POV Hermine
Blitzlichter dröhnen wie leuchtendes Feuerwerk in meinen Augen, störend, unangenehm. Instinktiv kneife ich sie zusammen.
Draco, der spürt wie sich mein Körper neben ihm, aufgrund der Anspannung versteift, tritt einige Zentimeter dichter an mich heran. Doch er berührt mich nicht, er überlässt es mir, der Presse zu zeigen, oder eben nicht, das wir fortan unser Leben teilen.
Ich mag es nicht im Mittelpunkt zu stehen, mochte es nie, früher nicht und auch nicht heute.
Doch irgendjemand aus dem Ministerium hat der Presse mitgeteilt, dass ich in den Prozess zum Auflösen des Schmugglerrings involviert war und während einer Mission schwer verletzt wurde, sogar im Zauberschlaf, um es mit Muggelworten zu sagen, im Koma lag, nun belagern uns diese Schmierfinken unablässig.
Als ich heute früh aufgewacht bin, eng an diesen nicht mehr unausstehlichen weißblonden Zauberer gekuschelt, hat Draco mich ins Bild gesetzt, er hat mir erzählt das bisher unzählige spekulative Artikel über mich erschienen sind, im Tagesprophet stand sogar das ich unter Amnesie leide, niemand weder Harry, Ron noch Malfoy konnten sich erklären wie sie an diese Informationen gekommen waren. Es sei denn, eine der Heilerinnen aus Frankreich hätte geplaudert.
Doch nun wurde es noch verrückter, denn sobald ich meine Augen aufgeschlagen hatte, Dracos regelmäßigen Herzschlag unter meiner Hand fühlen konnte, hatte es keine zwei Minuten später an seinem Fenster geklopft. Nein irgendetwas war regelrecht dagegen gekracht.
Dieses etwas hatte sich als eine alte gebrechliche Eule herausgestellt, mit der dringlichen Anfrage zu einem Interview bezüglich meines widerhergestellten Zustandes und weiterer Informationen. Doch dabei war es nicht geblieben. Binnen einer Stunde hatten sich so viele Eulen an den Fenstern und auf dem Balkon versammelt, das wir es für besser hielten, ein einziges Interview zu geben, öffentlich und unter besonderen Schutzmaßnahmen, im Atrium des Ministeriums. Sodass diese Aasgeier nicht über uns herfallen konnten.
Noch immer beschäftigt mich die Frage, wie konnten sie so schnell wissen, dass ich mein Gedächtnis zurück erlangt hatte? War es wie damals mit Rita Kimmkorn gewesen und jemand hatte uns belauscht?
Woher, wussten sie über Eric bescheid? Mir war noch allzu gut in Erinnerung wie sich die Hexen und Zauberer die Schreiberlinge waren, ihre Informationen zusammen reimten, doch als mir die Frage gestellt wurde, ob ich mich denn tatsächlich von Eric habe einlullen lassen, und ob wir uns doch tatsächlich während meiner Gefangenschaft näher gekommen waren, verlor ich fast meine Contenance. Die Fragen warfen mich beinahe zurück in die Situation und ich musste sehr stark darum kämpfen mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt zu bleiben und mich nicht von der Angst überwältigen zu lassen.
Wir standen vor einem Podest, ich unmittelbar davor, Draco links direkt hinter mir, auf der rechten Seite flankierte mich Harry. Beide waren während den immer unverschämter werdenden Fragen dichter zu mir aufgerückt. Ich glaube sie haben es nicht einmal bemerkt.
Doch dieser dreiste Zauberer der partout nicht von Eric und mir ablassen wollte, brachte Erinnerungen hoch, denen ich noch nicht bereit war mich zu stellen, der Schmerz und die Angst waren kaum noch im Zaum zu halten, meine Atmung beschleunigte sich und mein Herz geriet ins stolpern, ich fühlte wie sich die Panik ihren Weg nach oben schleichen wollte.
Draco, der genau das zu spürte, bewegte seine Hand nur wenige Zentimeter an die meine heran, und verschränkte unsere kleinen Finger miteinander. Ohne ihn sehen zu müssen, wusste ich, dass er da war. Genauso auch Harry. Sie beide waren da, direkt neben mir und ich, ich war in Sicherheit, weit weg von Eric und den Erlebnissen, weit weg von dem unaussprechbarem Schmerz. Also holte ich tief Luft, wies alle Fragen bezüglich Ericsson ab und verlas mein Statement. Genauso, wie wir drei es zuvor besprochen hatten, in der kurzen halben Stunde, die wir uns eher gesehen hatten.
Sobald mein letztes Wort vorgelesen war, trat ich einen Schritt vom Podest zurück und ignorierte all die anderen Anfragen und Spekulationen. Mein bester Freund trat nun an meiner an das Podest und ließ verlauten, dass ich, wir darum baten mir Ruhe zu gönnen. Die Presse solle mir fernbleiben und mir Zeit zum verarbeiten und regenerieren geben.
In den nächsten Tagen würden wir sehen, wie gut sie sich daran halten würden. Doch sollte die Presse unserer Bitte zuwider handeln, dann hatte mir Mr. Munch bereits glaubhaft versichert er würde nur zu allzu gerne zu drastischen Maßnahmen greifen, damit die Presse mir fernbleibt.
Mr. Munch war unser neuer Minister für Hexerei und Zauberei. Er ist ein ehemaliger Auror, mittleren Alters und er war einer der besten auf seinem Gebiet, der dunklen Künste, er konnte jeden noch so komplizierten dunklen Zauber entwirren, auflösen und einen Gegenzauber zu ihm finden. Ein wahrlich brillanter Mann. Ich bin sehr gespannt, was wir von ihm als Minister erwarten dürfen. Doch jetzt bin ich erst einmal unsagbar froh, aus diesem Strudel aus Blitzlicht und durcheinander von verschieden lautstarken und teils aggressiven Rufen herauszukommen.
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das Wunder der magischen Tierwesen
Fiksi Penggemar+++Zu hören jetzt auch auf Spotify+++ https://open.spotify.com/episode/21sK1Mo4Y6k5cb4RaHm7n2?si=2s1Y6o22Q6iTOC_3v48O8A Contentwarnung: Folter von Hexen /Zauberern und Tierwesen, Tod Bitte beachtet, das diese Fanfiktion düstere Elemente beinhaltet...
