Kapitel 54

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*Jason's Sicht*
Ich wachte mit höllischen Kopfschmerzen auf. Was ist nochmal passiert?

Eigentlich wollte ich abhauen, wurde aber von einem Mädchen aufgehalten.

Anschließend wurde ich von Adaline betäubt und zurückgeschleppt in dieses Höllenloch.

Verdammter Mist!

Langsam öffne ich meine Augen und sehe Adaline.

„Auch mal wach!“, sagte sie desinteressiert.

Ich rollte nur mit den Augen und schnaubte.

„Was sollte das mit dem Fliehen?“, fragte sie mich ernst und schaute mir richtig in die Seele.

Das ist irgendwie beängstigend, aber ich bleibe stark, denn ich bin mehr, als sie denkt.

„Du fragst ernsthaft, was das sollte? Frag dich doch mal, du bist hier die Psychopathin, die mich entführt hat, mir wehgetan hat, usw.“, schrie ich sie an.

Sie schaut mich an und antwortet zunächst nicht, bis sie aufsteht, um irgendetwas zu holen.

Als sie zurückkommt, hat sie ein Baby im Arm und das Mädchen, das mich fasziniert.

„Du denkst wirklich, ich bin ein Psycho? Ich bin Mutter, verdammt! Das hier ist dein Sohn, den ich alleine großziehe, da du nicht für mich da warst, und das hier ist meine Tochter, die ich vor einem Jahr adoptiert habe. Also sag mir nie wieder, dass ich ein Psycho bin“, sagte sie laut, mit Tränen in den Augen.

„Ich habe einen Sohn?“ fragte ich sie.

Sie setzte sich mit meinem Sohn auf dem Arm hin, und das Mädchen stand neben ihr.

„Ja, ich wollte dir damals sagen, dass ich schwanger bin, aber ich kam nicht dazu, da ich erfahren habe, dass du Clara heiraten willst. Da ist mir eine Sicherung durchgebrannt, du weißt ja, was passiert ist“, sagte sie traurig.

Sie hat meine Eltern umgebracht, das werde ich ihr niemals verzeihen – und das nur, weil ich sie nicht heiraten wollte. Sie will mir weismachen, dass sie kein Psycho ist.

Das muss ich erstmal alles verdauen.

Ich antworte nicht darauf, und sie redet weiter, denn ich muss erstmal mit der Situation klarkommen.

Ich habe ein Kind!

Das habe ich mir schon immer gewünscht!

Ich möchte meinen Sohn und das Mädchen kennenlernen, denn ich will für beide da sein.

"Worüber denkst du nach?" fragte sie mich.

"Wie heißen mein Sohn und das Mädchen?" fragte ich sie.

Adaline lächelte mich an. Wahrscheinlich ist sie glücklich, dass ich mich für die beiden interessiere.

Natürlich interessiere ich mich für sie, denn ich bin Vater.

Das macht mich glücklich, auch wenn ich vor ein paar Stunden nicht mal wusste, dass es sie gibt.

Jetzt bin ich umso glücklicher.

"Evan und Valentina", sagte sie stolz mit einem Lächeln.

Wow, schöne Namen.

"Das sind schöne Namen", sagte ich.

Adaline grinst mich an und kommt zu mir.

"Ich werde dich gehen lassen, aber niemals vergessen, dass du meine Halbschwester heiraten wolltest!" sagt sie ernst und bindet mich los.

Als ich losgebunden bin, reibe ich meine Handgelenke, da sie ziemlich fest geschnürt wurden.

„Du bist frei, aber ich sehe dich überall. Wenn du etwas Falsches machst, egal was, finde ich dich und mal sehen, was ich mit dir mache“, sagte sie streng.

Ich bin verwirrt…

Was hat das zu bedeuten? Ich meine, ich bin der Vater von Evan und Valentina. Auch wenn sie nicht mein leibliches Kind ist, gehört sie zu mir, also dürfte sie mir doch nichts tun, oder?

Bevor ich sie fragen kann, was sie vorhat, ist sie schon mit meinen Kindern weg.

Jetzt verstehe ich nichts mehr: Ich darf gehen, aber nicht meine Kinder kennenlernen.

Beim langsamen Herausgehen, immer noch mit echten Schmerzen, grüble ich nach.

Als ich endlich draußen bin und die Luft einatme, sehe ich eine Gestalt.

Wer ist das?

Warte mal, ist das Clara?

Was macht sie hier und woher weiß sie, wo ich bin?

„Hallo Jason, lange nichts mehr von dir gehört. Ach, warte, du wolltest mich umbringen und ich wollte dich umbringen, wir sind quit“, sagte sie gehässig.

„Was willst du, Clara?“

„Ich bin nicht Clara, ich bin Evelina. Clara gibt es nicht mehr, sie ist tot“, sagte sie stolz und lachte hysterisch.

Was? Ich verstehe nichts mehr.

Clara, bzw. Evelina, kommt immer näher und ich gehe ein paar Schritte zurück.

Sie rennt zu mir und steht direkt vor meinem Gesicht.

Das ist eindeutig nicht mehr Clara; sie hat schwarze Augen.

Die Tür hinter mir geht auf.

„Ah, hallo Halbschwester, dich habe ich schon erwartet“, sagte Adaline.

Evelina schaut Adaline an und nickt ihr zu.

„Wie ich sehe, hast du Jason schon getroffen, aber um ihn kümmern wir uns später. Zuerst möchte ich Zeit mit meiner Halbschwester verbringen“, sagte sie stolz.

Evelina geht zu Adaline, und die Tür schließt sich.

Was war das?

Ich weiß, wo ich als Nächstes hingehe, um meine Fragen beantwortet zu bekommen, nämlich zu Luna.

Sie ist die Einzige, die mir helfen kann.

Aber bevor ich dorthin gehe, muss ich mich heilen, nur ich habe keine Kraft mehr.

Deshalb kippe ich mal wieder nach gefühlt 10 Minuten um.

Ich hoffe, jemand findet mich.

𝓣𝓱𝓮 𝓭𝓪𝓻𝓴𝓷𝓮𝓼𝓼 𝓲𝓼 𝓪 𝓹𝓪𝓻𝓽 𝓸𝓯 𝓶𝓮 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt