,,Aber Chris, ich habe mich in dich verliebt. Hegst du denn keine Gefühle für mich? Ich weiß, dass es schönere Frauen gibt und intelligentere, aber ich dachte, wir hätten etwas aufgebaut." Chris öffnet seinen Mund, will etwas sagen und schließt ihn wieder. Seine Hände nehmen meine...Es sieht aus, als würde gerade alles was er tut schmerzen... Als würde er hart mit sich ringen...
,,Gina bitte", flüstert er. ,,Siehst du es immer noch nicht? Muss ich es wirklich aussprechen, damit du es endlich verstehst? Ich wollte es dir auf dem Dach sagen... Ich habe es angedeutet, als ich dich getröstet habe, ich habe es gestern mehrfach gesagt..." Chris macht eine kurze Pause, um seine Worte wirken zu lassen. ,,Ich bin über beide Ohren in dich verliebt, Gina. Merkst du das denn nicht?" Oh mein Gott, bin ich im Himmel? Wenn es ein Traum ist, weckt mich bitte nicht. ,,Ich fand dich toll, da hast du mich noch nicht einmal bemerkt. Dein Vater hat uns miteinander bekannt gemacht, da wusste ich schon eine Weile wer du bist. Du hast keine Notiz von mir genommen, da war ich dir verfallen, Gina. Ich bin Eifersüchtig...unglaublich eifersüchtig auf jeden, der mit dir spricht, der dich nur ansieht, der Nähe zu dir aufbauen kann. Ich denke nur an dich, Tag und Nacht, wenn du bei mir bist, wenn du nicht bei mir bist, wenn ich auf dem Weg hierher bin, wenn ich gehe, wenn Leute mit mir reden... Ich reiße mich um diese Arbeit, um dir Nahe zu sein. Dein Vater fragt mich, ob ich nicht endlich Pause machen möchte, aber diese hindert mich daran dich zu sehen. Mich hat es zerrissen dich mit Jonas zu sehen, wie verliebt du in ihn warst... wie ihr alleine ins Zimmer gegangen seid... Dass er das schamlos ausgenutzt hat, dafür hätte ich ihn umbringen können. Es reicht mir nicht dein Schutz zu sein, ich will mit dir lachen, tiefsinnige Gespräche führen, dich trösten, wenn es dir schlecht geht, dein erster Ansprechpartner, wenn du reden willst, Kuchen backen, Lächerlichkeiten begehen... aber ich darf es nicht. Es geht nun mal nicht und deshalb muss ich mich damit begnügen. Du machst es mir aber nicht leichter, Gina. Du reizt mich, du provozierst mich, du willst, dass ich all das mache, was ich mir vorstelle, doch du bedenkst dabei keinerlei Risiken. Es tut auch mir weh, es zerreist mich Tag für Tag dich nicht in meinen Armen halten zu können. Auch noch mit dem Wissen, dass du es genauso sehr möchtest wie ich. Einer von uns muss aber Ruhe bewahren und da der Mann Stärke bewahren muss, die Frau schützen muss, nehme ich es auf mich. Ich stoße dich von mir weg. Ich muss sagen, als du mich nicht gesehen hast, war es einfacher für mich, solange du glücklich warst. Man... Verdammt. Vergiss es, Gina. Vergiss es einfach. Ich weiß welche Gedanken du hast, aber ich sage Nein. Mach dir keine Hoffnungen", würgt er sofort alles ab, was ich mir in meinem Kopf zusammenreime. Wieso? Nein, bitte... Ich renne ihm hinterher, während Chris den Weg zum Tor macht.
,,Nein bitte. Chris. Bitte lass mich jetzt nicht alleine. Du versuchst es doch nicht mal!" Er öffnet das Tor. Die anderen Sicherheitsleute bemerken unseren Streit mit Sicherheit. Das ist mir aber egal. ,,Chris bleib stehen! Chris!", rufe ich aus, als er das Tor passiert hat. Ich schließe es rasch und da dreht er sich nochmal zu mir.
,,Ich muss es nicht versuchen. Es wird dir nur noch mehr wehtun, wenn es vorbei ist. Das zwischen uns funktioniert nicht, Gina. Akzeptiere es", fordert er leiser.
,,Nein, das werde ich nicht. Jetzt wo ich weiß, dass auch du mich liebst, werde ich erst Recht nicht locker lassen. Erst wenn man etwas versucht, kann man darüber urteilen. Warum denkst du, du könntest alles voraussagen? Bist du etwa Gott? Vielleicht wird es die beste Zeit unseres Lebens und wenn nicht, dann wissen wir es wenigstens", rede ich weniger leise als Chris.
,,Wir versuchen hier gar nichts. Das Thema ist durch. Ab ins Haus", drängt er mich und geht. Man, das kann nicht wahr sein. Ich kann nun wirklich nicht herumschreien. Daher muss ich mich geschlagen geben. Für heute. Nun weiß ich, dass Chris mich liebt, so wie ich ihn. Da lasse ich nicht locker.
-
,,Oh mein Gott! Ich raffe es nicht! Es ist zu unwirklich! Hör auf!", freut Alex sich und springt mich in ihrem Zimmer an. Die letzten Tage war sie wie üblich nicht in der Schule. Da dachte ich, dass ich das Joggen gut mit einem Besuch kombinieren kann. Die gute Neuigkeit kommt mega an.
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Ich will Dich!
RomansaIch hoffe, Chris gesteht sich seine Gefühle ein. Ich glaube nämlich, ich habe mich verliebt. In Chris. Meinen Leibwächter. Leseprobe: „Ist dir kalt?" Mein Mut sinkt und das urplötzlich. Ob mir kalt ist? Das kann nicht sein Ernst sein. Ich sehe doch...
