,,Zieh schneller, du hast es gleich geschafft!", ruft Tom deutlich angetrunken. Ich versuche also schneller an meinem Strohhalm zu ziehen, der sich in dem Eimer befindet. Marlon schlägt sich gut, aber ich bin besser. Als mein Eimer leer ist, springe ich freudig auf und dann in die Arme von Tom. Er fängt mich auf und lacht. Gespannt sehe ich auf mein Handy. „Leute!", rufe ich laut, weswegen Tom lacht, da ich ihm ins Ohr brülle. ,,Gleich ist es Mitternacht", grinse ich und lege meine Beine um die Hüfte von Tom, da er keine Anstallt macht mich herunter zu lassen. Ich gucke auf meine Uhr. Dann fangen wir alle gemeinsam an runter zu zählen.
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
„HAPPY BIRTHDAY!!!", rufen wir alle freudig um Mitternacht. Pünktlich zu Toms Geburtstag. Ich drücke ihm einen Kuss auf die Wange und gebe ihm mein Geschenk. Er packt es aus und fängt an zu lachen. „Ich hoffe das reicht für den Anfang", lache ich. Ich habe ihm 17 Feuerzeuge geschenkt, weil er nie eins besitzt. Und er nun mal jetzt 17 Jahre alt ist. Oh und 17 Zigaretten. Von den Anderen bekommt er noch andere witzige Geschenke. Wir tanzen alle zusammen und lachen ziemlich viel. Es ist ein sehr schöner Abschied. Mir werden sie alle fehlen.
„Aufstehen..", murmelt jemand in mein Ohr. Ich blinzle leicht und bereue es sofort. Die Sonne scheint mir genau ins Gesicht. „Komm wir müssen los", lächelt meine Mutter leicht. Ich setze mich auf und meine Mutter lacht. Ich blicke sie fragend an. Sie zeigt auf den Spiegel und ich bewege mich dort hin. Ups, ich hab mich nicht abgeschminkt. Ich gehe ins Bad und Dusche mich. Danach ziehe ich eine Leggings und ein Tshirt von Tom an. Darüber zieh ich eine Jacke und ziehe meine Schuhe an. Meine Tasche liegt gepackt auf meinem Boden, weswegen ich sie nehme und nach unten gehe. Mein Koffer liegt bereits im Auto. Mit meiner Mutter gehe ich ein letztes Mal durch die Räume. Es wird mir alles so fehlen. Unten angekommen steige ich ins Auto. Als Mama auch sitzt fahren wir los. Amerika wir kommen. Auf dem Weg zum Flughafen blicke ich aus dem Fenster. Deutschland wird mir fehlen. Wirklich sehr. Ich sitze gerade mit meiner Mutter auf einer Bank im Flughafen, als mein Vater mit zwei Bechern ankommt. Er gibt mir einen. Kakao. Ich trinke ihn also. Und dann wird unser Flug aufgerufen. Ich stehe also auf und laufe Richtung Check in. Während ich laufe schreibe ich noch eine letze Nachricht.
>Danke für die letzen Tage. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich getan hätte. Ich wäre wahrscheinlich total verloren gegangen. Danke, dass du dich nicht von mir distanziert hast, so wie andere. Ich werde sobald diese Nachricht gesendet ist, mein Handy ausmachen. Und mit dieser Nummer nicht mehr anmachen. Ich werde mir in Amerika eine neue Karte kaufen. Ich schreibe dir dann sofort. Also dann. Danke Tom. Danke für alles.< schreibe ich und fange an zu weinen. Meine Mutter nimmt mich in den Arm und streicht mir über den Rücken. Ich mache mein Handy auf Flugmodus. Dann steige ich in das Flugzeug.Nachdem wir eingestiegen sind und uns auf unsere Plätze gesetzt haben redete der Pilot noch etwas. „Und somit. Einen guten Flug", beendet er seinen Vortrag. Und dann heben wir ab. Bye Deutschland. Tschüss Tom. Köln wird immer kleiner. Ich denke an die letzen Tage und mit diesen Gedanken schlafe ich ein.
„Ich hasse dich! Lass mich in Ruhe!", brüllt er mich an. „Ich bin enttäuscht von dir. Geh einfach!", schreit er schon fast. Weinend breche ich am Boden zusammen. Jaden will mich nicht mehr. Das habe ich jetzt auch verstanden. Da ich nicht gehe, dreht er sich um und möchte gehen. Ich schlunze seinen Namen und er dreht sich rum. „Ich brauche dich", murmle ich. Doch er geht. Und nimmt somit auch ein Herz mit.
Ich schrecke auf und blicke mich um. Gott es war nur ein Traum. Aber was ist, wenn er mich wirklich nicht mehr sehen will? Wenn der Streit damals zu groß war, wenn er mich hasst. „Mama wach auf", murmle ich traurig. „Was ist los?", fragt sie mich, als sie die Augen öffnet. Da ich nicht antworte nimmt sie mich in den Arm, da sie weiß, warum ich traurig bin. Endlich spricht der Pilot die lang ersehnten Wörter aus. „Wir setzen zur Landung an." Nachdem das Flugzeug gelandet ist, stehen wir auf und verlassen das Flugzeug. Im Flughafen angekommen hört man kreischende Mädchen. Warum? Keine Ahnung. Interessiert mich gerade auch nicht. Wir suchen unsere Koffer. Als wir sie haben verlassen wir das Gebäude und gehen nach draußen. Warum ist das hier so warm? „Da ist unser Auto!", ruft meine Mutter freudig. Zusammen gehen wir dahin und laden unsere Koffer ein. Danach steigen wir ein und mein Vater fährt los. Während der Fahrt gucke ich nach draußen und beobachte die Straßen. Es ist schon recht schön hier. Nur ob ich das für immer kann? Keine Ahnung. Mein Vater parkt das Auto, weswegen wir aussteigen. Das ist unser Haus?
Das Haus hat eine obere Etage. Es ist weiß und das Dach ist dunkel blau. Eine hellgraue Steintreppe führt zur Terrasse und somit zur Haustür. Das Haus ist groß, genauso wie die zwei Häuser links und rechts. Meine Mutter geht vor und schließt die auf. Sie schaltet das Licht ein und alles erstrahlt in modernen Farbtönen. Wir stehen im Flur. Er ist eher schlicht in weiß und grau gehalten. Das Laminat erhellt den Raum noch zusätzlich. Der Flur ist sehr offen gehalten, sodass man in Küche und Wohnzimmer hineinsehen kann. Die Küche ist riesig, die Schränke glänzen in einem weinrot, weswegen die weißen Möbel perfekt dazu passen. Im Wohnzimmer steht ein riesiges Sofa in dunkelgrau. Gegenüber steht ein weißes TV Regal. Überall stehen Kommoden, die optisch perfekt zueinander passen. In einer Ecke steht ein Esstisch. Vom Flur aus gelangt man zu einem weiteren Zimmer. ,,Das Zimmer gehört uns. Geh die Treppe hoch. Linke Tür, dass ist dein Reich. Rechts ist mein Büro", erklärt Mama und ich gehe die Treppe nach oben. Der Flur ist hier genauso hell wie unten. Am Ende des Flures ist ein großes Fenster, dass viel Licht einwirft.
Ich öffne die linke Tür und mir bleibt der Atem weg. Das Zimmer ist riesig. Dort steht ein großes Bett in weiß. Links und rechts jeweils ein Nachttisch. Gegenüber vom Bett hängt ein Fernseher an der Wand. Links in der Ecke steht ein Schreibtisch,daneben ein Regal. Neben dem Fernseher steht eine Kommode. Links ist eine Tür, sowie ein Kleiderschrank. Ich öffne zu erst den Schrank und muss zwei Mal hingucken. Es ist ein begehbarer Kleiderschrank und er ist riesig. In der Mitte des Raumes steht eine Bank. Ringsherum hängen die Klamotten. Ich verlasse ihn und gehe durch die Tür in meinem Zimmer. Es ist ein Bad. Ich habe hier eine Dusche, sowie eine Badewanne. Ich verlasse das Bad und lege mich auf das Bett. Es ist himmlisch weich.
Nachdem ich alles erkundigt habe in meinem Zimmer gehe ich wieder herunter. „Mama können wir jetzt los?", frage ich lächelnd. Sie nickt, wir steigen ins Auto und fahren in Richtung Stadt. Mama sucht einen Handy Laden, weswegen wir danach Ausschau halten. Als sie endlich einen gefunden hat, steigen wir aus und gehen hinein. Der Mann der dort arbeitet bietet sich sofort an und fragt, was wir brauchen oder suchen. Ich hoffe die verstehen mein englisch. „Ähm.. Also wir kommen aus Deutschland und jetzt brauche ich eine neue SIM Karte", lächle ich leicht.Er nickt und geht mit uns zur Kasse. „Möchten sie einen Vertrag?", fragt er. Meine Mutter stimmt zu. „Telefonie? Bis wohin, wie viel?", lächelt er. „Geht es weltweit?", frage ich leise. „Ja.. aber das kostet halt dann etwas mehr", sagt er. Meiner Mutter stimmt ihm wieder zu. Gut, dann kann ich gleich Tom anrufen. „Viel oder wenig Internet?", fragt er. „Am besten viel." Er fragt mich noch ein paar Sachen. Zum Schluss gebe ich ihm mein Handy, damit er die Karte ein setzen kann. „So. Dann danke ich Ihnen. Und viel Spaß, wenn du fragen hast, komm gern wieder", lächelt er. Erst jetzt fällt mir auf, dass er noch jünger ist. Vielleicht erst 18. „Klar", lächle ich auch. „Meine Nummer steht auf dem Zettel, der dabei ist. Also melde dich, wenn was ist", erklärt er und ich lächle.Zusammen mit meiner Mama fahre ich wieder zurück zum Haus, dort angekommen gehe ich nach oben und setze mich auf mein Bett.
Mit zittrigen Händen rufe ich Tom an.
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missing love
Fanfiction„Melina, wir werden umziehen". Mit diesem Satz werfen meine Eltern mein ganzes Leben um.