Auroa Borealis

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POV Hermine

Der Dämmerzustand kratzte an meinem Verstand, ich versuchte an die Oberfläche meiner Besinnung zu gelangen, und rutschte doch immer wieder in das Meer aus purem Nichts. 

Immer öfter wollte ich meine Augen öffnen, doch es gelang mir nicht. 
Ob es womöglich daran lag, das ich meinen Körper gar nicht fühlen konnte?
Oder lag es an all den Farben, die in der Stille nun um mich herum tanzten?
Farben so fein wie Sternenstaub und so schimmernd wie das pure Glück.
Das nun war anders als mein wohliges Meer, dass hier war pure, absolute und allumfängliche Stille in ihrer schönsten Pracht. Es war das genaue Gegenteil von meinem Meer aus Nichts.
Diese wunderschöne Palette aus schimmernden Farben, die mich einlullte und mit mir tanzte, diese Muster, und diese Einheit und doch wieder nicht...

"Die Patientin reagiert gut auf die Therapie, Extremitäten dexter volar und sinister reagieren, Reaktion dorsal beidseitig noch etwas schwach. Überprüfen sie die Reaktion auf Reize stündlich."

Erklang eine Stimme, die ich einem älteren Herren zugeordnet hätte, trotz der Autoriät die darin mit schwang, klang sie ganz ähnlich wie die Stimme von Prof. Dumbledore zu seiner Zeit, irgendwie sanft.
Dumbledore? Wer war dieser Mann an den ich dachte?

Bin ich etwa Studentin, an einer Universität?
Bevor ich mich weiter in meinen Gedanken verlieren konnte, spüre ich ein ziepen an meinem Finger, nein es ist etwas wie ein Stich gewesen?
Hat mich ein Insekt gestochen?
Ich will meine Augen öffnen und nachsehen, doch es misslingt mir abermals.

"Madame Granger, geben sie ihrem Körper Zeit, sich im hier und jetzt zurück zu finden. Gehen sie es langsam an. Schlafen sie noch ein bisschen."

Zarte Finger die mein Gesicht streifen. wie der Hauch eines warmen Sommerwindes, dann hüllt mich das vertraute Schwarz ein und all diese schimmernde Farbenpracht war verschwunden.
Wehmütig wünschte ich sie mir zurück, ich wollte weiter mit ihr tanzen, in den Schemen die dich gerade darin bilden wollten. 

Als ich das nächste Mal wach werde gelingt es mir mühsam meine Augen zu öffnen, es ist als wiegen sie tonnenschwer in den Höhlen und jeder Aufschlag ist ein Marathonlauf. Um mich herum blitzt grelles Licht auf, es ist so hell, das ich meine Augen sofort wieder schließe, denn es tut so weh. Ich kneife sie zusammen und unterdrücke ein schmerzhaftes Stöhnen.


Mein Kopf tut weh bemerke ich währenddessen. Hatte ich einen Unfall?

Geht es meinen Eltern gut? Waren wir gemeinsam unterwegs?

Allein der Gedanke an meine Eltern lässt mich meine schmerzenden Augen wieder öffnen, und ich stelle fest, das es Sonnenstrahlen sind, die meinen Augen den Schmerz verursachen.
Bei dem Versuch mich aufzusetzen bemerke ich auch, das in meiner linken Hand etwas steckt?
Eine kleine Kanüle? Ich hänge an einer Infusion fällt mir dann auf, nachdem ich langsam diesem dünnen Schlauch mit meinem Blick gefolgt bin.

"Bienvenue Madame. Ich bin Heilerin Laurent und für sie zuständig. Ich freue mich, das sie wieder unter uns weilen. Es stand eine Zeit lang sehr kritisch um sie Madame. Aber sie haben einen starken Körper. Sie werden sich erholen. Ich hole nun den Obersten Heiler und informiere ihn, dass sie wach sind."

Mir schwirrte der Kopf und der Schmerz breitete sich wie Säure beißend in mir aus.
"Un Moment, Attendez, s'il vous plaît." bat ich die Krankenschwester einen Moment zu warten.
"Mes parents?" stellte ich vorsichtig halbwegs formuliert die Frage nach meinen Eltern, ich wusste weder ob ich fragen sollte, wo sie waren oder ob es ihnen gut ging, sie waren nicht hier in meinem Zimmer und bei dem Gedanken daran das sie auch schwerverletzt sein könnten, zog sich mein Herz derart grausam zusammen, das ich weder die eine noch die andere Frage stellen konnte, aus Angst vor deren Antwort, und auch weil es meinen Gedanken einfach furchtbar schwer viel sich auszudrücken, ich war so schwerfällig, der Schmerz in meinem Kopf verlangsamte alles. 
Für einen Moment wehten Sorge und Mitleid über das Gesicht der Krankenschwester, für einen so winzigen Moment, das ich ihn fast nicht wahrgenommen hätte. Und mein Herz schnürte das Seil darum noch etwas fester zu. 

das Wunder der magischen TierwesenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt