Zwei Wochen später

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POV Draco

"Bonjour Messieurs. Bienvenue au Centre CCA. Comment puis-je vous aider ? " wurden wir sogleich von einer kleinen Hexe überfallen, da hatten unsere Füße kaum den Boden berührt.
Potter neben mir, räusperte sich ratlos, ich folgerte daraus, das er der französischen Sprache nicht mächtig war.

"Bonjour Madame, nous sommes les visiteurs de Madame Granger." begrüßte ich die Hexe.
"Je vous prie de bien vouloir passer à l'anglais, mon ami ne parle pas français." bat ich nun die Heilerin, mit uns auf Englisch zu sprechen, damit auch Harry unsere Unterhaltung verstand.
"Du sprichst also fließend französisch?" flüsterte Potter mir zu. "Jup. Ein Teil meiner Familie lebte hier." flüsterte ich genauso leise zurück, denn das ging im Grunde niemanden etwas an.
"Mr. Potter und Malfoy, wir wurden angemeldet um Ms. Granger zu besuchen."
Das Flattern meines Herzens, hatte kein Stück abgenommen, nein eher hatte es sich noch verstärkt, jetzt so kurz vor unserem Wiedersehen. 
"Nun, ich muss den Zustand der Patientin erfragen, ob sie bereits Besuch empfangen darf." schon war diese äußert kleine Hexe verschwunden.

"Sollte Hermine Besuch empfangen dürfen, dann gehe du zuerst zu ihr. Es ist wahrscheinlich besser, sie nicht gleich zu überfallen, sondern einzeln Zeit mit ihr zu verbringen. Ich suche uns unterdessen ein Hotel oder so was indem wir übernachten können die nächste Zeit." mit keinem Wort, hätte ich Potter beschreiben können wie glücklich ich darüber war. Mir war durchaus bewusst gewesen, das wir auf keinen Fall beide auf einmal zu ihr durften und das Potter mir den Vortritt ließ rechnete ich ihm hoch an. 
Erneut wellte in mir das Gefühl der Unsicherheit auf, was sollte ich tun, und wie sollte ich mich verhalten, wenn sie noch nicht wach war?
Was ist wenn sie bei Bewusstsein war, aber noch nicht im Geiste zurück war? Was wenn sie sich womöglich nicht an mich erinnerte?
Wenn Heiler mit im Raum waren, dann musste ich den Anschein waren, das wir verlobt waren und mich dementsprechend verhalten.
Weitere Zweifel plagten mich, würde sie wissen wer sie war? Wie sehr würde ihr Hirn geschädigt sein?
Und wieder einmal wusste ich nicht wohin mit mir und meinen Gefühlen, was sollte ich tun?

Ein derartiger Status der Überforderung war mir völlig fremd. Den alten Hexern sei dank wurde ich aus meinem Gedankenstrudel gerissen, bevor mein Herz komplett an die Decke gehen konnte. Die wohl kleinste Heilerin, stand wieder vor mir und deutete mir ihr zu folgen.
Potter war unterdessen wieder durch den Kamin verschwunden.

"Vous pouvez venir à elle, suivez-moi, M. Malfoy." hatte sie natürlich wieder ins Französisch gewechselt, da sie genau wusste ich verstand sie. Franzosen waren was ihre Sprache betraf wirklich sehr eigen. Das würde auch einen Wandel der Zeit nicht mehr ändern.
Wieder war ich der kleine Junge, der gerade das erste Mal auf einem Besen geflogen war, nicht der ehemalige Todesser und gefürchteter Auror. "Sa fiancée se porte bien. Votre corps réagit à la thérapie. Nous sommes très satisfaits."
Bei Salazar, ich glaube das mein Herz aussetzte, die Behandlungen schlugen an. Sie reagierte gut darauf. "Est-elle consciente ?" fragte ich die kleine Hexe, würde Hermine bei Bewusstsein sein?
Würde ich mit ihr sprechen können? 
Doch die alte nahm mir diese aufkeimende Hoffnung, mit ihrer nächsten Antwort. 
"Non. Nous ne pouvons pas dire quand elle reprendra conscience." Nein, sie war noch nicht bei Bewusstsein, aber was hatte ich denn auch erwartet?
Ich befand mich völlig im freien Fall, denn ich wusste dieses erste Mal in meinem Leben absolut gar nichts. 


Das Zimmer, welches ich soeben betreten hatte lag im warmen sonnengetauften Licht des Nachmittags. Wie von mir gefordert hatte Hermine ein Einzelzimmer erhalten. Meine Augen suchten den Raum ab und fanden sie. Ihre zierliche Gestalt hätte genauso gut in diesem Bett untergehen können, die Decken die sie umhüllten, waren dick, sie sahen warm aus, sicherlich um ihre Körpertemperatur ebenmäßig zu halten. Doch ließen sie Granger noch viel kleiner wirken. Und mir, mir sackte das Herz in die Hose, als ich näher an sie heran trat.
Wie Tod verweilte sie regungslos in diesem Bett. Ihr Anblick erschütterte etwas ganz tief in mir, und brachte damit auch die letzte Wand, die ihr gegenüber noch errichtet war zum Einsturz. Kein Zauberer und keine Hexe hatte es jemals geschafft mich derart zu berühren. Ehrlich gesagt jagte mir das eine heiden Angst ein.
Leise nahm ich mir einen der beiden Stühle, die an dem kleinen Rundtisch standen und zog ihn zu Hermine ans Bett heran. Zögernd blickte ich auf ihre blasse Gestalt herab. In meinen Gedanken redete ich mir ein, sie würde nur schlafen, und könnte jeden Moment aufwachen. 
Doch die Realität sah anders aus. Salazar sei dank, hatte die kleine Heilerin uns seit meinem Betreten alleine im Zimmer gelassen. Langsam wagten meine Finger sich vor und ergriffen ihre zarte Hand. In der Tat fühlte sich ihre weiche Haut warm an, was die Schlinge um mein Herz ein wenig lockerte. Und wie ein Mantra wiederholte ich in meinen Gedanken, sie würde nur schlafen.
In diesem Moment wurde mir bewusst, dass es mir das Herz brechen würde, wenn diese wunderbare Hexe vor mir, nicht wieder aufwachen würde. 
Diese Erkenntnis traf mich tief, und verwüstete wie ein Sturm, all die Hoffnung in meinem Inneren. Etwas fester drückte ich ihre dünnen Finger.
Ich war hier, bei ihr, sie war direkt vor mir, und sie war doch eine Kämpferin. Verzweifelte Worte, eines verzweifelten Mannes, der die Liebe vor seinen Augen hat und sie doch nicht zu fassen bekommt.

das Wunder der magischen TierwesenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt