Kapitel 62

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*Julieta's Sicht*
Meine beiden Mädels schauen mich erwartungsvoll an, da sie endlich alles wissen möchten, und das werden sie auch bekommen.

Ich erzähle ihnen alles von Anfang an, denn sie sollen alles Mögliche erfahren. Weiterhin zu lügen bringt nichts mehr, da sie sonst von jemand anderem erfahren könnten, und das möchte ich vermeiden.

"Also gut, es war wie folgt: Als du, Elisabeth, geboren wurdest, habe ich sofort gemerkt, dass du wie ich bist, denn ich habe die Fähigkeiten, die du hast. Ich wollte nicht, dass du getötet wirst, denn wir haben Feinde, die alles getan hätten, um dich umzubringen. Deshalb habe ich mich entschieden, dich ins Waisenhaus zu bringen, unter einem anderen Namen. Ich habe dich einer netten Dame gegeben, namens Gabi; sie sollte auf dich aufpassen", sagte ich mit Tränen in den Augen.

Bevor ich eine Antwort erhalte, rede ich weiter.

„Adaline wurde fast in meinem Bauch getötet, aber Luna hat mich gerettet, bevor sie es geschafft haben“, sagte ich und fühlte, wie ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.

„Ich verstehe, dass du mich nur beschützen wolltest“, sagte Elisabeth.

Die beiden kommen zu mir und umarmen mich. Das ist ein sehr bedeutender Moment in meinem Leben, denn ich habe meine beiden Kinder wieder mit meinen Enkeln.

„Ich wollte euch noch sagen, dass dein Vater Adaline gestorben ist. Da warst du noch nicht so alt, und von deinem Vater, Elisabeth, fehlt jede Spur“, sprach ich leise, ohne Tränen zu vergießen.

Luna merkt jedoch, dass es mich sehr hart trifft, und kommt zu uns, nachdem mich meine beiden Kinder umarmt haben.

„Dir trifft keine Schuld. Du hast alles getan, was nötig war, um Adaline und Elisabeth zu schützen, auch wenn du daran kaputtgegangen bist“, antwortet mir Luna offen.

Die Mädels schauen mich an und dann sich selbst. Auf einmal strahlen die beiden.

"Dürfen wir hier wohnen? Also wir beide", fragte mich Elisabeth auffordernd.

Was ist das denn für eine Frage? Natürlich.

"Klar dürft ihr hier wohnen, aber wissen eure Adoptiveltern Bescheid?"fragte ich, um sicherzugehen, dass niemand sie vermisst.

Denn dann wäre es schlecht.

„Nein, aber ich werde meiner Adoptivmutter eine Nachricht schreiben“, sagte Adaline.

„Um ehrlich zu sein, habe ich keine Adoptiveltern, denn ich war die ganze Zeit bei Adaline, wo sie gerade wohnt“, sagte Elisabeth kleinlaut.

Auf all das konnte ich gar nicht gefasst werden, aber ich akzeptiere es.

Adaline nimmt ihr Handy und schreibt ihrer Mutter wahrscheinlich, dass sie nicht mehr oder für kurze Zeit woanders wohnen wird.

Elisabeth schaut nur durch den Raum, da sie wahrscheinlich nicht die leiseste Ahnung hat, was sie machen soll.

Ich bin glücklich, dass meine Familie vereint ist. Jeder, der sich zwischen uns stellt, wird leiden.

Es ist auch egal, wer sich gegen uns stellt; ich beschütze diese Familie mehr als mein eigenes Leben.

Denn ich bin verdammte Julieta.

Niemand wird sich an meinen Kindern oder sonst jemandem vergreifen.

Sonst werde ich ihn töten.

Ich habe schon so viel Leid ertragen; noch mehr ertrage ich nicht.

„Alles in Ordnung, Mutter. Du warst die ganze Zeit anwesend“, sprach Elisabeth, denn ich war so in Gedanken versunken, dass ich nicht mitbekommen habe, dass sie mit mir redet.

„Alles in Ordnung. Weiß deine Adoptivmutter Bescheid, Adaline?“, fragte ich. Adaline nickte, und jetzt bereiten wir alles in dem Anwesen vor.

Ich zeige meinen Töchtern, wo sie schlafen werden, und das ganze Anwesen.

Natürlich frage ich einen meiner Butler, ob sie aus dem Keller ein Babybett für den kleinen von Adaline holen könnten, damit er auch irgendwo schlafen kann.

Nachdem das erledigt ist, zeige ich der Kleinen von Adaline ihr Kinderzimmer.

Das wird noch schön gestaltet.

Alle sind zufrieden.

Jetzt, da es fast Abendbrotzeit ist, mache ich für alle Abendbrot, denn meine Angestellten sind nur für das Aufpassen und die Haushaltsarbeiten zuständig. Aber ich koche selbst; es gibt eine schöne hausgemachte Suppe.

Luna bleibt heute auch noch, aber wahrscheinlich wird sie morgen, wie ich sie kenne, gehen.

Wir essen an einem Tisch und genießen es in vollen Zügen, vereint zu sein.

Dass diese Zeit niemals enden wird.

𝓣𝓱𝓮 𝓭𝓪𝓻𝓴𝓷𝓮𝓼𝓼 𝓲𝓼 𝓪 𝓹𝓪𝓻𝓽 𝓸𝓯 𝓶𝓮 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt