*Luna's Sicht*
Nachdem ich mit der Mutter geredet hatte, bin ich zurück in meine Hütte gegangen.
Ich war so sauer auf sie und auf mich, weil ich hätte wissen müssen, dass sie sich freuen würde, wenn sie hört, dass sie Oma ist.
Aber ich habe das alles nur so gedacht, weil Adaline für die Familie Abschaum sein sollte.
Ich habe die ganze Nacht so viel gefühlt und darüber nachgedacht, dass ich nicht richtig schlafen konnte.
Als ich in der Hütte war, kam mir Jason entgegen, was mich genervt hat. Aber dann ist mir aufgefallen, dass Jason doch etwas mit Adaline zu tun hat.
Also war meine Wut weg und Schadenfreude kam durch.
Beim Reden mit ihm habe ich so viel gefragt, wie ich nur konnte, und er hat mir auch Antworten gegeben. Also wird es Zeit, Adaline nach langer Zeit einen Besuch abzustatten.
Ob sie sich noch an mich erinnert?
*Vergangenheit*
Ich war eine ganze Zeit bei den Millers und habe besonders viel Zeit mit der werdenden Mutter verbracht.
Ich habe sie beschützt, wo ich nur konnte, und versucht herauszufinden, wer dem Baby schaden wollte.
Leider ist mir das nicht gelungen.
Juliana steht kurz vor der Geburt, und ich helfe, wo ich kann, denn sie ist meine beste Freundin.
Sie liegt in ihrem Ehebett voller Schmerzen wegen der Wehen, und ich tupfe mit einem nassen Lappen auf ihrer Stirn, denn sie hat total Fieber.
Ihr Mann ist mal wieder bei der Arbeit – das ist er ständig.
Hauptsache, er kommt rechtzeitig, wenn die Kleine da ist, denn das soll doch ein glücklicher Moment sein.
"Ahhh!" schrie Julieta.
"Was ist los?" fragte ich.
"Meine Fruchtblase ist geplatzt!"
Es geht los!
Von da an ging alles ganz schnell. Ich holte alle Instrumente, die man für eine Geburt braucht, und desinfizierte alles.
In den vier Stunden kam der Ehemann immer noch nicht nach Hause. Das hat mich schon gewundert, aber später sollte ich herausfinden, warum.
Nach etwa 4 Stunden war die kleine Maus da. Ich habe die Nabelschnur durchtrennt und sie kurz auf der Brust abgelegt, um die Bindung zu stärken. Anschließend habe ich sie sauber gemacht.
Während ich sie sauber gemacht habe, ist Julieta weggenickt. Also habe ich die süße kleine Maus in das Bettchen gelegt, das wir vor ein paar Monaten gekauft haben.
Ich habe sie nicht lange schlafen lassen, da die Kleine auch noch trinken muss.
Habe also Julieta vorsichtig geweckt, ihr die Kleine gegeben und versucht zu zeigen, wie das Stillen funktioniert. Es hat dann auch geklappt.
„Wie soll die Kleine heißen?“ fragte ich und lächelte bei dem Anblick.
„Adaline.“
Ich grinste, denn das ist ein schöner Name für so ein tolles Mädchen.
Ich habe später, als die werdende Mutter und ihr Kind geschlafen haben, ein Gespräch mitbekommen, dass der werdende Vater schwer krank ist und nicht mehr lange zu leben hat. Deshalb war er nie da, nicht weil er arbeiten musste, sondern weil er die ganze Zeit beim Arzt war.
Ich habe Julieta davon nichts erzählt, denn er muss es selbst sagen.
Was er dann auch getan hat, und Julieta war am Boden zerstört, hat aber versucht, mit ihm die schönste Zeit seines Lebens zu genießen.
Es sind viele Jahre vergangen. Adaline wurde größer und mächtiger.
Ich habe versucht, ihr beizubringen, wie man die Macht kontrollieren kann.
Was anfangs gut klappte, werde ich nie vergessen, nur den einen Tag.
Adaline war schwanger von dem Jungen, der eigentlich Clara heiraten wollte, und hat ihre Eltern umgebracht.
Als ich das herausfand, war ich so geschockt, dass ich die Familie im Stich gelassen habe. Aber nicht nur deshalb, sondern auch wegen dem, was sie noch getan hat, hat mich zutiefst verletzt, sodass ich noch mehr Abstand genommen habe.
Darüber spreche ich nicht gerne, da es mich in ein tiefes Loch ziehen würde.
War das berechtigt?
*Vergangenheit Ende*
Ich überlege die ganze Zeit, wo sie sein könnte, denn mir würde ein Ort einfallen, wo wir immer hingegangen sind, als sie klein war.
Nämlich in ein Haus, das sehr verlassen war, und wir haben es beide hübsch gemacht.
Das Haus ist sehr groß, könnte fast wie eine Fabrik aussehen, ist aber auch sehr alt.
Das ist in der Nähe von meiner Hütte, denn dort habe ich Jason gefunden, an unserem geheimen Ort.
Nur Adaline und ich kennen diesen Ort, sonst niemand.
Ich gehe dorthin, um zu schauen, ob jemand da ist.
Es war jemand da. Ich gehe leise hinein und sehe Adaline mit zwei Kindern.
Ich wusste nicht, dass sie noch ein Kind bekommen hat.
Ich beobachte sie weiter, bis irgendetwas unter mir knarzt.
Adaline schaut umher, nimmt ihren Sohn auf den Arm und das Mädchen hinter ihren Rücken und steht in Angriffsbereitschaft.
Wer ist da? fragt sie.
Ich komme aus meinem Versteck.
"Lu...n..a", stottert sie.
"Hallo, Adaline", sage ich.
Sie sieht mich mit großen Augen an und rennt auf mich zu, mit glasigen Augen.
Ich habe sie vermisst und vergesse alles, was geschehen ist, denn es zählt nur das Hier und Jetzt.
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𝓣𝓱𝓮 𝓭𝓪𝓻𝓴𝓷𝓮𝓼𝓼 𝓲𝓼 𝓪 𝓹𝓪𝓻𝓽 𝓸𝓯 𝓶𝓮
Fantasy𝕯𝖎𝖊 𝟏𝟔 𝕵ä𝖍𝖗𝖎𝖌𝖊 𝕮𝖑𝖆𝖗𝖆 𝕸𝖎𝖑𝖑𝖊𝖗 𝖎𝖘𝖙 𝖘𝖊𝖎𝖉 𝖘𝖎𝖊 𝖉𝖊𝖓𝖐𝖊𝖓 𝖐𝖆𝖓𝖓 𝖎𝖒 𝖂𝖆𝖎𝖘𝖊𝖓𝖍𝖆𝖚𝖘. 𝕴𝖍𝖗𝖊 𝕰𝖑𝖙𝖊𝖗𝖓 𝖐𝖊𝖓𝖓𝖙 𝖘𝖎𝖊 𝖓𝖎𝖈𝖍𝖙 𝖉𝖆 𝖘𝖎𝖊 𝖏𝖆 𝖓𝖎𝖈𝖍𝖙 𝖐𝖊𝖓𝖓𝖑𝖊𝖗𝖓𝖊𝖓 𝖉𝖚𝖗𝖋𝖙𝖊. 𝕮𝖑𝖆𝖗𝖆 𝖒...
