Dieser Schultag zog sich wie schon lange kein Tag mehr. Ich blickte gefühlt alle 3 Minuten auf die Uhr. Ich blickte gefühlt alle 3 Minuten auf die Uhr aber die Zeit wollte einfach nicht vergehen.
Als wir unsere letzte Stunde beendete hatten, packte ich ohne Weiteres meine Sachen und eilte in den Schulsprecherturm. Es war nicht mehr viel Zeit, bis Slughorn's Party beginnen würde und ich hatte noch so einiges zu tun.
Schnell sprang ich unter die Dusche und shampoonierte meine Haare mit meinem Lieblingsshampoo ein, welches ich nur zu ganz besonderen Anlässen nahm. Warum ich das genau tat, wusste ich selber nicht so genau, aber das hatte ich mir in den letzten Jahren so angewöhnt. Das Shampoo aus Rosenwasser und Rosenblüten ließ meine Haare immer angenehm duften und herrlich glänzen.
Nachdem ich fertig geduscht hatte, stieg ich aus der Dusche, band mir ein Handtuch um und stellte mich vor den Spiegel. Mit einer kleinen Handbewegung zauberte ich meine Haare trocken und versetzte ihnen im nächsten Schritt leichte Wellen. Danach nahm ich mir meine vorderen Haarsträhnen leicht zurück und fixierte sie an meinem Hinterkopf. Mein Make Up war so einfach an diesem Abend, dass man meinen hätte können, dass ich nicht mal eines trug. Aber ganz ohne wollte ich dann doch nicht gehen.
Zufrieden betrachtete ich mein Werk im Spiegel. Es war etwas einfach gehalten aber das machte nichts, es war mir wichtig, dass ich mich heute wohlfühlen würde und genau so tat ich das auch. Ich war noch nie der Typ für auffälliges Make Up oder Outfits gewesen.
Anschließend ging ich in mein Zimmer, öffnete den Schrank und zog ein knielanges rotes Kleid heraus. Es war das Kleid, dass ich damals bei der Hochzeit von Bill und Fleur getragen hatte und es war eines meiner Lieblingskleider. Es war außerdem ein Geschenk meiner Eltern. Wahrscheinlich liebte ich es deshalb so sehr.
Dazu trug ich noch passende rote Schuhe, mit einem kleinen Absatz.
Zufrieden blickte ich mich im Spiegel an. Ich war eigentlich ganz zufrieden mit meinem Outfit aber nun schien meine Nervosität von Minute zu Minute zu steigen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es Zeit war, für uns sich auf den Weg zu Slughorns Party zu machen.
Ein letztes Mal blickt ich mein Spiegelbild an bevor ich mein Zimmer verlies.
Ich trat aus meinem Zimmer und gleich erblickte ich Draco, der gerade aus der Bibliothek kam.
Er trug einen perfekt geschnittenen schwarzen Anzug, der wahrscheinlich teurer war als all meine Klamotten zusammen. Dazu trug er ein weißes Hemd, passenden Schuhen und eine grüne Krawatte mit passendem Einstecktuch.
Beim Merlin, er sieht traumhaft aus.
Draco blieb einen Moment stehen, als er mich aus der Tür kommen sah, bevor er auf mich zu kam. Ich schenkte ihm ein schwaches Lächeln.
"Ich hab Angst Draco." Hauchte ich.
"Ich weiß. Aber mach dir keine Sorgen, wir werden das schon schaffen irgendwie." Meinte er bevor er mich in seine Arme zog und mir einen Kuss auf den Scheitel drückte. Ich zog seinen vertrauten Duft ein und schoss für einen Moment die Augen.
Wir standen noch für einen Augenblick da und ich genoss es, in Draco's Armen zu sein. Als er mich wieder freigab, machten wir uns beide auf den Weg zu Slughorn's Party.
Der Raum war bereits gut gefüllt, als Draco und ich eintrafen. Viele Leute waren bereits auf der Tanzfläche, andere unterhielten sich bei den Stehtischen oder waren an der Bar. Auch wenn es sich hier nur um ein Büro handelte, war ich immer wieder begeistert, wie viel Slughorn aus diesen Räumlichkeiten herausholen konnte. Tausende Tücher, in Gold gehalten, waren durch den Raum gespannt und gaben dem Ganzen eine gemütliche aber zugleich elegante Atmosphäre.
Draco entschuldigte sich für einen Moment, um für uns beide etwas zu trinken zu holen. Während sich der blonde Slytherin durch die Menschenmenge bahnte, suchte ich den Raum nach bekannten Gesichtern ab.
Nur wenige Meter von mir entfernt erblickte ich die rote Mähne meiner besten Freundin und machte mich sogleich auf den Weg zu ihr. Ginny hielt bereits ein Glas Punsch in der Hand und unterhielt sich mit Harry als ich die beiden erreichte.
"Hey ihr Beiden." Begrüßte ich sie.
"Hermine! Schön dich zu sehen - gut siehst du aus!" Begrüßte mich Ginny und zog mich in eine kurze Umarmung.
"Du siehst wirklich Klasse aus Hermine." Fügte Harry hinzu.
"Das ist das Kleid, dass du bei Bill's Hochzeit getragen hast, stimmt?"
Ich nickte Ginny zu.
"Sag mal Hermine, wo ist denn nun deine Begleitung? Ich bin schon ganz aufgeregt, wen du mit genommen hast." Lächelte mich Harry an.
