Kapitel 42

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Weiter kommt er nicht, denn sein Handy klingelt.

„Ja hier ist Sean."
„Wir skypen gerade mit ihr."
„Was willst du ihr denn sagen?"
„Och Babyface."

„Ja, ich werde es ihr sagen..", murmelt Sean.
„Bye", damit legt er auf.

„Was wollte er?", fragt Jaden.
„Melina... Es wird etwas dauern. Deine Mutter muss dieser ganzen Sache nämlich auch zu stimmen. Denkst du, dass wird sie tun?", möchte Sean wissen.
„Ich habe keine Ahnung. Aber was, wenn nicht?", frage ich.

„Dann wirst du nicht her kommen können", sagt Jaden traurig.
„Oder wir ziehen sie vors Jugendamt oder sowas. Ich meine genug Gründe hätten wir", sagt Devin.
Ich schüttle mit dem Kopf. Ich weiß sie sehen es nicht, aber es deprimiert mich.

„Darling bist du noch da?", möchte Sean wissen. Ich gebe ein leises murmeln von mir wieder.
Das können Sie mir nicht antun.

„Oh Leute. Psst seid mal still", sagt Sean und geht an sein Handy, da es klingelt.
„Ja, wir skypen immer noch."
„Das wäre fantastisch."
„Okay warte kurz ich frage sie. Melina Parker? Oder bestehst du auf Bojsen?", möchte Sean wissen.
„Also da ich nichts mehr mit Papa zu tun habe, denke ich Bojsen. Mama? Du bestehst auch auf Bojsen und nicht auf Parker bei meinem Namen richtig?", möchte ich wissen und sie nickt.

„Also Bojsen", sage ich ihm.
„Gut. Melina Bojsen? Möchten Sie unsere persönliche Fotografin und Stylistin sein? Wir bräuchten eine neue Fotografin, da unser Fotograf abgesprungen ist", erklärt Sean.
„Ist das euer Ernst?", frage ich verwirrt.
„Jawohl", antwortet Sean.

„Aber was ist wegen meiner Mutter?", möchte ich verwirrt wissen.
„Babyface regelt das", erklärt Sean.
„Aber du würdest es tun?", möchte Jaden wissen.
Ich stimme ihm zu, auch wenn ich nicht der aller beste Fotograf bin.

„Babyface? Sie hat ja gesagt", sagt er ziemlich freudig.
„Jungs? So leid wie es mir tut, aber ich muss schlafen. Ich bin extrem müde", erkläre ich.
„Okay. Schlaf gut. Wir lieben dich", rufen sie alle durcheinander.
Ich lache leicht. „Ich liebe euch auch", lächle ich. Damit legen wir auf.

Ich packe mein Handy weg und schlafe sofort ein.

„Du wirst nicht nach Los Angeles fliegen. Das verbiete ich dir!", brüllt mich meine Mutter an.
„Was soll das?", frage ich leicht verzweifelt.
„Was das soll?", möchte sie wissen. Ich nicke.
„Du bist mein Kind. Und ich möchte dich nicht auch noch verlieren. Außerdem kann ich dich besser versorgen als die anderen Jungs", bestimmt sie.

„Mama du wirst mich nicht verlieren", sage ich ruhig.
„Ach ja? Aber weist du, was schlimmer ist? Stell dir vor, du trennst dich von Sean. Oder sich von dir. Dann wollen die anderen auch nichts mehr mit dir zu tun haben", sagt sie.
Was, wenn Sie recht hat? Wenn ich wirklich irgendwann wirklich nichts mehr mit Ihnen zu tun habe? Dann wäre ich alleine in La.

Ich schrecke auf.
Das war nur ein Traum. Ich bin immer noch im Flugzeug. Aber was ist, wenn meine Mutter recht hat? Ich möchte nicht alleine in La sein.
Andererseits, warum hätte mich Sean sonst gefragt, ob wir heiraten wollen?

Meine Mutter sieht mich besorgt an. Warum mache ich mir Gedanken darum? Es war ein Traum.
Entspannt lasse ich mich wieder in den Sitz nieder.
Warte mal! Träume können wahr werden. Nein. Nein. Dieser Traum wird nicht wahr.

Außerdem hätten wir doch sonst schon längst überall Einhörner, da viele kleine Mädchen sowas träumen.

„Alles gut?", möchte meine Mutter wissen. Ich nicke leicht.
Der Pilot spricht wieder seine kleine, aber feine rede und setzt dann zur Landung langsam an.
Ich hole mein Handy raus.

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