass ich bald aufwache. Ist es nur ein Traum, in dem ich zu lange verweile?" Nun ist es ausgesprochen und Chris bleibt stehen, um sich zu mir zu drehen und tief in meine Augen zu blicken. Jedoch antwortet er nicht direkt auf meine Frage und das macht mich nervös. Woran denkt er? Hat er sich die selbe Frage gestellt? Zu welchem Schluss ist er gekommen?
,,Lass uns schwimmen gehen", höre ich, bevor ich es sehe. Chris nimmt meine Hand und führt mich zu einem Zaun. Ich sehe schon ein großes Gebäude und weiß, dass hier ein Schwimmbad ist. Ein Freibad, um genau zu sein. Das heißt, es gibt ein Schwimmbecken draußen. Dort führt Chris mich hin.
,,Das darf man doch gar nicht", erinnere ich ihn, während ich ihm trotzdem folge. Auch wenn ich bedenken habe, so fühle ich mich in seiner Nähe sicher. Chris dreht sich zu mir um und lächelt mich herausfordernd an.
,,Hast du Angst?" fragt er und eine Sekunde muss ich überlegen. Ob ich Angst habe? In Chris Nähe traue ich mir alles zu...
,,Nein", antworte ich daher aus voller Überzeugung. Erst springt Chris über den Zaun, dann hilft er mir. Ich lande sicher in seinen Armen. So hoch ist der Zaun nicht... Ja, besonders gesichert ist hier gar nichts. Offiziell darf man nach den Öffnungszeiten nicht mehr rein, doch das scheint nicht sehr streng bewacht zu werden.
Die Nervosität schafft sich trotzdem einen Platz in meinem Inneren. Was, wenn wir erwischt werden? Weiß Chris, was er hier macht? Seine Vergangenheit lässt vermuten, dass er sowas sicherlich schon öfter gemacht hat und Ja, ich finde es aufregend. Wir gehen einen Weg entlang, bis wir vor dem großen Schwimmbecken stehen. Im Wasser spiegelt sich der Mond und es ist einfach wunderschön, wie die Sterne funkelt. Es ist so ruhig und ich könnte mich dran gewöhnen, dass man Nachts so viel entspannter schwimmen kann. Ja, ich könnte auch bei uns zu Hause schwimmen... Doch das ist nicht das Selbe. Dort könnten immer meine Eltern auftauchen. Außerdem ist das hier tausendmal cooler.
Chris zieht sein Shirt aus und seine muskulöse, starke Brust kommt zum Vorschein. Dabei schaut er mich an und ich kann meinen Blick kaum von ihm abwenden. Auch seine Hose findet den Platz auf dem Boden. Das scheint der wirklich spannende Part zu sein und mir wird bewusst, dass ich mich nun vor Chris ausziehen muss... Ich stand ja schonmal in Unterwäsche vor ihm... Eigentlich sollte das ja kein Problem sein. Mein Herz schlägt ganz schnell und ich muss schlucken. Die Anspannung hat mich voll und ganz in ihrem Griff.
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Ich will Dich!
RomanceIch hoffe, Chris gesteht sich seine Gefühle ein. Ich glaube nämlich, ich habe mich verliebt. In Chris. Meinen Leibwächter. Leseprobe: „Ist dir kalt?" Mein Mut sinkt und das urplötzlich. Ob mir kalt ist? Das kann nicht sein Ernst sein. Ich sehe doch...