"Meine Begleitung ist ..."
"Schon hier." Ertönte Draco's Stimme hinter mir und im nächsten Moment wurde mir ein Glas mit Elfenwein gereicht.
Ich blickte kurz neben mich und blickte Draco fordernd an, ich hatte keine Lust, dass die Sache hier eskalieren würde. Anschließend blickte ich zu Harry, der mich fassungslos mit offenem Mund anstarrte.
"Hermine? Du willst mir doch nicht allen Ernstes erklären, dass deine Begleitung Draco Malfoy ist?"
Ich atmete einmal tief ein.
"Doch Harry genau das möchte ich."
Ich hatte eigentlich gedacht, dass Harry nun komplett aus der Haut fahren würde, aber statt dessen entspannte er sich und blickte mich nun mit einem weicheren Blick an.
"Wenn du glücklich bist Hermine, dann ist das in Ordnung. Ich denke jeder hat eine zweite Chance verdient und wenn Draco seine nun nutzen möchte, habe ich damit kein Problem. Ich möchte nur, dass du glücklich bist Hermine. Wie oder mit wem du glücklich wirst ist erstmal zweitrangig."
Anschließend wandte er sich Draco zu.
"Aber ich warne dich Draco, solltest du nur daran denken ihr weh zu tun, wirst du das bereuen."
Schnaubte Harry.
Draco schüttelte leicht den Kopf.
"Das wird nicht passieren." Antwortete er trocken.
Harry murmelte noch etwas das so klang wie, gut so. Danach entschuldigte er sich, um sich von der Bar etwas zu trinken zu holen. Ginny blieb bei mir und Draco stehen und blickte uns beide mit einem breiten Grinsen an.
"Das lief doch Prima!" Freute sie sich.
"Naja prima ist vielleicht etwas übertrieben aber es lief besser wie erwartet, wirklich. Ich hätte nie gedacht, dass Harry so reagieren würde."
"Ich auch nicht. Aber ich weiß, dass er dir nach wie vor sehr dankbar ist, dass du ihn im Manor nicht verraten hast, obwohl du ganz genau wusstest, dass er es war. Das hat Harry nie vergessen und ist dir bis heute sehr dankbar." Lächelte sie Draco an.
Draco schwenkte sein Whiskeyglas ein wenig und lächelte Ginny ebenfalls an.
Diese Situation war eine der schönsten seit Langem, zu sehen, dass Draco und meine beste Freundin gut miteinander umgehen konnten und dass sogar Harry ihm eine Chance gab sich zu beweisen, machte mich unglaublich glücklich.
Wir standen noch eine Weile mit Harry und Ginny zusammen und unterhielten uns. Natürlich war die Situation immer noch etwas angespannt und ungewohnt, aber es hätte weitaus schlimmer laufen können und ich war unendlich stolz auf Draco, der sich wirklich von seiner besten Seite gezeigt hatte. Irgendwann waren Harry und Ginny wieder mal in eines ihrer intensiven Gespräche vertieft, sodass sie wieder alles und jeden um sie herum ausblendeten. Ich beobachtete die beiden währenddessen.
"Würden Sie gerne tanzen, Miss Granger?" Riss mich Draco aus meinen Gedanken.
"Ich würde sehr gerne mit Ihnen tanzen Draco Malfoy." Lächelte ich ihn an.
Anschließend nahm Draco meine Hand und zog mich auf die Tanzfläche.
Gerade lief ein ruhiger Song und Draco legte einen Arm um meine Taille und zog mich enger an sich heran. Ich hatte das Gefühl, dass wir beide über die Tanzfläche schwebten. Ich hatte eine Hand in seine gelegt und die andere auf seiner Schulter abgelegt.
Im nächsten Moment spürte ich Draco's Stimme an meinem Ohr.
"Es tut mir leid, was ich dir angetan habe Hermine." Hauchte er.
"Draco schon gut. Wir haben das besprochen und vergessen das einfach."
"Nein, ich werde das wieder gut machen, glaub mir."
Ich lächelte ihn an. Ich war wieder mal überwältig von seiner weichen Seite, die er leider immer noch viel zu selten zeigte.
"Du siehst übrigens traumhaft aus. Es wäre wirklich eine Schande gewesen, wenn ich nicht mit auf diese Party gekommen wäre und diesen Anblick verpasst hätte." Sprach er weiter.
Ich wurde rot.
"Mal abgesehen davon, war es mir ein Vergnügen Nott's Vorhaben zu durchkreuzen. Er soll ruhig wissen, dass du an meine Seite gehörst und nicht an seine."
Ohne mich umzudrehen, wusste ich, dass nur wenige Meter hinter mir Theodore Nott stand, und mich zusammen mit Draco beobachtete und Draco ihn mit seinen Blicken förmlich durchbohrte.
Ich blickte den Slytherin an und bracht ihn so dazu, sich wieder mir zu zu wenden.
"Und ich möchte an keine andere Seite mehr, außer an deine Draco Malfoy."
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pure mudblood - Dramione
FanfictionDie große Schlacht von Hogwarts ist gewonnen. Harry, Ron und Hermine treten ihr siebtes und somit letztes Schuljahr in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, an. Dieses Schuljahr hat es in sich, ganz besonders für Hermine ... Die Rechte an d...
