Kapitel 59

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*Clara's Sicht*
Es sind ein paar Monate vergangen, seit das Waisenhaus abgebrannt ist, und jetzt lebe ich bei Sara und ihrer Adoptivmutter, da ihr Vater gestorben ist.

In letzter Zeit ist einiges bei mir los gewesen, das versuche ich zu verhindern, denn ich möchte einfach nur ein normales Leben haben.

Ich weiß gar nicht, ob Gabi noch lebt oder ob sie schon tot ist. Das macht mich verrückt.

Wegen mir sind so viele Menschen dort gestorben, die es nicht unbedingt verdient haben.

Aber ich muss mich damit abfinden, denn dieses Geheimnis darf niemals ans Licht kommen.

Die Polizisten kamen nicht mehr so oft vorbei, da wahrscheinlich nichts Verdächtiges mehr passiert ist.

Die Beerdigung von Logans Adoptivvater steht bevor, und wir machen uns gerade fertig.

„Du siehst so deprimiert aus, Clara“, sagte Sara und stupste mich von der Seite an.

„Alles gut, ich denke nur an alles, was mir widerfahren ist. Das alles zu verarbeiten dauert lange“, sagte ich, während ich nebenbei meinen Lippenstift auftrage.

„Okay, wenn du reden willst, ich höre dir gerne zu“, sagte sie mit einem leichten Lächeln.

Als sie meine Schulter berührte, bekam ich ein leichtes Kribbeln im Bauch.

Was ist das nur?

Jetzt, wo wir alle fertig sind, gehen wir in die Kirche, um ihm eine letzte Ehrung zu erweisen.

*Böse Stimme*: Diese Ehrung hat er nicht verdient. Dieser Mistkerl hat unschuldige Schwangere getötet. Zum Glück habe ich ihn getötet, denn das hat er verdient.

Ich drehe innerlich die Augen wegen dieser Aussage und höre weiter zu, was der Priester und die Angehörigen zu sagen haben.

Nachdem das alles gesagt wurde und ein paar Tränen vergossen wurden, sind wir zum Friedhof gegangen, um ihn zu beerdigen und Blumen ins Grab zu werfen.

Seine Frau sagt noch ein paar Worte und weint, bis sie nicht mehr kann.

Man kann es ihr nicht verübeln; sie waren sehr lange zusammen, wollten Kinder haben, was leider nicht möglich war, und jetzt ist er tot.

Durch mich hat das alles meine dunkle Macht mit mir gemacht.

Wir waren noch essen gegangen, wenn man überhaupt an so etwas denken kann.

Danach sind wir alle nach Hause gegangen, und ich habe mit Sara einen Film geschaut, um mich abzulenken.

Beim Filmschauen schläft Sara ein, nur ich kann nicht schlafen.

Ich mache den Fernseher aus.

Gehe runter, um mir Wasser zu holen.

Im Keller höre ich Stimmen und sehe, wie Kaitlyn mit jemandem redet.

Ich belaushche die beiden, denn vielleicht ist es ja etwas Nützliches.

„Ich habe gesehen, wer ihn getötet hat“, sagte dieser Typ.

„Sag es mir, denn ich will mich rächen für das, was er oder sie meinem Mann angetan hat“, sagte sie.

„Es war deine Adoptivtochter“, sagte er.

Sie schaut ihn nur an, schüttelt den Kopf, fällt zu Boden und hat einen Nervenzusammenbruch.

Was erzählt er denn da?

Ich muss unbedingt verhindern, dass die Runde weitergeht und Sara danach noch getötet wird.

Denn sie ist mir wichtig.

Ich werde sie mit meinem Leben beschützen.

Wenn jemand ihr weh tut, muss er zuerst an mir vorbei.

*Gabi's Sicht*
Langsam blinzelte ich und wachte auf.

Wo bin ich?

Was ist passiert?

„Sind Sie wach?“ sagte jemand zu mir.

„Was wissen Sie über Clara Miller oder Elisabeth und über den Brand des Waisenhauses?“ fuhr er fort.

Ich verstehe gar nichts mehr.

Es ist ein Mann mit Locken und einer Brille.

„Warum möchten Sie das wissen? Und wer sind Sie?“ fragte ich.

„Das, meine Liebe, werden Sie bald erfahren. Aber zuerst will ich Antworten“, sagte er.

Ich schüttelte den Kopf und sah ihn desinteressiert an.

„Wenn Sie nicht kooperieren, dann werde ich jedem das Geheimnis verraten, das Sie getan haben“, sagte er mit einem Grinsen.

Ich gucke ihn schockiert an.

Er grinst mich an.

Dieser Mistkerl weiß, wie man jemanden erpressen kann.

Sagen werde ich trotzdem nichts, da ich es versprochen habe.

𝓣𝓱𝓮 𝓭𝓪𝓻𝓴𝓷𝓮𝓼𝓼 𝓲𝓼 𝓪 𝓹𝓪𝓻𝓽 𝓸𝓯 𝓶𝓮 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt