Da ist dieser Ort, des Friedens.

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Hermine POV

Es musste noch Mitten in der Nacht sein als Malfoy urplötzlich ins Zimmer stürmte.
Atemlos drängte er mich dazu aufzustehen. Nicht mal die Morgenröte war am Himmel zu erahnen. Wir konnten kaum drei Stunden geschlafen haben.
„Granger!" rief er. „Steh auf. Es gibt einen Notfall." Prompt hatte er mir auch schon meinen Pullover ins Gesicht geschmissen „Malfoy!" wollte ich ihn zur Ruhe bringen. Nur weil er rumschrie, kamen wir trotzdem nicht schneller los. „Was ist denn los?" fragte ich ihn, während ich mich anzog. Möglichst so, das Malfoy nichts von meiner Privatzone entdecken konnte. Das Zimmer aber wieder verlassen wollte er auch nicht.
„Das Versteckt von den Schmugglern, welches wir zum Ende der Woche hochnehmen wollten, wird jetzt in diesem Moment von den Rebellen angegriffen. Diese Schwachköpfe wollen einfach alle Tierwesen befreien und schießen wahllos Flüche ab, auf alles und jeden was sich dort bewegt und ein Schmuggler sein könnte."
Großer Phönix. „Sind die denn verrückt geworden. Die können doch nicht die Tierwesen einfach frei lassen."

In Windeseile zog ich alles an, verstand augenblicklich warum er so einen Druck machte und stand apparierbereit vor Malfoy. Die kleinen Kniesel hatten sich beide in Malfoys Schlafzimmer verzogen, das war ihnen zu viel Hektik in der Nacht. Verständlich.
„Wie spät ist es eigentlich?"
„Vier Uhr morgens." Aha, zwei Stunden schlaf waren es gewesen.
Malfoy reichte mir seine Hand wir wurden in diesen unangenehmen engen Schlauch gezogen und nur wenige Sekunde später wieder auf einem Feldweg ausgespuckt. An die Funken, die seine Berührungen auf meiner Haut auslösten, hatte ich mich gewöhnt? Konnte sie in diesem Moment nicht näher verfolgen. Plötzlich war ich hellwach und voll konzentriert.
Ein Keuchen drang über meine Lippen. Ich würde das wohl nie mögen.

Malfoys Blick wanderte über meine Schulter und nickte mit seinem Kinn in diese Richtung, sodass ich seiner Bewegung folgte.
Am Rande des Weges konnte ich in der Dunkelheit einen alten Scheunenkomplex ausfindig machen, schon von weitem konnten wir die Flüche erkennen die abgefeuert wurden. Die Rebellen waren wirklich dumm. Schön und gut die Tierwesen befreien zu wollen, aber sie einfach laufen zu lassen? Das war eine Gefahr nicht nur für diese Wesen, die unter Schock standen. Auch Zauberer und Muggel wurden damit in direkte Gefahr gebracht.

Hinter uns erklang ein weiteres "Plop". Harold war hinter uns mit einem Kollegen angekommen.
Gemeinsam schlichen wir mit schnellen Schritten dem Ort des Geschehens entgegen.
Immer wieder vernahmen wir das "Plop" von auftauchenden Auroren die sich mit uns formierten, als uns plötzlich ein aufgebrachtes Einhorn entgegen stürmte. Im letzten Augenblick war es mir gelungen dieses zu sedieren und in dem hohen Weizenfeld sicher vor aller Augen zu verstecken.
Wir würden es später abholen und mit in unsere Auffangstation bringen um seine Verletzungen versorgen.
Unsere Gruppe kamen näher und wir hörten die Hexen und Zauber wild durcheinander schreien. Die Rebellen schleuderten unkoordinierte Flüche auf alles menschliche was sich bewegte. Diese dummen Trolle, dachte ich aufgebracht.
Nach endlos langen Minuten hatten wir unser Ziel erreicht, das Bild was sich uns bot glich brutaler Zerstörung. Im hinteren Teil des Komplexes war ein loderndes Feuer ausgebrochen, auch die Balken standen bereits in Flammen und knackten. Wallende Hitze schlug uns entgegen. Aufgeschreckte Tierwesen diverser Arten rannten wilddurcheinander und suchten verzweifelt einen Ausgang.
Mein Blick wanderte zu mehreren eingeschüchterten Eulen, die nicht mehr in der Lage waren zu fliegen. Beide ihrer Flügel waren gebrochen worden. Diese brutalen Idioten. 
„Kümmere dich um so viele Tierwesen wie du kannst." Erklang meine Anweisung. Nickend seilte ich mich mit Rückendeckung von Harold vom Team ab und schlich mit ihm an der Mauer entlang.
Noch hatten uns die kämpfenden Zauberer nicht entdeckt, was in diesem Chaos auch kein Wunder war.

Malfoy und ein weiterer Auror, den ich nicht kannte, hatten sich an der gegenüberliegenden Seite positioniert und schlichen ebenso an der Scheunenwand entlang, noch bevor ich meinen Blick wieder abgewandt hatte, waren die beiden entdeckt worden und erwiderten das Feuer. Bunte Funken flogen zwischen ihnen hin und her. Jeder versuchte den Flüchen des anderen auszuweichen.
Ein fehlgeleiteter Fluch, wurde in einen der Dachbalken geschleudert und ich vernahm ein weiteres gefährliches Knacken.
„Hermine." Dröhne Harolds Stimme in meinen Ohren. Wir waren ungesehen zu den Eulen gelangt. Fast ungesehen, dank der Warnung des älteren Zauberers konnte ich einem Angriff ausweichen und duckte mich.
Harold gab mir Rückendeckung und ich konnte die verletzten Eulen sedieren und schickte sie mit einem Wink meines Zauberstabs zu dem Einhorn.

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