In dieser Nacht schreckte ich immer wieder hoch und fand einfach keine Ruhe. Der morgige Schultag bereitete mir noch mehr Sorgen als der heutige. Ich fürchtet mich vor den Fragen, die mich erwarten würden. Fragen über Draco und seine Art oder Beleidigungen über ihn. Ich wusste nicht mal, was mich mehr belastete.
Außerdem spielte sich immer wieder ein Szenario in meinem Kopf ab. Was passieren würde, wenn Harry oder noch schlimmer Ron von mir und Draco erfahren würden?
Ron war ein toller Zauberer darin bestand kein Zweifel, aber ich wusste, wie schnell er sauer werden konnte und wie schnell er die Beherrschung verlieren konnte. Und in solchen Fällen konnte es auch zu Handgreiflichkeiten kommen. Gerade bei Draco würde es ziemlich sicher auf diese Sache hinauslaufen. Und da kamen schon meine nächsten Bedenken; sollte es zu Handgreiflichkeiten oder gar zu einem Kampf kommen würde Ron diesen niemals gewinnen können.
Ja, er war ein guter Zauberer aber ich kannte Draco's Kräfte und seine Fähigkeiten und wusste nur zu gut, dass Ron gegen ihn im Ernstfall keine Chance haben würde.
Meine Gedanken überschlugen sich immer weiter und schließlich wurde mir alles doch zu viel.
Vorsichtig stieg ich aus dem Bett und ging ins Badezimmer. Es war kurz vor Mitternacht. An Schlaf war sowieso nicht zu denken, deshalb beschloss ich, mir einfach mal etwas Gutes zu tun.
Ich ließ mir heißes Wasser in die Badewanne ein und fügte ein wenig von meinem Lieblingsbadesalz hinzu, welches ich von meiner Mutter letztes Jahr zu Weihnachten bekommen hatte. Sie hatte das Badesalz selbst zusammen gemischt.
Es war eine besondere Mischung aus Jasmin und Rosenblätter. Ich liebte diesen Duft, er erinnerte mich an Zuhause und an meiner Mutter.
Langsam ließ ich mich in die Wanne sinken. Eigentlich hätte mich das heiße Wasser entspannen sollen aber stattdessen, kamen mir wieder die Erinnerungen an das letzte Treffen mit meinen Eltern in den Sinn.
Ich sah das entsetzte Gesicht meiner Mutter vor mir, als ich das Wohnzimmer betrat. Sie hatte mich angesehen, als wäre ich eine Einbrecherin und mein Vater war völlig außer sich. Diese Bilder hatten sich so dermaßen in mein Gehirn gebrannt.
Ich spürte einen Kloß im Hals und die heißen Tränen, die mir über die Wangen kullerten. Ich hatte dieses Bad eigentlich genommen, um mich zu beruhigen, aber statt mich zu entspannten legte ich die Hände über mein Gesicht und begann bitterlich zu schluchzen. Ich vermisste meine Eltern und die gemeinsame Zeit, die wir miteinander hatten.
Ich versuchte mich zu beruhigen. Ich musste mich beruhigen - niemand sollte mich so sehen und schon gar nicht Draco. Ich begann kontrolliert zu atmen und mich langsam zu beruhigen.
Ich verblieb solange in der Badewanne, bis ich mich einigermaßen wieder im Griff hatte. Wusch mir meine Haare, stieg schließlich aus der Wanne, band mir ein Handtuch um und begann mir meine Haare zu trocknen. Mit dem Handtuch dauerte es mir dann aber doch zu lange, sodass ich meinen Zauberstab hob und mir meine Haare trocken zauberte.
„So früh schon auf den Beinen?" Ertönte eine, mir mittlerweile, vertraute Stimme. Schnell blickte ich in den Spiegel um mich selbst zu überprüfen. Von meinem emotionalen Ausbruch von vorhin war nichts mehr zu sehen.
Lass dir nichts von deiner Schwäche ansehen, Hermine!
„Dasselbe könnte ich dich auch fragen." Antwortete ich und blickte ihn durch den Spiegel an.
Draco lächelte mich an, und ging auf mich zu, bis er hinter mir stehen blieb.
„Was ist los?" Fragt er.
„Alles in Ordnung. Wieso fragst du?" lächelte ich ihn an, in der Hoffnung, dass er mir meine Ausrede abkaufen würde. Doch meine Hoffnung wurde im nächsten Moment zu Nichte gemacht.
„Natürlich ist alles in Ordnung. Deswegen hast du vorher geheult wie ein Schlosshund und siehst jetzt aus wie ein misshandelter Welpe."
Er hat mich gehört. Scheiße.
Ich konnte ihm nicht antworten. Selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich drängte mich an ihm vorbei, eilte in mein Zimmer und schlug die Tür hinter mir zu.
Tränen stiegen mir wieder in die Augen. Ich ließ mich auf mein Bett sinken, vergrub mein Gesicht in meinen Händen und begann erneut zu weinen. Mein ganzer Körper bebte, als ich meine Trauer nicht mehr zurückhalten konnte.
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pure mudblood - Dramione
FanfictionDie große Schlacht von Hogwarts ist gewonnen. Harry, Ron und Hermine treten ihr siebtes und somit letztes Schuljahr in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, an. Dieses Schuljahr hat es in sich, ganz besonders für Hermine ... Die Rechte an d...
