30.

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Ginny und ich blieben eine Weile im drei Besen und redeten noch über Merlin und die Welt. Nachdem sie mich über Draco und seine Fähigkeiten ausgequetscht hatte, versteht sich.
Sie erzählte mir dann aber auch von Harry ihr und wie happy sie mit ihm sei. 
Es machte mich so glücklich zu sehen, wie gut es meiner besten Freundin mit meinem besten Freund ging. Sie hatte es wirklich verdient, glücklich zu sein und Harry schien einfach der Richtige für sie zu sein. Sie waren das perfekte Beispiel, dass es sich lohnte, um eine Liebe zu kämpfen, denn immerhin hatte Ginny schon gefühlt eine halbe Ewigkeit großes Interesse an Harry.

Nachdem wir das zweite Butterbier geleert hatten, machten wir uns auf den Weg zurück nach Hogwarts, dabei genoss ich unseren gemeinsamen Spaziergang, bevor ich mich von Ginny verabschiedete und zurück in den Schulsprecherturm ging.
Wenn ich so drüber nachdachte, war ich mehr als glücklich über Ginny's Reaktion. Nicht jeder hätte im Endeffekt so gelassen reagiert wie sie. Außerdem hatte ich nun jemandem, mit dem ich über Draco reden konnte und darüber war ich mehr als erleichtert. Was das zwischen mir und ihm genau war, was wir da hatten, wusste ich aber immer noch nicht. Aber im Moment war ich glücklich so wie es war, bis auf eine winzige Kleinigkeit.
Die Sache mit Parkinson ging mir immer noch nicht so wirklich aus dem Kopf. Pansy war eine wahnsinnig hübsche Hexe, die genau wusste, was sie wollte und auch sehr überzeugend sein konnte, noch dazu gab es Gerüchte, dass sie und Draco bereits schon das eine oder andere Male miteinander geschlafen haben sollten. Bis jetzt hatten mich diese Gerüchte immer kalt gelassen, aber nun reichte schon der Gedanke, allein um mir Übelkeit zu bereiten Der Weg zum Turm schien eine Ewigkeit zu dauern und die Gedanken über Pansy und Draco drohten mich innerlich zu zerfressen. 

Ich war unheimlich froh, als ich endlich an der großen Holztüre angekommen war. Ich sprach das Passwort und betrat den 5-eckigen Raum.
Es war ungewohnt ruhig im Turm, Draco schien also gerade unterwegs zu sein. Ich dachte mir weiters nichts dabei und beschloss mich in die warme Badewanne zu legen. Ich ließ mir heißes Wasser in die Wanne, fügte das Badesalz meine Mutter dazu, nahm mir noch ein Buch, schlüpfte aus meinen Klamotten und stieg in die heiße Wanne. Ich genoss die Zeit, die ich nun auch mal für mich hatte und mich nach Langem wieder dem Lesen und mir selbst widmen konnte. Leider vergas ich oft genug, wie wichtig es eigentlich ist, auch mal auf sich selbst zu achten und sich mit sich selbst ein wenig zu beschäftigen. Nach einer guten Stunde in der Wanne und geschätzte 200 gelesenen Seiten, stieg ich aus dem bereits abgekühlten Wasser und zog meine Schlafsachen an. Draco schien immer noch nicht da zu sein, schön langsam begann ich mir ein wenig Gedanken zu machen. 

Um mich nicht in irgendwas hinein zu steigern nahm ich mein Buch, machte es mir in dem Sessel vor dem Kamin gemütlich und begann weiter zu lesen. Auch wenn meine Augen über die Zeilen des Buches glitten, war meine Aufmerksamkeit dennoch auf die Holztüre meines Turmes gerichtet und ich hoffte Draco würde endlich durch diese Tür kommen. Ich merkte, wie meine Augen immer schwerer wurden und schließlich konnte ich sie nicht mehr offen halten und nickte ein.

Die schwere Holztüre, die aus ihrem Schloss gedrückt wurde, lies mich aufschrecken und mein Buch fiel auf den dunklen Holzboden.
„Alles gut Granger, ich bin es nur."
„Draco! Wie spät ist es eigentlich?" Antwortete ich etwas verschlafen und rieb mir die Augen.
„Kurz vor Mitternacht denk ich, warum?"
„Nur so." Meinte ich ein wenig beschämt.
„Was machst du um die Uhrzeit eigentlich noch wach? Du hast doch nicht etwas auf mich gewartet?" Fragte er mit seinem arroganten Lächeln als er die Tür hinter sich schloss. 
„Das würde dir so passen. Warum sollte ich das tun?"
„Weil du mich vermisst hast." Grinste noch arroganter.
„Träum weiter, Draco." Schnaubte ich.
„Ach komm. Wir wissen beide, dass es so ist, Granger. Also komm her." Meinte er sanft und öffnete seine Arme.

Sofort sprang ich auf und schmiegte mich in seine Arme. Und wenn ich so darüber nach dachte, hatte ich wirklich gewartet. Ich hatte wirklich auf ihn gewartet und gehofft, er würde, sobald wie möglich in den Turm kommen, da es einfach der einzige Ort war an dem wir für uns sein konnten. Draco drückte mich liebevoll an sich, während ich seinen vertrauten Duft einatmete. Dann legte er seine Hände um mein Gesicht und drückte seine Lippen auf meine. Ich schlang meine Arme um seinen Hals und zog ihn an mich.
„Wo warst du eigentlich so lange?"
„Pansy und ich waren noch in der Bibliothek, sie brauchte noch etwas in Zaubertränke und dabei habe ich ihr geholfen."

 Nein bitte nicht.

Sofort löste ich mich aus seiner Umarmung und trat einen Schritt zurück.
Draco sah mich etwas überrascht an.
„Was ist denn los?"
„Seit wann sind du Pansy denn so gut befreundet? Ich dachte sie geht dir auf die Nerven."
„Sie hat so ihre Vorteile." Grinste er.

Autsch, der tat weh.

„So, gut zu wissen." Meinte ich niedergeschlagen, drehte mich um und steuerte in mein Zimmer.
„Granger?"
„Lass es Draco. Ich bin müde ich geh schlafen."
Im nächsten Moment hatte sich seine Hand um mein Handgelenk geschlungen und er zog mich zurück.
„Granger, rede mit mir." Meinte er etwas streng. Aber ich schwieg.
„Hat es etwas mit Pansy zu tun."
Ich schwieg.
„Du bist eifersüchtig." Grinste er.
„Ich kenne sie und ihre Ansichten. Und ich kenne dich, deine Vorgeschichte und eure gemeinsame Vorgeschichte, also hab ich allen Grund unentspannt zu sein!" Fauchte ich ihn an, riss mich von ihm los und stürmte in mein Zimmer und schlug die Tür hinter mir zu.
Ich ließ mich auf mein Bett fallen und bemerkte wie mir die ersten Tränen über die Wangen liefen.

Gratulation Hermine. Du hast einfach immer das große Los mit den Männern.

Plötzlich legte sich jemand hinter mich ins Bett und legte seine Arme um mich.
„Mach dir keine Sorgen wegen Pansy." Meinte er sanft.
„Das sagst du so leicht. Ich weiß, dass ihr was miteinander hattet."
„Ja aber das ist vorbei. Das hast du wohl noch nicht bedacht."
„Ich eigentlich schon, aber sie noch nicht."
„Das ist aber ihr Problem."
Sein letzter Satz lies mich wieder ein wenig lächeln.
„Morgen hätten wir übrigens ein Quidditchspiel gegen die Ravenclaws. Ich könnte ein wenig Unterstützung gebrauchen." 
„Nun ja ..."
„Ich würde mich wirklich freuen wenn ich dich au der Tribüne sehen würde." unterbrach er mich.

 Wenn er schon so fragt.

 „Na schön ich bin morgen da."
„Außerdem würdest du verpassen, wie gut ich nicht in meiner Quidditchuniform aussehe." fügte er hinzu.
Sein arrogantes Eisprinzlächeln konnte ich förmlich spüren.
„Gute Nacht, Draco." flüsterte ich, schmiegte mich an ihn und im nächsten Moment war ich auch schon eingeschlafen.

pure mudblood - DramioneGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt