Sternenstaub

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POV Hermine

Schwer atmend stoben wir auseinander. Malfoy fuhr sich mit seinen Fingern durch die nassen Haare, jeder Blinde hätte sehen können, wie sehr seine Finger bei dieser einfachen Geste zitterten. 
Meine Gedanken waren ein einziges Chaos, wieso fuhren meine Gefühle wie in einer Achterbahn einen Looping nach dem anderen?
Was war das gerade gewesen? Und wieso, nannte mein Kopf ihn Malfoy, wenn wir uns doch gerade geküsst hatten? Ich fühlte ich mich plötzlich unglaublich unwohl in meinem eigenem Körper, die fehlenden Erinnerungen, meine Verwirrung, der anhaltende Kopfschmerz. Die Fragen, die mir niemand beantworten wollte. Warum hüllten sich alle in Schweigen?

"Ich hätte nicht." stolpernd ging der blonde Mann ein paar Schritte rückwärts, der raue Klang seiner Stimme, brachte das Kribbeln auf meiner Haut zurück.
"Tut mir Leid, ich hätte das nicht tun dürfen." Beinahe ungläubig war mein Finger zu meiner Lippe gewandert und darüber gefahren, so als müsse ich mich vergewissern, das das gerade wirklich passiert ist.

"Was hat das zu bedeuten?" Die Ungewissheit nagte an mir, wann hörte das auf?
Würde es noch schlimmer werden, je länger ich mich nicht erinnern konnte?


"Granger," Dracos Brust hob und senkte sich schwer, und Reue stand ihm ins Gesicht geschrieben. "Ich hätte das nicht tun dürfen. Ich bitte dich darüber nachzudenken, bevor du etwas tust, was deiner Genesung im Weg stehst."
Skeptisch fragte ich mich was er damit meinte.
Und als würden seine nächsten Worte ihn beinahe unüberbrückbare Überwindung kosten antwortete er mir endlich, wenn auch widerwillig. "Denk darüber nach, bevor mir du mir das Besuchsrecht entziehst."
Davor hatte er Angst? Das ich ihm verweigern würde mich weiterhin zu besuchen?

"Draco, es ist alles in Ordnung. du kannst mich auch morgen wieder besuchen. Und vielleicht fällt es mir morgen leichter mich zu erinnern, vielleicht hilft es mir tatsächlich, wenn ihr bei mir seid und mir Geschichten erzählt. Ich habe nicht zufällig ein Tagebuch geführt?"
Ein Tagebuch wäre meine Hoffnung, denn in einem Tagebuch, würden ausschließlich meine eigenen Gedanken stehen, meine eigenen persönlichen Empfindungen und Erlebnisse. "Nicht direkt, aber ich werde dir etwas persönliches besorgen. Dann bis morgen."
Und noch ehe ich weitere Fragen stellen konnte, war dieser merkwürdige Man verschwunden.

Am Abend kam der Oberarzt, oder wie er sich nannte, Heiler zurück und testete noch einmal meine Reflexe. Erst an meinen Füßen und dann an meinen Handinnenflächen, doch er sagte kein Wort zu mir. Auch seinen kuriosen Stab sah ich kein weiteres Mal. Ebenso wie der Oberarzt hüllte auch Heilerin Laurent sich in schweigen. Als würde ich ihnen nicht gerade Fragen gestellt haben. Weitere Besucher verirrten sich nicht im mein Zimmer. Müde und geschafft von der Anstrengung des Tages fielen mir schon frühen Abend immer wieder die noch schmerzenden Augen zu.

Noch bevor die Nacht den Tag küsste war ich eingeschlafen. Glitt in einen seichten Schlaf und mit dem Schlaf, kamen die Träume und mit den Träumen kamen auch die Farben zurück. 

Und doch war es so viel mehr als Farben, es waren ganze Schemen und Schatten die sich zeigten nur um sich dann doch wieder zu verstecken. 
Konnte ich einen Blick auf die Schatten erhaschen, fand ich ihre Gesichter in dichten Nebel gehüllt vor. 

Doch mit dem Nebel veränderten sich auch die Farben, je näher ich an sie heran treten wollte, desto mehr veränderte sie sich. Formten sich zu menschenähnlichen Figuren nur um dann wieder wie tausend Sterne am Firmament zu erstrahlen und zu verschwinden.

Keine Zeit der Welt hätte beschreiben können wie lange ich bereits durch all diese wundersamen Dinge irrte, bis sie sich erneut formten und ich wieder einmal das Gefühl hatte, das hier ein Hauch von Magie in der Luft lag.
Doch in unseren Träumen, konnte bekanntlich alles geschehen. 

In unseren Träumen erschaffen wir uns unsere ganz eigene individuelle Welt.

So ist es nun, dass ich mich umgeben von alten Gemäuern wiederfinde. Vermutlich bin ich elf oder zwölf Jahre alt, um mich herum befinden sich viele Jungen und Mädchen desselben Alters und sie alle halten einen Zauberstab zwischen ihren kleinen Händen. Und versuchen genau wie ich etwas das vor uns liegt zum Schweben zu bringen.

das Wunder der magischen TierwesenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt